Mischkultur

Unter den Pflanzen dieser Datenbank können sich Allianzen bilden, um mit vereinten Kräften Krankheiten und Schädlinge abzuwehren. Wer mit der Funktionsweise einer Mischkultur vertraut ist, profitiert von den überzeugenden Vorteilen im Hausgarten. Der Leitfaden unterhalb der Tabelle erklärt die genaue Verfahrensweise zum Anlegen eines Beetes in Mischkultur für Beet und Hochbeet.

45 Pflanzen in der Datenbank

  • Aubergine Aubergine
    Gute Nachbarn
    Bohnen Radieschen Salat
    Schlechte Nachbarn
    Paprika Kartoffeln Tomaten
    Hinweise

    Vertragen sich nicht gut mit anderen Nachtschattengewächsen.

  • Blaukraut Blaukraut
    Gute Nachbarn
    Borretsch Buschbohnen Erbsen Möhren Phacelia Salate Sellerie Spinat
    Schlechte Nachbarn
    Knoblauch Kohlarten Tomaten Zwiebeln
  • Blumenkohl Blumenkohl
    Gute Nachbarn
    Buschbohnen Erbsen Phacelia Sellerie
    Schlechte Nachbarn
    Knoblauch Zwiebeln
    Hinweise

    Schützt Sellerie vor Sellerierost.

  • Bohnenkraut Bohnenkraut
    Gute Nachbarn
    Bohnen Rote Bete Salate
    Hinweise

    Bohnenkraut schützt Bohnen gegen die schwarze Bohnenlaus. Die Duftstoffe fördern Wachstum und Aroma der Bohnen.

  • Borretsch Borretsch
    Gute Nachbarn
    Blaukraut Bohnen Erdbeeren Erbsen Kohlrabi Kohlarten
    Hinweise

    Borretsch ist gut für Pflanzen, die von Insekten bestäubt werden, wie z.B. Gurken und Zucchini, da es Insekten anlockt.

  • Brokkoli Brokkoli
    Gute Nachbarn
    Bohnen Endivien Erbsen Gurken Kopfsalat Mangold Paprika Pflücksalat Porree Radieschen Rettich Sellerie Spinat
    Schlechte Nachbarn
    Knoblauch Zwiebeln
  • Buschbohnen Buschbohnen
    Gute Nachbarn
    Bohnenkraut Borretsch Chinakohl Dill Erdbeeren Gurken Kapuzinerkresse Kartoffeln Kohlarten Kohlrabi Radieschen Rettich Rote Bete Salat Salbei Sellerie Spinat Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Erbsen Fenchel Knoblauch Paprika Porree Schnittlauch Stangenbohnen Zwiebeln
    Hinweise

    Bohnenkraut schützt die Bohnen gegen die schwarze Bohnenlaus, seine Duftstoffe fördern Wachstum und Aroma der Bohnen.

  • Chinakohl Chinakohl
    Gute Nachbarn
    Bohnen Erbsen Spinat Salat
    Schlechte Nachbarn
    Radieschen Rettich
  • Dill Dill
    Gute Nachbarn
    Erbsen Möhren Gurken Kohlarten Rote Bete Salat Zwiebel
    Hinweise

    Dill fördert die Keimfähigkeit der Möhren, seine Duftstoffe halten Schädlinge ab.

  • Endivie Endivien
    Gute Nachbarn
    Fenchel Kohlarten Porree Stangenbohnen
  • Erbsen Erbsen
    Gute Nachbarn
    Borretsch Dill Fenchel Gurken Kohlarten Kohlrabi Kopfsalat Mais Möhren Radieschen Rettich Sellerie Spinat Zucchini
    Schlechte Nachbarn
    Bohnen Kartoffeln Knoblauch Porree Tomaten Zwiebel
  • Erdbeere Erdbeeren
    Gute Nachbarn
    Borretsch Buschbohnen Knoblauch Kopfsalat Porree Radieschen Ringelblume Spinat
    Schlechte Nachbarn
    Kohlarten
    Hinweise

    Knoblauch hat eine bakterizide und fungizide Wirkung. Zwiebeln vertreiben Schnecken und Wühlmäuse, auch gegen den Grauschimmel wirksam.

