Phlox

Ausdrucksstark im Erscheinungsbild, verwandelt Phlox Ihren hochsommerlichen Garten in ein duftendes Blütenmeer. Stöbern Sie hier in kompakten Antworten auf häufige Fragen rund um die prachtvolle Flammenblume. So verlaufen Pflanzen und Pflege der dekorativen Staude wunschgemäß.

Flammenblume
Der Phlox mag es lieber etwas trockener als zu feucht

Phlox richtig pflanzen

Die Flammenblume verfügt über das Potenzial, mehr als 10 Jahre den sommerlichen Garten mit einem duftenden Blütenmeer zu überziehen. Mit der fachgerechten Pflanzung legen Sie den Grundstein für diesen respektablen Kraftakt. So machen Sie es richtig:

  • Die eingetopfte Blume mit Wasser tränken, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen
  • Die Beeterde penibel jäten und tiefgründig harken
  • Im luftigen Abstand von 50-80 cm kleine Gruben anlegen, um den Aushub mit Kompost zu optimieren
  • Jetzt die Flammenblume austopfen und exakt so tief einpflanzen, wie zuvor im Anzuchttopf

Nachdem Sie die Blume ausgiebig angegossen haben, fördert eine nahrhafte Mulchschicht das Wachstum und die Blühfreudigkeit. Im Topf und Balkonkasten fügen Sie zwischen Blumenerde und Wasserablauf eine Drainage aus Tonscherben oder Kieselsteinen ein, damit sich keine Staunässe bilden kann.
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Pflegetipps

Hegen und pflegen Sie eine Flammenblume, dankt sie die Zuwendung mit einer langen Blütezeit von bis zu 8 Wochen und einer üppigen Nachblüte bei vorsommerlichen Arten. Der folgende Kurzüberblick zeigt an, worauf die opulente Blume wirklich Wert legt:

  • Das Substrat konstant leicht feucht halten, ohne Staunässe zu verursachen
  • Setzt der Austrieb ein, alle 2 Wochen organisch düngen, bis zum Ende der Blütezeit
  • Früh blühende Sorten nach der Hauptblüte bodennah abschneiden für eine Nachblüte
  • Verwelkte Blütenrispen abschneiden, um einer Samenbildung entgegenzuwirken
  • Vollständiger Rückschnitt der Blätter erst im zeitigen Frühjahr

Kündigt sich der Winter an, hüllen Sie Pflanzgefäße in Luftpolsterfolie und stellen sie auf einen Holzblock vor die Südwand des Hauses. Befindet sich das Beet in einer winterrauen Region, empfehlen wir ungeachtet der Frosthärte von Phlox einen Schutz in Form von Laub, Stroh oder Tannenwedeln.
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Welcher Standort ist geeignet?

Die Blume ist insgesamt geprägt von einem gemäßigten Charakter. Diese Ausrichtung kommt insbesondere bei der Wahl des idealen Standortes zum Ausdruck. So entfaltet die Flammenblume ihre Schönheit in Vollendung in absonnigen bis halbschattigen Lagen ohne Prallsonne. Im leicht feuchten und nährstoffreichen Boden breitet sie ihre Wurzeln am liebsten aus, solange das Erdreich locker und gut durchlässig strukturiert ist.
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Der richtige Pflanzabstand

Die Flammenblume verlangt nach genügend Raum, um sich im Laufe der Jahre ungehindert auszubreiten. Wählen Sie für den erhabenen Sommer-Phlox daher einen Pflanzabstand von 50 bis 80 cm und arrangieren nicht mehr als 3 bis 5 Exemplare je Quadratmeter. Für grazilere Arten, wie Wald-Phlox, Wiesen-Phlox oder Polster-Phlox passen Sie die Distanz entsprechend der Wuchshöhe an auf ca. 25 bis 30 cm.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Beigetragen zur Popularität der Flammenblume hat ihre Eigenschaft, in jeder guten Gartenerde zu gedeihen. Frisch-feucht, reich an Nährstoffen und gut durchlässig sollte sie sein. Gerne leicht kalkhaltig und lieber nicht allzu sauer. Je sonniger die Lichtverhältnisse, desto mehr Feuchtigkeit sollte im Boden enthalten sein, wohingegen Staunässe absolut tödlich für die Sommer-Blume ist. Im Topf und Blumenkasten setzt die Flammenblume augenfällige Akzente, wenn als Substrat eine qualitativ hochwertige Blumenerde auf Kompostbasis gewählt wird.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Für eine Flammenblume im Container ist während der gesamten Gartensaison Pflanzzeit. Solange es nicht friert oder brütende Sommerhitze herrscht, können Sie die Blume in die Erde setzen. Um dieser üppigen Staude beste Startbedingungen zu schaffen, empfehlen wir die Pflanzung ab Mitte Mai, wenn die Gefahr verspäteter Bodenfröste vorüber ist.
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Wann ist Blütezeit?

