Tropaeolum majus
Die leuchtenden Blüten der Kapuzinerkresse schmecken würzig herb

Kapuzinerkresse: Pflanzen und pflegen

Wenn von der "Kapuzinerkresse" die Rede ist, meinen die meisten Menschen die essbare Große Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum majus), wobei es noch ein paar andere, sehr interessante Arten für Balkon und Garten gibt. Die leicht zu kultivierende Tropaeolum majus ist in den Gärten und auf Balkonen jedoch die am weitesten verbreitete Varietät der Gattung, weshalb Sie mit diesem Artikel eine ausführliche Anleitung für die Pflanzung und Pflege erhalten - und am Ende natürlich eine Auflistung die schönsten Arten und Sorten finden.

Herkunft und Verbreitung

Die Große Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum majus) stammt aus Mittel- und Südamerika, wo sie vornehmlich und Brasilien und Peru, aber auch in Chile und Bolivien wild wächst. Sie ist der wahrscheinlich bekannteste Vertreter aus der rund 90 Arten umfassenden Pflanzenfamilie der Kapuzinerkressegewächse (bot. Tropaeolaceae), wobei es sich um die hierzulande verwendete Gartenform um eine Hybride handelt. Die Wildform gilt in ihrer Heimat wegen ihrer antibakteriellen Inhaltsstoffe als Heilpflanze, weshalb sie auch bei uns 2013 zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürt wurde.

Verwendung

Bei der Kapuzinerkresse handelt es sich um eine Kletterpflanze, die dank ihrer langen und dicht belaubten Ranken sich wunderbar als Sichtschutz sowie zur Begrünung von Pergolen und Gartenzäunen eignet. Die Pflanze wächst zuverlässig und rasch an jeder Kletterhilfe empor – und zwar sowohl in die Höhe als auch in die Breite. Pflanzen Sie die Art direkt ins Beet oder in einen Blumenkasten bzw. -kübel, wobei sich mit den verschiedenfarbigen Sorten hübsche Arrangements auf dem Balkon oder im Blumenbeet gestalten lassen. Besonders hübsch wirkt etwa eine Pflanzung in ein an die Terrasse gestelltes Hochbeet, in das Sie eine Rankhilfe installiert haben – auf diese Weise erhält Ihr Lieblingsplatz im Garten eine grüne Sichtschutzwand. Ohne Rankhilfe gepflanzt, macht die Große Kapuzinerkresse zudem in Blumenampeln – mit herabhängenden Trieben – oder als Bodendecker eine gute Figur. Doch Vorsicht: Die Pflanzen nehmen jede Möglichkeit zum Klettern wahr!

Des Weiteren können Sie die Heil- und Küchenpflanzen zur Abwehr von Schädlingen und Krankheiten auch ins Gemüsebeet pflanzen, insbesondere in Anpflanzungen mit länger wachsenden Kulturen wie etwa Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Sellerie, Rettich, Bohnen, Erbsen, Gurken oder Fenchel. Außerdem wirkt eine Pflanzung an Apfel- und Pfirsichbäumen sowie im Rosenbeet einem Läusebefall entgegen.

Nutzung als Küchenkraut und Heilpflanze

Als Heilmittel verwenden die Ureinwohner Südamerikas die Kapuzinerkresse bereits seit vielen Jahrhunderten. Vor allem bei Erkältungen, Bronchitis sowie Infektionen der Harnwege soll der Aufguss helfen, allerdings wirkt ein übermäßiger Verzehr aufgrund der enthaltenen Scharfstoffe schnell reizend auf den Magen-Darm-Bereich. Aus diesem Grund sollten Sie die scharf und würzig schmeckenden Blätter und Blüten der Pflanze auch in der Küche nur sparsam verwenden, beispielsweise für Salate, Saucen oder Kräuterbutter. Auch als Brotbelag schmeckt die Kapuzinerkresse hervorragend. Noch geschlossene Blütenknospen sowie unreife Früchte legen Sie dagegen in Kräuteressig ein und verwenden Sie als schmackhaften Kapernersatz. Des Weiteren lässt sich ein Sud aus frischen Blättern und Blüten für die Haarpflege nutzen, etwa als Spülung für duftendes Haar.