  • Feldsalat Feldsalat
    Gute Nachbarn
    Erdbeeren Radieschen
  • Fenchel Fenchel
    Gute Nachbarn
    Endivie Erbse Feldsalat Gurke Salat Sellerie
    Schlechte Nachbarn
    Bohnen Tomate Kohlrabi
  • Gurke Gurken
    Gute Nachbarn
    Basilikum Bohnen Borretsch Dill Erbsen Fenchel Kohlarten Kopfsalat Kümmel Mais Porree Rote Bete Sellerie Zwiebeln
    Schlechte Nachbarn
    Tomaten Kartoffeln Radieschen Rettich
    Hinweise

    Um Insekten zur Bestäubung anzulocken, kann Borretsch oder Basilikum beigepflanzt werden. Basilikum schützt die Gurken auch vor frühem Mehltau.

  • Kartoffeln Kartoffeln
    Gute Nachbarn
    Buschbohnen Dicke Bohnen Kapuzinerkresse Kohlrabi Kümmel Mais Meerrettich Pfefferminze Spinat Tagetes
    Schlechte Nachbarn
    Erbsen Gurken Kürbis Rote Bete Sellerie Sonnenblume Tomaten Zwiebel
    Hinweise

    Meerrettich schreckt den Kartoffelkäfer ab. Tagetes und Spinat beugen gegen Knollen- und Krautfäule vor. Koriander und Kümmel beeinflussen den Geschmack von Kartoffeln positiv.

  • Knoblauch Knoblauch
    Gute Nachbarn
    Erdbeeren Gurken Himbeeren Lilien Möhren Rosen Rote Bete Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Erbsen Buschbohnen Kohlarten Stangenbohnen
    Hinweise

    Knoblauch hat eine bakterizide und fungizide Wirkung.

  • Knollensellerie Knollensellerie
    Gute Nachbarn
    Bohnen Erbsen Gurken Kohl Kohlrabi Porree Spinat Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Kartoffeln Mais Salat
  • Kohl Kohl
    Gute Nachbarn
    Bohnen Borretsch Dill Eberraute Endivien Erbsen Gurken Rote Bete Salat Sellerie Spinat Tagetes Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    andere Kohlarten Kartoffeln Knoblauch Kohlrabi Rhabarber Schnittlauch Zwiebel
    Hinweise

    Eberraute, Salbei und Pfefferminze schützen durch abwehrende Duftstoffe vor dem Kohlweißling. Auch Sellerie schützt vor dem Kohlweißling. Tomaten schützen den Kohl vor Raupen.

  • Kohlrabi Kohlrabi
    Gute Nachbarn
    Bohnen Borretsch Dill Erbsen Erdbeeren Gurken Kartoffeln Porree Radieschen Rote Bete Salat Schwarzwurzel Sellerie Spargel Spinat
    Schlechte Nachbarn
    Kohl
  • Kürbis Kürbis
    Gute Nachbarn
    Bohnen Mais
    Hinweise

    Mais, Bohnen und Kürbis ergänzen sich optimal in einem Beet (alte indianische Mischkultur).

  • Mais Mais
    Gute Nachbarn
    Bohnen Gurken Kartoffeln Kopfsalat Kürbis Melonen Tomaten Zucchini
    Schlechte Nachbarn
    Rote Bete Sellerie
    Hinweise

    Mais, Bohnen und Kürbis ergänzen sich optimal in einem Beet (alte indianische Mischkultur).

  • Mangold Mangold
    Gute Nachbarn
    Buschbohnen Kohlarten Möhren Radieschen Rettich Salat
    Schlechte Nachbarn
    Rote Bete
  • Meerrettich Meerrettich
    Gute Nachbarn
    Kartoffeln
    Hinweise

    Meerrettich schreckt den Kartoffelkäfer ab.

  • Moehre Möhren
    Gute Nachbarn
    Chicorée Dill Erbsen Knoblauch Mangold Porree Radieschen Rettich Salat Schwarzwurzeln Spinat Tomaten Zwiebeln
    Schlechte Nachbarn
    Rote Bete Pfefferminze
    Hinweise

    Die Duftstoffe von Dill halten Schädlinge ab. Weiterhin fördert Dill die Keimfähigkeit von Möhren.
    Zwiebeln wehren die Möhrenfliege ab.