Mit mehr als 70 Arten, wartet die große Phlox-Familie auf mit unzähligen Sorten. Mit der richtigen Kombination, erstreckt sich die betörend duftende Pracht der Flammenblume vom Vorsommer bis zum Herbstbeginn. Die schönsten Arten und deren zentrale Blütezeit im Überblick:

  • Wald-Phlox: Blütezeit von April bis Mai
  • Polster-Phlox: Blütezeit von Mai bis Juni
  • Wiesen-Phlox: Blütezeit von Ende Juni bis Anfang August
  • Sommer-Phlox: Blütezeit von Juli bis September

Putzen Sie verwelkte Blüten regelmäßig aus, nehmen Sie einen verlängernden Einfluß auf die Dauer der Blütezeit. Brechen Sie die verblühten Rispen einfach aus, um Platz zu schaffen für eine üppige Nachblüte. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn Sie Sommer-Phlox im Juni teilweise um ein Drittel einkürzen.
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Phlox richtig schneiden

Ein gezielter Schnitt zur rechten Zeit nimmt in der Pflege einer Flammenblume einen hohen Stellenwert ein. Zu diesen Gelegenheiten kommt die Schere zum Einsatz:

  • Verwelkte Blütenrispen regelmäßig herausschneiden oder ausbrechen
  • Im Frühsommer die Hälfte der Blütenstängel um ein Drittel einkürzen für eine extra lange Blütezeit
  • Bodennaher Rückschnitt einer Blume nach der Hauptblüte ruft bei frühen Sorten eine Herbstblüte hervor
  • Langstielige Sorten der Flammenblume schneiden als dekorativen Vasenschmuck

Im Herbst schneiden Sie alle verwelkten Blütenrispen ab, belassen hingegen das Laub als zusätzlichen Winterschutz bis zum nächsten Frühjahr an der Pflanze. Erst vor dem neuen Austrieb schneiden Sie die eingezogenen Blätter einer Flammenblume bodennah ab.
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Phlox gießen

Die Flammenblume favorisiert ein wechselfeuchtes Substrat mit zwischenzeitlichen Antrockungsphasen. Dieser Anspruch impliziert, dass Sie immer dann gießen, wenn die Erdoberfläche angetrocknet ist. Im Beet ist dies infolge der Regenfälle seltener erforderlich, als im Topf oder Blumenkasten. Vermeiden Sie das Gießen unter praller Sonne und beregnen die Blume nicht über Blüten und Blätter, dankt die Staude diese Umsicht mit unermüdlicher Blütenfülle.
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Phlox richtig düngen

Düngen Sie die Flammenblume mit Beginn des Austriebs alle 14 Tage mit einem organischen Dünger, wie Kompost, Guano, Rindenhumus oder Hornspänen. Mineralische Langzeit- und Volldünger bergen das Risiko, dass der darin enthaltene Stickstoff das Blätterwachstum forciert, während die Blüte dahinter zurückbleibt. Für eine Blume im Pflanzgefäß hält der Fachhandel organische Flüssigdünger bereit, die sich unkompliziert verabreichen lassen.
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Krankheiten

Wenngleich die Züchter immer neue, besonders resistente Sorten hervorbringen, leidet die Flammenblume im Hobbygarten des Öfteren unter Mehltau. Diese Pilzinfektion ist erkennbar an einer mehligen, grau-weißen Patina auf den Blattober- und Blattunterseiten. Als wirksames Hausmittel im frühen Befallsstadium hat sich Frischmilch herausgestellt. Mischen Sie in 900 ml Wasser 100 ml frische Milch (keine H-Milch) und besprühen die infizierte Blume wiederholt.
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Überwintern

Bis auf einige wenige Ausnahmen, sind alle Arten und Sorten der Flammenblume vollkommen winterhart. Einzig in besonders rauen Regionen versehen Gärtner die Staude mit folgendem Winterschutz:

  • Das Laub verbleibt an der Flammenblume bis zum zeitigen Frühjahr
  • Vor dem ersten Frost die Staude im Beet abdecken mit Stroh, Nadelreisig oder Laub
  • Bei Kahlfrost gießen an milden Tagen und nicht düngen

