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Basilikum und Petersilie vertragen sich sehr gut

Die Kunst der Aromen – welche Kräuter passen zusammen?

Kräuter sind nicht nur eine äußerst gesunde Bereicherung für die Küche, sie können mit ihrem vielfältigen, kleinblättrigen Strukturspiel auch ein optisches Highlight für den Garten sein. Welche Sorten sich bei einer Kräuterbeetanlage zum Zusammenpflanzen eignen, ist auch eine praktische Frage.

Die Kräuterbeetanlage – eine Geschmackssache

Sich ein Kräuterbeet anzulegen, dürfte wohl in jeder Hobbygärtnerkarriere einmal ein Kapitel sein. Es gehört gewissermaßen zu den Kardinaldisziplinen der Gärtnersparte. Wer aber zum ersten Mal vor diesem Projekt steht, wird alsbald mit der Grundfrage konfrontiert: Welche Kräuter sollen die Anlage überhaupt besiedeln?

Ihr Gaumen als Indikator

Die meisten werden wohl bei der Kräuterbeetanlage auf’s Kochen aus sein. Welche Kräuter Sie also anbauen, entscheiden in erster Linie Ihr persönlicher Geschmack und Ihre Kochgewohnheiten. Kochen Sie gern zünftig und gutbürgerlich? Oder lieber würzig-mediterran? Wenn Sie sich zwischen diesen beiden Kategorien gut entscheiden können, ist die Wahl einfach.

Heimische versus südländische Kräuter

Denn eine simple Gruppierungsweise für das Zusammenpflanzen von Kräutern ist schlichtweg die herkunftsbezogene. Grob lassen sich die gängigsten Küchenverfeinerer für die Bedingungen in unseren Breiten nämlich in heimische und südländische Sorten unterteilen. Dass sie sich gemäß dieser Gruppierung jeweils auch zum Zusammenpflanzen eignen, liegt allein schon wegen ihrer unterschiedlichen Standortanforderungen auf der Hand.

Es empfiehlt sich also die Kombination von

  • persönlichen geschmacklichen Kräuter-Vorlieben
  • dem zur Verfügung stehenden Standort und
  • den herkunftsbezogenen Wuchsbedingungen der Kräuterarten

Der Standort als Indikator

Welche Kräuter Sie zusammenpflanzen können, hängt stark von dem Standort ab, den Sie für die Kräuterbeetanlage zur Verfügung haben bzw. nutzen möchten. Denn für mediterrane Kräuter aus dem Süden wie Thymian, Salbei, Oregano oder Rosmarin benötigen Sie einen möglichst sonnigen Platz, den Sie am besten mit Steinen als Wärmespeicher versehen. Heimische Kräuter wie Pfefferminze, Kamille, Fenchel oder Bärlauch vertragen hingegen auch einen halbschattigen Ort unter einem Baum. Vollschattig stehen können nur wenige Waldkräuter wie etwa Waldmeister oder Bärlauch.

Bodenbeschaffenheit

Auch benötigen die unterschiedlichen Kräuter natürlich verschiedene Substratbedingungen. Während die Südkräuter wie Lavendel, Basilikum oder Zitronenthymian eher einen mageren, durchlässigen Grund brauchen, gedeihen heimische Kräuter wie Kerbel, Schnittlauch oder Petersilie besser in einem humusreichen, tiefgründigen Boden. Wenn Sie sich an diesen Bedingungen orientieren, können Sie aus praktischen Gründen die entsprechenden Kräuter gut zusammenpflanzen.

Vegetative Merkmale als Indikator

Auch die vegetativen Grundeigenschaften der Kräuter sind für die Zusammenpflanzung von Belang. Zum Beispiel sollten Sie keine einjährigen Sorten in unmittelbare Nachbarschaft zu mehrjährigen setzen. Die mehrjährigen fühlen sich durch die ständige Unruhe im angrenzenden Bodenbereich oft gestört. Welche Kräuter sich in der Regel wegen ihrer Inhaltsstoffe wie ätherischer Öle gut ergänzen, sind etwa:

  • Salbei und Oregano
  • Petersilie, Basilikum und Schnittlauch
  • Pimpinelle und Zitronenmelisse
  • Rosmarin, Thymian und Lavendel
  • Dill, Borretsch und Kerbel

Sorten, die sich schlecht vertragen, sind:

  • Thymian und Majoran
  • Koriander und Fenchel
  • Dill und Estragon
  • Melisse und Basilikum
Artikelbild: Kristine Jonane/Shutterstock

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