  • Paprika Paprika
    Gute Nachbarn
    Kohlarten Möhren Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Erbsen Fenchel Rote Bete
  • Pastinaken Pastinaken
    Gute Nachbarn
    Möhren Kartoffeln Kopfsalat Pflücksalat Radieschen Rote Bete Sellerie Spinat
  • Petersilie Petersilie
    Gute Nachbarn
    Gurken Radieschen Tomaten Zwiebeln
    Schlechte Nachbarn
    Salate
  • Porree Porree / Lauch
    Gute Nachbarn
    Endivien Erdbeeren Kohlarten Knoblauch Möhren Petersilie Rettich Salat Schwarzwurzeln Sellerie Spinat Tomaten Wermut Zwiebel
    Schlechte Nachbarn
    Bohnen Erbsen Rote Bete Stangenbohnen
    Hinweise

    Rettich und Wermut schützen den Lauch vor der Lauchmotte. Zwiebel und Knoblauch schützen vor Schimmelpilzen.

  • Radieschen Radieschen
    Gute Nachbarn
    Bohnen Erbsen Kapuzinnerkresse Kohl Mangold Möhren Petersilie Salat Spinat Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Gurken Chinakohl
    Hinweise

    Radieschen werden durch Salat vor Erdflohbefall geschützt.

  • Rhabarber Rhabarber
    Gute Nachbarn
    Buschbohnen Kohlarten Salat Spinat
  • Ringelblume Ringelblume
    Gute Nachbarn
    Erdbeeren Gurken Kartoffeln Kohlarten Salate Tomaten
    Hinweise

    Die Ringelblume schützt vor Nematoden und Drahtwürmern. Sie erhöht den Ernteertrag und fördert die Bodengesundheit.

  • Rosenkohl Rosenkohl
    Gute Nachbarn
    Porree Sellerie
    Schlechte Nachbarn
    Blumenkohl Brokkoli Chinakohl Grünkohl Kohlrabi Radieschen Rettich Rukola Senf Wirsing
  • Rote Bete Rote Bete
    Gute Nachbarn
    Bohnen Dill Gurken Kohl Kohlrabi Salat Zucchini Zwiebeln
    Schlechte Nachbarn
    Kartoffeln Mangold Porree Spinat
  • Kopfsalat Salat
    Gute Nachbarn
    Bohnen Chicorée Erbsen Fenchel Gurken Kerbel Kohlarten Kohlrabi Möhren Porree Radieschen Rettich Schwarzwurzel Tomaten Zwiebel
    Schlechte Nachbarn
    Kresse Petersilie Sellerie
    Hinweise

    Kerbel schützt Salat vor Läusen, Mehltau und Schnecken. Salat schützt Radieschen und Rettich vor Erdflohbefall.

  • Salbei Salbei
    Gute Nachbarn
    Bohnen Erbsen Fenchel Kresse Möhren Salat
  • Schnittlauch Schnittlauch
    Gute Nachbarn
    Dill Erdbeeren Kapuzinerkresse Kohlrabi Möhren Petersilie Sellerie Spinat Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Bohnen Erbsen Kohl Koriander Rote Beete
  • Schwarzwurzel Schwarzwurzel
    Gute Nachbarn
    Bohnen Kohlrabi Porree Salat
  • Knollensellerie Sellerie
    Gute Nachbarn
    Buchweizen Buschbohnen Chinakohl Fenchel Gurken Kamille Kohl Kohlrabi Pastinake Porree Salat Spinat Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Erbsen Kartoffeln
    Hinweise

    Buchweizen macht Kali aus dem Boden für Sellerie verfügbar.
    Sellerie wird durch Kohl vor Sellerierost geschützt.