Im Topf und Blumenkasten besteht die Gefahr, dass der Wurzelballen erfriert. Kleine Töpfe siedeln daher um ins frostfreie, nicht allzu dunkle Winterquartier. Voluminöse Gefäße mit einem Durchmesser von mehr als 30 Zentimetern werden umhüllt mit Folie und auf Holz gestellt. Das Substrat bedecken Sie mit Tannenwedeln, Holzwolle oder einer Laubschicht.
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Phlox vermehren

Wen die bezaubernde Flammenblume erst einmal in ihren Bann gezogen hat, kann nicht genug von dieser Pracht-Blume bekommen. Wie gut, dass die Vermehrung auf verschiedenen Wegen möglich ist:

  • Teilung des Wurzelballens im Frühjahr oder Herbst
  • Schneiden von nicht blühenden Stecklingen, um diese im Topf bewurzeln zu lassen

Die Aussaat von Samen ist demgegenüber nicht zu empfehlen, da sie vergleichsweise aufwändig und nur selten erfolgversprechend verläuft. Da es sich um Kaltkeimer handelt, ist eine Stratifikation unverzichtbar. Darüber hinaus lässt das Ergebnis zumeist zu wünschen übrig, insbesondere bei eigenhändig gesammeltem Saatgut.
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Ist Phlox giftig?

Die Flammenblume enthält keine toxischen Inhaltsstoffe. Daher gilt die Staude des Jahres 2006 als idealer Kandidat für den Familiengarten. Die farbenfrohen Blütenblätter eignen sich sogar als ebenso schmackhafte wie dekorative Zutat für Salate und kalte Speisen.
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Phlox blüht nicht

Es ist so niederschmetternd, wenn die erhoffte Blüte einer Flammenblume auf sich warten lässt oder vollkommen ausfällt. Werfen Sie nicht gleich die Flinte ins Korn, denn einige der häufigsten Ursachen für diesen Missstand können behoben werden, wie der folgende Überblick aufzeigt:

  • Zu tief gepflanzt: Die Blume ausgraben und maximal bis zum Wurzelhals erneut in die Erde setzen
  • Trockenstress: Flammenblume stets gießen, sobald die Substratoberfläche angetrocknet ist
  • Nährstoffmangel: Mit Beginn des Austriebs bis Juli alle 14 Tage organisch düngen
  • Stickstoff-Überschuss: Keinen Stickstoff-reichen Volldünger verabreichen, der einzig das Laub wachsen lässt

Überdies besteht bei einer zu frühen Pflanzung im Frühjahr das Risiko, dass die Knospen erfrieren. Decken Sie daher die Jungpflanzen im Zweifel über Nacht ab mit Gartenvlies. Haben die Eisheiligen bereits zugeschlagen, schneiden Sie die erfrorenen Triebe im Juni um ein Drittel zurück, damit die Blume erneut austreiben und blühen kann.
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Wie pflege ich Phlox nach der Blüte?

Ist das diesjährige Blütenfestival einer Flammenblume beendet, schneiden Sie die verwelkten Blütenrispen ab. Auf diese Weise spart die Blume ihre Energie für die nächstjährige Blüte und investiert die Kräfte nicht in die Samenproduktion. Das Laub lassen Sie hingegen stehen, sofern das optische Erscheinungsbild des Gartens nicht darunter leidet. Die eingezogenen Blätter fungieren als natürlicher Winterschutz und werden vorzugsweise erst vor dem nächsten Austrieb bodennah abgeschnitten.

Bei vorsommerlich blühenden Arten und Sorten, wie dem Wald-Phlox oder der Wiesen-Phlox, schneiden Sie nach der Hauptblüte die Blume bodennah zurück und düngen mit Kompost. Bei geeigneter Witterung dürfen Sie sich über eine herbstliche Nachblüte freuen.
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Schöne Sorten

  • Clouds of Perfume: Hellblau blühender Wald-Phlox mit eine frühe Blüte ab April; Wuchshöhe 40 cm
  • David: Weiße Großblatt-Flammenblume mit majestätischer Silhouette; Wuchshöhe 100-120 cm
  • Crackerjack: Zierlicher Polster-Phlox für einen karminroten Blütenteppich im Beet; Wuchshöhe 5-10 cm
  • Natascha; Zweifarbige Flammenblume mit weiß-rosa gestreiften Blüten im Juli und August; Wuchshöhe 80 cm
  • Argus: Spät blühende Sommer-Blume, deren rosa Blüten ein rotes Auge umringen; Wuchshöhe 80-100 cm
  • Blue Boy: Mittelspäte Flammenblume, deren lilablaue Blüten mit weißen Sternen dekoriert sind; Wuchshöhe 100 cm
  • Capri: Sehr gesunde, tiefrot blühende Sommerschönheit von Juli bis August; Wuchshöhe 100 cm
Text: Paula Jansen
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