Kerbel und Koriander – Verwechslungsgefahr Adé

Kerbel und Koriander: Scheinbar zum Verwechseln ähnlich - jedenfalls für Laien. Damit Sie in Zukunft genau wissen, ob es sich um Kerbel oder Koriander handelt, hier Bestimmungsmerkmale von beiden Kräutern im Vergleich.

Kerbel Koriander

Äußere Merkmale im Vergleich

Ähnlich wie bei Kerbel und Petersilie , werden Kerbel und Koriander miteinander verwechselt. Doch dieser Unterschied fällt ins Auge: Die Blätter vom Kerbel sind gefiedert und erinnern an den Farn aus dem Wald. Die Blätter vom Koriander sind dreilappig und der Blattrand mit den Einkerbungen weist Rundungen, aber keine Spitzen – im Gegensatz zum Kerbel – auf.

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Worin diese beiden Kräuter schwer zu unterscheiden sind, sind ihre Blüten. Wenn Sie Koriander und Kerbel angebaut haben und bis zur Blüte warten, werden Sie bei beiden Kräutern strahlend weiße Doldenblüten sehen.

Gut zu unterscheiden sind die Samen der Zwei. Während die Samen vom Koriander kugelrund und hellbraun sind, sind die Samen vom Kerbel schwarz und länglich-schmal. Weiterhin sind die Samen von Koriander Dunkelkeimer und die Samen vom Kerbel Lichtkeimer.

Reine Geschmackssache…

Es gibt viele Menschen, die Koriander nicht mögen. Für die Einen riecht er bereits abstoßend. Andere widerrum lieben seinen moschusartig-zitronigen Geruch. Kerbel riecht anders. Sein Geruch kann als fenchel-anisartig und süßlich beschrieben werden. Die Geschmäcker der beiden Küchenkräuter sind ebenfalls unterschiedlich und ihrem Geruch sehr ähnlich.

Unterschiede hinsichtlich der Verwendung

Der Koriander ist sowohl für sein Kraut als auch für seine Samen zum Würzen von Speisen bekannt. Aus der asiatischen Küche ist er nicht wegzudenken. Er bereichert Gemüse- und Reisgerichte, Saucen und Salate. Neben dem Würzen von Speisen wird er zum Ausleiten von Schwermetallen aus dem Gehirn verwendet, da er die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann.

Vom Kerbel wird hauptsächlich das Kraut in der Küche in frischer oder nach dem Gefrieren wieder aufgetauten Form verwendet. Er dient unter anderen zum Würzen von:

  • Saucen
  • Eintöpfen
  • Eiern
  • Schmortomaten
  • Suppen
  • Gemüsegerichten
  • Fleisch wie Lamm und Geflügel

Tipps & Tricks

Beide Kräuter sollten nach der Ernte nicht getrocknet, sondern lieber eingefroren oder sofort verwendet werden. Ansonsten verlieren sie stark an Aroma.

KKF

Text: Burkhard

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