  • Sonnenblume Sonnenblume
    Gute Nachbarn
    Gurken
  • Spargel Spargel
    Gute Nachbarn
    Dill Gurken Petersilie Kohlrabi Salat Tomaten
  • Spinat Spinat
    Gute Nachbarn
    Erdbeeren Kartoffeln Kohlarten Kohlrabi Radieschen Rettich Rhabarber Stangenbohnen Tomaten
    Schlechte Nachbarn
    Rote Bete Mangold
  • Tomate Tomaten
    Gute Nachbarn
    Buschbohnen Chicorée Knoblauch Kohlrabi Möhren Pastinake Petersilie Porree Radieschen Ringelblumen Salat Sellerie Spinat Zwiebeln
    Schlechte Nachbarn
    Blaukraut Erbsen Fenchel Gurken Kartoffeln Rote Bete
    Hinweise

    Sellerie schützt Tomaten vor Blattlausbefall. Tomaten schützen Kohl vor Raupen.

  • Zucchini Zucchini
    Gute Nachbarn
    Basilikum Kapuzinerkresse Stangenbohnen Zwiebeln
    Schlechte Nachbarn
    Gurken
    Hinweise

    Um Insekten zur Bestäubung anzulocken, kann Borretsch beigepflanzt werden.

  • Zwiebel Zwiebeln
    Gute Nachbarn
    Dill Bohnenkraut Gurken Kamille Knoblauch Möhren Pastinake Rote Bete Salat Tomaten Zucchini
    Schlechte Nachbarn
    Bohnen Erbsen Kartoffeln Kohlarten Porree
    Hinweise

    Zwiebeln schützen andere Pflanzen gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben.
    Mit Möhren lassen sich hingegen Zwiebeln vor der Zwiebelfliege schützen.

Was ist eine Mischkultur?

Ein Beet mit Mischkultur aus verschiedenem Gemüse

In einer Mischkultur werden sich gegenseitig unterstützende Pflanzen zusammen angebaut.

Der Begriff der Mischkultur ist weitaus breiter gefächert, als er vermuten lässt. Denn nicht nur die reine Pflanzung unterschiedlicher Gattungen, sondern insbesondere die Kombination von guten Pflanznachbarn ist der Schlüssel für einen hohen Ernteertrag. Hierzu werden die einzelnen Setzlinge bzw. die Samen nebeneinander gepflanzt. Diese Anbaumethode entspricht im Wesentlichen den natürlichen Gegebenheiten und ist daher besonders naturnah.

Das Gegenteil der Mischkultur ist die Monokultur, bei der ausschließlich eine Pflanzenart angebaut wird.

Vorteile einer Mischkultur

  • pestizidfreie Schädlingsbekämpfung
  • Förderung der Ansiedlung von Nützlingen
  • gleichmäßige Nährstoffauflastung des Erdbodens
  • natürlicher Erosionsschutz
  • verminderte Bodenverhärtung durch Bodenbeschattung
  • effektive Flächennutzung
  • eingeschränkte Unkrautausbreitung
  • stabiler Ernteertrag
  • effiziente Ressourcennutzung
  • natürlicher Windschutz durch hochwachsende Pflanzen

Nachteile einer Mischkultur

  • nicht alle Pflanzen lassen sich miteinander kombinieren
  • Fruchtwechsel ist für mehrere Jahre vorbestimmt
  • optimale Saat- und Erntezeitpunkte lassen sich nicht immer feststellen

Die wichtigsten Gemüse mit guten und schlechten Beetnachbarn

Um die Vorteile der Mischkultur optimal nutzen zu können, empfiehlt es sich, das Gemüse in gute Nachbarschaft zu pflanzen. Eine Übersicht zu den gängigsten Vertretern mitsamt ihren guten Beetnachbarn haben wir Ihnen nachstehend zusammengestellt. Eine ergänzende Übersicht weiterer guter und schlechter Nachbarpflanzen ist in diesem Bericht zu finden.