Aussehen und Wuchs

In ihrer südamerikanischen Heimat wächst die Kapuzinerkresse mehrjährig. Bei uns hingegen übersteht die Pflanze die kalten und nassen Winter nicht, weshalb sie mit dem Einzug des ersten Frostes eingeht. Ihre Samen allerdings überstehen die kalte Jahreszeit in der Regel ohne Probleme, so dass im kommenden Frühjahr an derselben Stelle neue Pflanzen keimen. Die Große Kapuzinerkresse wächst kriechend und bildet lange Ranken aus, die durchaus Längen von drei bis fünf Metern erreichen können. Daher eignet sich die Art sehr gut als Bodendecker, strebt allerdings bei jeder Gelegenheit in die Höhe. Die Pflanze bildet runde, dünne Stängel aus, an denen die Blätter und Blüten in etwa 20 Zentimetern Höhe aufrecht stehen.

Blätter

Die großen, schildförmigen Blätter der Großen Kapuzinerkresse haben einen glatten Rand und sind je nach Sorte hell- bis dunkelgrün gefärbt. Charakteristisch sind auch die neun deutlich erkennbaren Blattadern, die sich strahlenförmig vom Zentrum ausbreiten. Ebenfalls typisch für die Art ist der so genannte Lotuseffekt, bei dem auf die Blätter auftreffendes Wasser einfach abperlt. Die scharf und würzig schmeckenden Laubblätter sind frisch und roh als Würzkraut verwendbar und schmecken beispielsweise fein geschnitten in Kräuterbutter, Quark oder Salat. Junge und helle Blätter sind deutlich milder im Geschmack als älteres und dunkleres Laub.

Blüten und Blütezeit

Ihren Namen verdankt die Kapuzinerkresse den Kapuzinermönchen, deren Gewänder mit den bezipfelten Kapuzen den großen, auffälligen Blüten mit dem ausgeprägtem Sporn entfernt ähneln. Die Blütenkelche sind zumeist leuchtend rot, orange oder gelb gefärbt und können zudem einfarbig oder auch gemustert sein. Sie zeigen sich zwischen Juli und Oktober und erscheinen dekorativ als Einzelblüten an den langen Ranken. Auch die Blüten haben ein scharfes, an den Geschmack von Senf erinnerndes Aroma, sind jedoch etwas milder als die Blätter. Sie eignen sich sehr gut für die Dekoration von Salaten oder Desserts, doch Vorsicht: Im Inneren verstecken sich Ohrwürmer gern, die Sie sicherlich nicht mit verspeisen möchten. Schütteln Sie die Blüten nach dem Pflücken vorsichtig, dann fallen die Tierchen heraus. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, die die Kapuzinerkresse als Nahrungspflanze sehr anziehend finden.

Früchte

Nach der Blüte bildet die Große Kapuzinerkresse einsamige Spaltfrüchte aus, die recht groß sind und die im unreifen Zustand als falsche Kapern ebenfalls essbar sind. Im ausgereiften Zustand können Sie sie trocknen und mahlen – sie ergeben ein leicht scharfes Würzpulver für Suppen, Saucen und Eintöpfe. Vorsicht bei der Freilandkultur im Garten: Kapuzinerkresse sät sich – obwohl die Pflanze an sich nicht winterhart ist – gerne selbst aus, so dass Sie im nächsten Frühjahr durchaus mit zahlreichen Sämlingen überrascht werden können.

Giftigkeit

Die Große Kapuzinerkresse ist nicht giftig, sondern kann stattdessen sogar als Würz- und Heilkraut verwendet werden. Dies gilt jedoch nicht für alle Arten der Gattung, die wiederum vielleicht nicht unbedingt giftig, aber dennoch nicht essbar sind. Traditionell als Nahrungspflanzen werden nur Tropaeolum majus und Tropaeolum tuberosum genutzt.

Welcher Standort ist geeignet?

