Thymian Majoran

Thymian und Majoran – zwei Kräuter aus der gleichen Familie

So wenig sich Thymian und Majoran im Garten miteinander vertragen, umso besser harmonieren sie, wenn Sie Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte damit abschmecken. Unterscheiden lassen sich die Gewürzpflanzen an den unterschiedlichen Blättern, Aromen und Blütenfarben.

Wichtige Unterscheidungsmerkmale zwischen Thymian und Majoran

  • Majoran – leicht duftiges, fast süßliches Aroma
  • Thymian – sehr würziger, herber Duft
  • Majoran – Blätter größer und rundlicher
  • Thymian – sehr schmale, spitz zulaufende Blätter
  • Majoran – weiße und rötliche Blüten
  • Thymian – violette Blüten

Vor allem an den Blättern können Sie recht gut unterscheiden, ob Sie Thymian oder Majoran vor sich haben. Majoran-Blätter sind größer als die von Thymian. Sie müssen vor dem Verbrauchen kleingehackt werden. Die Blätter von Thymian sind dagegen sehr klein und schmal. Sie lassen sich ganz einfach vom Stil reiben und müssen nicht zerkleinert werden.

Thymian ist winterhart und mehrjährig

Majoran wird in deutschen Regionen fast immer nur als einjähriges Würzkraut gepflanzt. Das Kraut ist nicht winterhart.

Thymian verträgt ebenso wie Oregano auch Minustemperaturen. Die Pflanze ist recht robust und kann mehrere Jahre im Garten gezogen werden.

Thymian und Majoran und ihre Verwendung in der Küche

Majoran kommt erst richtig in Kombination mit anderen Gewürzen wie beispielsweise Thymian oder Oregano zur Geltung.

Thymian hingegen lässt sich auch sehr gut als einziges Würzkraut in einer Speise verwenden. Es gehört genau wie der wilde Majoran, Oregano, in die Kräutermischung „Herbes de Provence“ und gibt allen mediterranen Speisen ein unverwechselbares Aroma.

Majoran ist hierzulande auch als „Wurstkraut“ bekannt. Es wird sehr gern für die Herstellung von Würstchen und Wurstwaren eingesetzt. Auf der Pizza wäre Majoran dagegen völlig fehl am Platz.

Im Garten anbauen

Es lohnt sich, beide Kräuter im Garten zu säen und frisch zu ernten. Allerdings sollten Sie beachten, dass die beiden Kräuter nicht direkt nebeneinanderstehen.

Auch sollten weder Thymian noch Majoran an einer Stelle gepflanzt werden, auf der beide Gewürze während der letzten drei Jahre bereits einmal gestanden haben.

Tipps & Tricks

Thymian wird anders als Majoran sehr gern als Badezusatz bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Dafür werden entweder getrocknete Blätter oder Thymian-Öl dem Badewasser beigegeben.

Text: Sigrid Hestermann

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