Gemüse Gute Nachbarn Schlechte Nachbarn
Aubergine Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Radieschen, Rettich, Salat, Spinat Erbsen, Kartoffeln, Paprika, Tomaten
Blumenkohl Auberginen, Buschbohnen, Erbsen, Kartoffeln, Sellerie Kohl, Knoblauch, Zwiebeln
Bohnen Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Kürbis, Mais, Salat, Sellerie, Tomaten Erbsen, Gurken, Knoblauch, Möhren, Tomaten, Zwiebeln
Brokkoli Auberginen, Erbsen, Kartoffeln, Sellerie Kohl, Zwiebeln
Buschbohne Erdbeeren, Kohl, Kohlrabi, rote Beere, Salat, Sellerie Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebel
Erbsen Gurken, Fenchel, Kohl, Kohlrabi, Möhren, Radieschen, Salat, Zucchini Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch, Tomaten, Zwiebeln
Erdbeeren Buschbohnen, Feldsalat, Knoblauch, Radieschen, Salat, Spinat Kohl
Gurke Erbsen, Knoblauch, Mais, Salat, Sellerie, Spinat, Zwiebeln Bohnen, Rote Beete, Salat, Sellerie, Tomaten, Zucchini
Kartoffeln Bohnen, Buschbohnen, Kohl, Kohlrabi, Mais, Spinat Auberginen, Erbsen, Gurken, Kürbis, rote Beete, Sellerie, Tomaten, Zwiebeln
Knoblauch Erdbeeren, Gurken, Möhren, Salat Bohnen, Erbsen, Kohl, Lauch, Zwiebeln
Kohl Erbsen, Gurken, Lauch, Möhren, rote Beete, Salat, Sellerie, Spinat, Tomaten Erdbeeren, Kartoffeln, Kohl, Knoblauch, Zwiebel
Kohlrabi Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, rote Beete, Salat, Sellerie, Spinat Kohl
Kürbis Bohnen, Mais, Zwiebeln Gurken, Zucchini
Lauch Erdbeeren, Kohlrabi, Möhren, Salat, Sellerie, Tomaten Bohnen, Erbsen, Knoblauch, rote Beete, Zwiebeln
Möhren Erbsen, Knoblauch, Radieschen, Salat, Spinat, Tomaten, Zwiebeln Rote Beete
Radieschen Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Kohl, Möhren, Salat, Spinat Gurken
Salat Auberginen, Erbsen, Knoblauch, Lauch Kartoffeln, Sellerie
Sellerie Bohnen, Erbsen, Kohl, Lauch, Spinat, Tomaten Kartoffeln, Mais, Möhren, Salat
Spinat Auberginen, Bohnen, Radieschen, Rettich, Sellerie, Tomaten Rote Beete
Tomaten Buschbohnen, Knoblauch, Kohl, Lauch, Salat, Sellerie, Spinat, Zwiebeln Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln
Zucchini Bohnen, Mais, Zwiebeln Gurken, Kürbis
Zwiebeln Erdbeeren, Kürbis, Möhren, rote Beete, Salat, Tomaten, Zucchini Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Kohl, Lauch, Möhren
Quelle: guterboden.de

Die besten Mischkulturen für Gemüse und Kräuter

Neben der Kombination verschiedener Gemüsesorten hat sich auch die Kombination mit Kräutern in der Praxis bewährt.

Ein Kräuterbeet mit Mischkultur

Auch Kräuter können in einem Kräuterbeet miteinander kombiniert werden.

Tipps

Um die Vorteile der Mischkultur optimal zu nutzen, empfiehlt sich die Pflanzung von einjährigen Kräutern. Mehrjährige Kräuter sollten idealerweise auswärtig verpflanzt werden. Einen optimalen Standort stellen Kräuterspiralen dar. Diese können mit ein wenig handwerklichem Geschick hergerichtet werden. Eine genaue Anleitung zum Bau sowie einen Bepflanzungsplan finden Sie hier .

