Majoran Oregano

Majoran oder Oregano – Worin liegt der Unterschied?

Majoran und Oregano - wenn sie im Garten wachsen, lassen sie sich gar nicht so leicht auseinanderhalten. Doch es gibt nicht nur einen Unterschied zwischen den beiden Pflanzen. Woran Sie erkennen, welches Würzkraut Sie in Ihrem Garten pflegen.

Majoran und Oregano gehören zur selben Pflanzengattung

Majoran und Oregano gehören beide derselben Pflanzengattung an, deren Obername Dost ist. Der lateinische Name für alle Unterarten lautet Origanum, dem der jeweilige Artenname angefügt wird.

Manchem Hobbygärtner fällt es nicht leicht, die beiden Pflanzen auseinanderzuhalten. Beide verströmen ein recht starkes Aroma, wenn die Blätter gerieben werden.

Die beiden Pflanzen unterscheiden sich in mehreren Punkten voneinander. So erkennen Sie, ob Sie Majoran oder Oregano vor sich haben.

Majoran (Origanum majorana):

  • Einjährig
  • Nicht winterhart
  • Würzig-süßliches Aroma
  • Milder im Geschmack
  • Glatte Blätter
  • „Wurstkraut“
  • Für Eintöpfe und deftige Gemüse- und Fleischgerichte

Oregano (Origanum vulgare):

  • Zweijährig
  • Winterhart
  • Herber Geschmack
  • Intensives Aroma
  • Beharrte Blätter
  • Für Pizza und mediterrane Gerichte

Oregano, der „wilde Majoran“

Oregano wird auch als „wilder Majoran“ bezeichnet, weil das Kraut nicht kultiviert wird, sondern in südlichen Regionen überall wild wächst. Majoran hingegen wurde für den Anbau in nördlichen Ländern kultiviert.

Majoran wird in der deutschen Küche in erster Linie für die Wurstherstellung eingesetzt. Die „Thüringer Bratwurst“ ist wohl das bekannteste Gericht, für das Majoran verwendet wird.

Oregano spielt vor allem in der mediterranen Küche eine große Rolle und ist zum Beispiel zusammen mit Thymian in der Würzmischung „Herbes des Provence“ immer enthalten.

Lieber Majoran oder Oregano aussäen?

Da von den Kräutern stets nur geringen Mengen benötigt werden, brauchen Sie nur wenige Pflanzen anzubauen. Es ist also kein Problem, beide Sorten im Garten zu pflanzen.

Für Majoran spricht, dass das Kraut recht schnell wächst und geerntet werden kann. Wenn Ihnen Oregano zu intensiv schmeckt, sind Sie mit Majoran besser bedient.

Oregano wächst etwas langsamer. Dafür ist die Pflanze winterhart, sodass Sie zwei Jahre Stängel für den Küchentisch ernten können. Wenn Sie gern italienische oder griechische Gerichte auf den Tisch bringen, ist Oregano unverzichtbar.

Einsatz in der Naturheilkunde

Es gibt zwischen Majoran und Oregano nicht nur Unterschiede. Sie ähneln sich bis auf die Winterhärte im Anbau und werden bereits seit der Antike als Heilpflanzen eingesetzt.

Ihre Heilwirkung besteht aus den ätherischen Ölen, die bei Verdauungsproblemen wie Durchfall und Blähungen eingesetzt werden. Die Kräuter sollen bei Appetitlosigkeit ebenfalls wirksam sein.

Im Unterschied zu Majoran wird Oregano auch als Heilmittel bei Erkrankungen der Atemwege genutzt. Außerdem lassen sich damit Entzündungen im Mund- und Rachenraum behandeln.

Tipps & Tricks

Für erfahrene Hobbygärtner liegt der Unterschied zwischen Majoran und Oregano darin, dass Majoran sehr gern von Schnecken besucht wird, während sie um Oregano einen Bogen machen.

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