Die Kapuzinerkresse gehört zu den sonnenliebenden Sommerblühern und gedeiht an einem geschützten, sonnigen Standort im Beet bzw. auf dem Balkon am besten. Die Lichteinstrahlung hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Leuchtkraft ihrer Blütenfarben sowie auf die Anzahl der Blüten: Sie bildet umso mehr Blüten aus, je sonniger sie steht – zudem bekommen diese umso kräftigere Farben, während im Halbschatten und Schatten kultivierte Exemplare hauptsächlich Blätter und nur wenige, blass bleibende Blüten entwickeln.
weiterlesen

Boden / Substrat

Viele Blätter, aber nur wenig Blüten entwickelt die Kapuzinerkresse zudem in nährstoffreicher Erde. Setzen Sie sie daher in einen nur mäßig humosen Boden, möglichst mit einem höheren Anteil an Lehm und / oder Sand. Dieser sollte gut durchlässig sein, da die Pflanze – wie so viele – keine Staunässe verträgt. Als Substrat für eine Topfkultur verwenden Sie eine auf Humus basierende Pflanz- oder Blumenerde, die Sie mit etwas Sand abmagern können.

Aussaat / Vorziehen

Im Blumenbeet sät sich die bei uns nur einjährige Kapuzinerkresse in der Regel selbst aus. Daneben können Sie die Pflanzen zwischen Februar und April auf der Fensterbank vorziehen, was am besten wie folgt funktioniert:

  • Samen einige Stunden in warmem Wasser quellen lassen
  • Anzuchttöpfe mit nährstoffarmem Substrat füllen
  • erbsengroße Samen zwei bis drei Zentimeter tief hineingeben
  • mit Erde bedecken – Dunkelkeimer
  • an hellen, aber nicht direkt sonnigen Platz bei Zimmertemperatur pflegen
  • Substrat gleichmäßig feucht halten
  • gespannte Luft (Abdeckung durch Folie o. ä.) fördert die Keimung
  • Keimung erfolgt nach zwei bis drei Wochen
  • Auspflanzen ins Beet ab Ende Mai nach den letzten Spätfrösten möglich

Vorgezogene Kapuzinerkresse blüht zwar schneller, allerdings können Sie die Samen ab Mai auch direkt ins Beet bzw. den Pflanzkübel ausbringen. Die Pflanzen wachsen sehr schnell, so dass ein Vorziehen nicht unbedingt notwendig ist. Die Aussaat ist bis Ende Juni möglich.

Kapuzinerkresse gießen

Der Wasserbedarf der Kapuzinerkresse hängt ganz konkret von ihrem Standort ab: Je sonniger und wärmer die Pflanze steht, desto mehr Wasser benötigt sie – zumal die Art wegen der großen Blattmasse viel Feuchtigkeit verdunstet und deshalb von vornherein einen recht hohen Wasserbedarf hat. Kübelpflanzen sollten Sie daher in den Sommermonaten täglich gießen, sofern es trocken ist und nicht regnet. Bei Wassermangel lässt die Pflanze sofort die Blätter hängen. Gießen Sie zudem immer von unten und niemals über die Blüten, da diese dann abfallen.

Kapuzinerkresse richtig düngen

Eine Düngung sollte auch bei Kübelpflanzen unterbleiben, da ein Übermaß an Nährstoffen lediglich das Blattwachstum anregt – zu Lasten des Blütenreichtums.
weiterlesen

Kapuzinerkresse richtig schneiden

Zu lange Ranken sowie verblühte Triebe können Sie mit einer scharfen und sauberen Schere abschneiden. Insbesondere das Entfernen der Blüten verlängert die Blütezeit, so dass Sie sich bis weit in den Herbst hinein an den bunten Farben erfreuen können. Für die Gewinnung von Samen lassen Sie einfach einige wenige Blüten an der Pflanze und ernten die reifen Früchte im Herbst.

Kapuzinerkresse vermehren

Im frühen Herbst können Sie Stecklinge schneiden, die sich sehr schnell bewurzeln. Allerdings müssen Sie diese überwintern und erst im folgenden Frühjahr auspflanzen.
weiterlesen

Überwintern

Zwar ist eine frostfreie, aber kühle Überwinterung (etwa in einem unbeheizten Wintergarten) der nicht winterharten Kapuzinerkresse grundsätzlich möglich, allerdings aufgrund der unkomplizierten Anzucht der Pflanze wenig sinnvoll. Die Pflege während der Wintermonate ist aufwändiger als eine jährliche Neuaussaat, zumal sich bei der Überwinterung gern Schädlinge und Krankheiten einnisten.
weiterlesen

Krankheiten und Schädlinge

Mit ihren Senfölen wehrt sich die Große Kapuzinerkresse sehr erfolgreich gegen viele Pilze und Schädlinge, weshalb Sie sie gut als vorbeugende Maßnahme ins Blumen- und Gemüsebeet pflanzen können. Nichtsdestotrotz ist die Pflanze beliebt bei Blattläusen (und halten die Tierchen etwa von den Rosen fern) sowie beim Großen Kohlweißling, der seine Eier gern an den Blättern ablegt. Ein Raupenbefall zeigt sich durch die typischen Fraßspuren.