Kräuter Gute Nachbarn Schlechte Nachbarn
Basilikum Fenchel, Gurken, Tomaten, Zucchini Bohnenkraut, Melisse, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse
Bohnenkraut Bohnen, Buschbohnen, rote Beete, Salat Basilikum
Dill Bohnen, Buschbohnen, Erbsen, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Möhren, rote Beete, Zwiebeln Fenchel, Kerbel, Kürbis, Petersilie, Sellerie
Kamille Kohl, Kohlrabi, Lauch, Sellerie, Zwiebeln Pfefferminze
Kapuzinerkresse Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Zucchini Kerbel, Petersilie
Kerbel Kohl, Salat Dill
Knoblauch Dill, Erdbeeren, Gurken, Möhren, Salat Bohnen, Erbsen, Kohl, Lauch, Zwiebeln
Koriander Gurken Petersilie, Schnittlauch
Petersilie Gurke, Knoblauch, Lauch, Radieschen, Rettich, Ringelblume, Tomaten Dill, Salat, Möhren, Sellerie
Ringelblume Kartoffeln, Kürbis, Paprika, Petersilie, Salat Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln
Salbei Bohnenkraut, Mais, Thymian, Zitronenmelisse Basilikum
Schnittknoblauch Bohnenkraut, Dill, Erdbeeren, Kohlrabi, Möhren, Ringelblume, Salbei, Thymian Bohnen, Erbsen, Kohl
Schnittlauch Bohnenkraut, Dill, Erdbeeren, Kohlrabi, Möhren, Ringelblume, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Kohl, Koriander
Tagetes Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Möhren, Tomaten keine
Thymian Bohnenkraut, Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse Basilikum, Gurken
Winterhecke Dill, Kamille, Möhren Bohnen, Erbsen, Kohl
Ysop Kohl, rote Beete, Salbei, Thymian Fenchel
Zitronenmelisse Salbei, Schnittlauch, Thymian Basilikum

Mischkultur mit Einbezug des Fruchtwechsels

Was ist der Unterschied zwischen der Fruchtfolge und dem Fruchtwechsel?

Unter der Fruchtfolge versteht man die aufeinanderfolgenden Pflanzungen innerhalb einer Saison. Hierzu gehören neben der Hauptkultur auch eine Vor- und eine Nachkultur.
Im Gegensatz dazu stellt der Fruchtwechsel die jahresübergreifende Bepflanzung dar. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die beiden Begriffe jedoch oftmals synonym verwendet.
Das System basiert in beiden Fällen auf der abwechslungsreichen Bepflanzung des Gemüsegartens mit Starkzehrern, Mittelzehrern, Schwachzehrern und Gründünger.
Zusätzliche Informationen zur Fruchtfolge und den einzelnen Kulturen finden Sie hier .

Die vier Elemente des Fruchtwechsels

Der jährliche Fruchtwechsel setzt sich aus insgesamt vier Elementen zusammen. Während die Stark, Mittel- und Schwachzehrer dem Boden in unterschiedlicher Menge Nährstoffe entziehen, dient die Gründüngung vorrangig der Regeneration.

Fruchtwechsel im Gemüsegarten als Illustration

Starkzehrer

Als Starkzehrer werden all jene Pflanzen bezeichnet, die während ihrer Wachstumsperiode eine fortlaufend hohe Konzentration an Nährstoffen benötigen. Bei einer zu geringen Mineralstoffdichte bleibt ihr Wachstum und die Ausbildung der Ernte deutlich zurück.

Namhafte Beispiele sind:

  • Artischocke
  • Aubergine
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Chili
  • Gurke
  • Kartoffeln
  • Kürbis
  • Lauch
  • Mais
  • Pak Choi
  • Paprika
  • Rhabarber
  • Rotkohl
  • Sellerie
  • Tomaten
  • Wassermelone
  • Zucchini

Mittelzehrer

Die Mittelzehrer sind im Vergleich zu den Starkzehrern deutlich genügsamer. Sie benötigen aber vor allem in der Anfangsphase ebenfalls viele Nährstoffe.

Bekannte Vertreter dieser Kategorie sind:

  • Dicke Bohnen
  • Endivie
  • Erdbeeren
  • Fenchel
  • Gelbe Beete
  • Kohlrabi
  • Knoblauch
  • Mangold
  • Möhre
  • Pastinake
  • Rote Beete
  • Spinat
  • Stangenbohnen
  • Zwiebel

Schwachzehrer

Besonders anspruchslos sind die Schwachzehrer, die auch mit einer durchgängig niedrigen Nährstoffdichte wunderbar zurechtkommen.

Geeignete Pflanzen aus dieser Gattung sind:

  • Buschbohnen
  • Erbsen
  • Feldsalat
  • Mairübe
  • Radieschen
  • Rucola
  • Salat

Vor allem Erbsen und Bohnen reichern den Boden zusätzlich mit Stickstoff an, der für die Fotosynthese und den Stoffwechsel aller Pflanzen unerlässlich ist.

Gründüngung

Grundsätzlich ist auch ein Weglassen der Gründüngung möglich, was aber nicht zu empfehlen ist. Durch die rotierende Bepflanzung werden die einzelnen Abschnitte im Idealfall drei Saisons bepflanzt und sind nach Abschluss dieser entsprechend nährstoffarm. Der Gründünger dient daher vor allem der Regeneration des Erdbodens und der Vorbereitung für die nachfolgenden Jahre.
Die ausgebrachten Saaten werden hierzu nach erfolgter Keimung in den Boden eingearbeitet. Im Zuge des Verrottungsprozesses werden dann die enthaltenen Nährstoffe an den Boden abgegeben.

Bewährte Einzelgewächse sind:

  • Buchweizen
  • Internatklee
  • Geldbsenf
  • Lupine
  • Phacelia
  • Sonnenblumen
  • Wicke

Alternativ bietet sich die Ausbringung eines Saatgemisches an. Das TerraLife StickstoffFixx von Kiepenkerl beinhaltet neben einer abgestimmten Pflanzenmischung zudem eine Vielzahl an Stickstoffbindungen. Während das Hauptaugenmerk auf der Revitalisierung liegt, sorgen die enthaltenen Bodendecker für eine tiefe Durchwurzelung und Auflockerung der Erdschichten. Die Füllmenge von 0,5 Kilogramm ist für eine Fläche von etwa 100 Quadratmetern ausreichend bemessen.

Beispiel für eine Mischkultur mit Fruchtfolge

Grundlage für die Pflanzung sind drei bzw. vier Beete mit einer Größe von jeweils 1 x 3 Meter. Diese werden jährlich im Uhrzeigersinn rolliert. Während Beet 1-3 mit Nutzpflanzen bestückt werden, wird das vierte Beet optional mit einem Gründünger versehen. Wie bereits zuvor erläutert, sollte nur im Ausnahmefall auf die Gründüngung verzichtet werden. Einen bekannten Sonderfall stellt die Mischkultur im Hochbeet dar. Durch die jährliche Aufschüttung von neuem Substrat ist die zusätzliche Gründüngung entbehrlich.

Für eine optimale Planung der Fruchtfolge und des anstehenden Fruchtwechsels empfiehlt sich zum Start die Auswahl eines Starkzehrers. In unserem Beispiel dient hierfür die Zucchini.

Beispielpflanzung für Mischkultur als Illustration

  • Beet 1: Zucchini mit Pflanzpartner Tagetes
  • Beet 2: Kopfsalat und Möhre, Feldsalat
  • Beet 3: Rucola, Mangold, Lauch und Radieschen
  • Beet 4: Gründünger (Beispiele siehe Abschnitt zuvor)

Einige Gemüsesorten wie zum Beispiel Rucola, Möhren oder Salat können aufgrund ihrer kurzen Wachstumsperiode auch zwei oder drei Mal gesät werden. Bepflanzt wird dann keine ganze Reihe, sondern bspw. jede zweite Stelle. In die leeren Plätze wird dann ein paar Wochen später gesät. So haben die Pflanzen Platz zum wachsen und es kann durchgehend geerntet werden.

Mischkultur mit Fruchtwechsel: So wird geplant

Die Grundlage für die Anlage einer Mischkultur ist die Auswahl der passenden Pflanzen.

  1. Auswahl eine Starkzehrers, zum Beispiel Zucchini, Gurken oder Tomaten
  2. Bestimmung passender Mittel- und Schwachzehrer anhand der Liste
  3. Festlegung eines Gründüngers, bspw. Phacelia

Bei der Auswahl der Mittel- und Schwachzehrer empfiehlt sich die Beachtung der Pflanzenfamilien. Gattungen aus der gleichen Ordnung schränken sich in ihrem Wachstum oftmals ein.
Wählen Sie aus der Vielzahl der Gründünger danach aus, welche Kultur im Folgejahr das Beet besetzt. Senf, Raps und Kresse vertragen sich z.B. nicht gut mit Kohlgewächsen.

Vier einzelne Beete

Besonders für Anfänger der Mischkultur bietet sich die Anlage von vier einzelnen Beeten an. Die Verlagerung der einzelnen Bereiche erfolgt jährlich im Uhrzeigersinn.

Ein großes Beet

Beet mit Gemüse, dass in einer Reihe gepflanzt ist.