Tipps

Gelbe Blätter sind, sofern sie nur vereinzelt auftreten, normal und werden einfach abgezupft. Treten die Verfärbungen hingegen verstärkt auf, so ist dies oft ein Hinweis auf zu viel oder zu wenig Wasser.

Arten und Sorten

Es gibt rund 90 verschiedene Arten der Gattung Kapuzinerkresse, wobei lediglich fünf Arten als Zierpflanzen kultiviert werden. Für den Anbau in Balkonkasten und Topf eignen sich vor allem die verschiedenen Sorten der Kleinen Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum minor), da sie nur etwa 30 Zentimeter hoch wird und ein eher buschiges Wachstum aufweist. Tropaeolum majus, die Große Kapuzinerkresse, ist dagegen die bekannte essbare Art. Diese entwickelt allerdings bis zu drei Meter lange Ranken und sollte daher besser einen Platz im Garten erhalten. Weitere Arten und ihre Sorten stellen wir Ihnen an dieser Stelle ausführlicher vor.

Große Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum majus)

Die schnellwachsende Art hat ihre Heimat in den Wäldern Brasiliens und Perus, ist aber auch hier schon lange in Kultur. Die Große Kapuzinerkresse wächst buschig oder kriechend, je nachdem, wie sie gezogen wird. Ohne Rankhilfe wird die Pflanze lediglich etwa 50 Zentimeter hoch, mit Rankmöglichkeit – etwa einer Mauer oder einem Zaun – erreicht sie bei guten Wachstumsbedingungen bis zu drei Meter Höhe. Die verschiedenen Sorten blühen meist gelb, orange oder rot. Es gibt aber auch zwei- bis mehrfarbige Varietäten, wobei die Blütenfarbe in der Regel witterungsabhängig ist: Bei kühlen Temperaturen und wenig Sonne bleiben die Farben blass. Sie erhalten ihre Leuchtkraft erst bei sommerlich warmen Temperaturen und viel Sonnenlicht. Sowohl die Blätter als auch die Blüten der Art sind essbar, zudem können Sie die Knospen sowie die unreifen Früchte als falsche Kapern eingelegen. Die Art ist einjährig und stirbt am Sommerende ab, ihre Samen allerdings überwintern und keimen im nächsten Frühjahr von ganz allein.

Beliebte Sorten sind beispielsweise:

  • ‚Alaska Mix‘: mehrfarbige Blüten, weiß panaschierte Blätter
  • ‚Bunte Juwelen‘: mehrfarbige Mischung mit gekräuselten Blüten
  • ‚Cherry Rose‘: kirschrote Blüten
  • ‚Cream Troika‘: hellgelbe Blüten mit dunklen Flecken
  • ‚Jewel of Africa‘: Mischung aus verschiedenfarbigen Blüten
  • ‚Lachs‘: lachsfarbene Blüten
  • ‚Milkmaid‘: hellgelbe Blüten
  • ‚Moonlight‘: hellgelbe Blüten
  • ‚Night and Day‘: blüht zweifarbig weiß und dunkelrot
  • ‚Orange Troika‘: leuchtend orangefarbene Blüten
  • ‚Orchid Flame‘: gelb-rot gemusterte, an Orchideen erinnernde Blüten
  • ‚Scharlachglanz‘: halbgefüllte, leuchtend rote Blüten
  • ‚Variegated Queen‘: verschiedenfarbige Mischung mit gesprenkeltem Laub

Die Unterart Tropaeolum majus ‚Nanum‘ bleibt mit rund 30 Zentimetern Wuchshöhe niedrig und rankt nicht. Sie eignet sich sehr gut für Töpfe und andere Pflanzgefäße auf dem Balkon oder der Terrasse.