Für große Beete lohnt es sich, sich mit der Reihenmischkultur vertraut zu machen.

Eine etwas aufwendigere Planung benötigt die Herrichtung der Mischkultur auf einem einzelnen großen Beet. Um dennoch einen Überblick zu behalten, empfiehlt sich der Einsatz der Reihenmischkultur nach Gertrud Franck. Das Beet wird hierzu in gleichmäßig breite Reihen unterteilt, die wiederum jährlich rollieren. Dadurch ergeben sich die gleichen positiven Auswirkungen wie bei der Anlage von vier getrennten Beetabschnitten. Zusätzliche Informationen zur Reihenmischkultur einschließlich einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anlage finden Sie in diesem Artikel .

Ein Hochbeet

Hochbeet mit Gemüse in Mischkultur

Auch ein Hochbeet eignet sich für die Anlage einer Mischkultur.

Das Hochbeet bietet im Vergleich zum herkömmlichen Gemüsebeet in der Regel ein deutlich geringeres Platzangebot. Dennoch ist die Anlage einer Mischkultur möglich und umsetzbar. Um die vorhandene Fläche möglichst effektiv zu nutzen, empfiehlt sich auch hierfür die Orientierung an der Reihenmischkultur. Diese sorgt für einen strukturierten Anbau und verhindert das Verwildern des Beetes. In der Praxis haben sich drei verschiedene Anbaustrategien bewährt, die allesamt unterschiedliche Vor- und Nachteile besitzen.

Variante 1: Nur Starkzehrer

  • Pflanzenkategorie: ausschließliche Pflanzung von Starkzehrern
  • vorbereitende Tätigkeit: jährliche Ausbringung von Kompost erforderlich
  • Vorteil: Beachtung des Fruchtwechsels nicht erforderlich
  • Nachteil: reine Monokulturen ohne Diversifizierung

Variante 2: Starkzehrer und Schwachzehrer

  • Pflanzenkategorie: Pflanzung von Stark- und Schwachzehrern
  • vorbereitende Tätigkeit: Teilung des Hochbeetes in mehrere Abschnitte (mindestens zwei)
  • Vorteil: Kombination mehrerer Sorten möglich
  • Nachteil: jährliche Düngung mit Kompost zur Ertragssicherung zu empfehlen

Variante 3: Beachtung der gesamten Fruchtfolge

  • Pflanzenkategorie: Stark-, Mittel- und Schwachzehrer
  • vorbereitende Tätigkeit: Einrichtung einer Beetstruktur entsprechend der Reihenmischkultur
  • Vorteil: hohe Diversifizierung
  • Nachteil: Hinweise zur Fruchtfolge und dem Fruchtwechsel müssen zwingend beachtet werden

Achten Sie bei der Düngung auf die ausschließliche Verwendung von Kompost. Der im Sprachgebrauch oftmals auch als Humus bezeichnete Dünger weist einige essenzielle Unterschiede zu dem homogenen Gemisch auf. Details zu den Zusammenstellungen und den jeweiligen Effekten finden Sie in diesem Artikel .

Mischkultur im Topf

Tomate und Basilikum in einem Topf

Tomaten und Basilikum gehören zu den beliebtesten Pflanzpartnern für die Mischkultur im Topf.

Vor allem für Besitzer von Balkonen oder Terrassen, die nur geringe Platzmöglichkeiten besitzen, ist die Mischkultur im Topf eine ideale Anbaumethode. Die einzelnen Pflanzgefäße werden je nach Größe hierzu mit maximal drei verschiedenen Sorten bepflanzt. Idealerweise erfolgt die Zusammenführung einer Gemüseart mit einem Kraut oder einer Blühpflanze. Neben den bereits vorgenannten positiven Effekten auf das allgemeine Wachstum sorgen die enthaltenen Duftstoff in den Kräutern und Blumen für eine natürliche Schädlingsabwehr und Nützlingsanziehung.

Beliebte Kombinationen sind:

  • Tomate und Basilikum
  • Gurke und Dill
  • Paprika und Ringelblume
  • Erdbeere und Tagetes
  • Kartoffel und Kapuzinerkresse
  • Salat und Kerbel
  • Kohl und Rosmarin