Kleine Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum minor)

Die in Peru und Ecuador beheimatete Kleine Kapuzinerkresse wächst eher buschig und wird etwa zwischen 30 und 59 Zentimeter hoch. Ihre Triebe ranken nicht. Die zumeist in Gelb- und Rottönen blühenden Blüten zeigen sich zwischen Juni und September und schmücken sonnige bis helle halbschattige Standorte auf dem Balkon oder der Terrasse. Im Schatten wachsen die Pflanzen nicht.

Beliebte Sorten sind beispielsweise:

  • ‚Black Velvet‘: dunkelviolette Blüten mit gelber Mitte
  • ‚Gartenjuwel‘: verschiedenfarbige Mischung mit leuchtenden Farben
  • ‚Kaiserin Viktoria‘: samtrote Blüten
  • ‚Orientzauber‘: tiefsamtrote Blüten
  • ‚Peach Melba‘: pfirsichfarbene Blüten mit dunklerer Mitte
  • ‚Sangria‘: schöne, kräftig rote Blüten
  • ‚Sonnenteppich‘: leuchtend gelbe Blüten
  • ‚Tip Top Scarlet‘: zahlreiche feuerrote Blüten
  • ‚Vesuvius‘: lachsfarbene Blüten
  • ‚Whirlybird‘: verschiedenfarbige Mischung aus roten und gelben, halbgefüllten Blüten

Kanarische Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum peregrinum)

Diese auch als „Kanarienvogel-Kapuzinerkresse“ bezeichnete Art stammt aus Mittelamerika und trägt ihren Namen nicht ohne Grund: Die gelben Blüten sind durch auffallend große, am Rande geschlitzte Kronblätter gekennzeichnet und wirken daher wie Vogelflügel. Die in ihrer Heimat ausdauernde Art ist nicht winterhart und wird daher bei uns nur einjährig kultiviert. Die kletternden Ranken werden bis zu zwei Meter hoch und benötigen ein Rankgerüst bzw. eine andere Kletterhilfe. Die schnellwüchsige Kletterpflanze eignet sich zum Begrünen von Pergolen und Drahtgeflechten, kann aber auch in Hängekörben, Blumenampeln oder in Töpfen gezogen werden. Eine beliebte Sorte ist die ‚Goldranke‘ mit ihren leuchtend goldgelben Blüten.

Knollige Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum tuberosum)

Die auch als „Mashua“ bezeichnete Art wächst vornehmlich in Peru und Bolivien und dient der dortigen Bevölkerung zum Teil als Nahrungsquelle, da die Knollen der Pflanze – gekocht oder geröstet – essbar sind. Bei uns wird die Knollige Kapuzinerkresse nur selten angebaut, kann aber ähnlich wie Dahlien kultiviert werden: Graben Sie die Knollen vor dem ersten Frost aus und lagern Sie sie an einem dunklen und kühlen Ort, um sie im nächsten Frühjahr wieder einzupflanzen. Bei der Art handelt es sich um eine Kletterpflanze, deren schnellwachsende Ranken bis zu vier Meter hoch reichen und eine Kletterhilfe benötigen.

Dreifarbige Kapuzinerkresse (bot. Tropaeolum tricolor)

Tropaeolum tricolor, die Dreifarbige Kapuzinerkresse oder auch Chilenische Kapuzinerkresse, ist eine mehrjährige Pflanzenart aus der Familie der Tropaeolaceae. Die Art ist endemisch in Chile, wo sie im Nebelwald der Küstenberge Nordchiles in 300 bis 900 Metern Höhe sowie weiter südlich in den gemäßigten Wäldern im Landesinneren wächst. Die Knollen sind bis etwa minus acht Grad Celsius winterhart und vertragen kurzfristig auch eine Schneedecke. Das auffälligste Merkmal der Kletterpflanze sind ihre zahlreich ausgebildeten – wie der Name schon andeutet – dreifarbigen Blüten in rot, gelb und blau.

Text: Ines Jachomowski

Beiträge aus dem Forum

  1. zaizai
    Geranium
    zaizai
    Stauden
    Anrworten: 0
  2. Kauka
    orchideen
    Kauka
    Andere Garten- und Pflanzenthemen
    Anrworten: 1
  3. Moca
    Frage?
    Moca
    Zierpflanzen
    Anrworten: 2