Kapuzinerkresse – so gelingt die Aussaat

Kapuzinerkresse ist nicht nur sehr dekorativ, pflegeleicht und schmackhaft, sie ist auch ein beliebtes Heil- und Hausmittel bei Erkrankungen der oberen Atemwege und Harnwegsinfekten. Ein hübscheres Mittel gegen Blasenentzündung werden Sie wohl kaum finden können.

Kapuzinerkresse Aussaat
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Das richtige Gießen

Damit die Kapuzinerkresse üppig wachsen und ranken kann, benötigt sie reichlich Wasser. Trotzdem sollte Staunässe vermieden werden, die mag sie nämlich gar nicht. Viel Dünger zu geben ist vielleicht gut gemeint, bewirkt aber nur, dass die Kapuzinerkresse zahlreiche Blätter bildet und kaum blüht. Ein wenig Kompost im Frühjahr ist völlig ausreichend.

Kapuzinerkresse im Winter

Kapuzinerkresse ist nicht winterhart. Oft wird sie nur einjährig angebaut. Wenn der erste Frost sie verfrieren lässt, dann muss man sie eben im nächsten Frühjahr neu aussäen. Sie können Ihre Kapuzinerkresse jedoch auch an einem frostfreien hellen Standort überwintern lassen. Allerdings benötigen Sie dafür viel Platz. Es lohnt sich vor allem bei besonderen Sorten oder bei Kübelpflanzen.

Möchten Sie im nächsten Jahr die gleiche Sorte Kapuzinerkresse haben, können ihr aber keinen geeigneten Winterplatz bieten, dann sammeln Sie Samen dieser Pflanze und säen diese im Frühjahr aus oder setzen Sie Stecklinge. Stecklinge sind praktisch Klone, Samen sind dagegen nicht identisch mit der Mutterpflanze.

Krankheiten der Kapuzinerkresse

Der größte Feind der Kapuzinerkresse ist die Blattlaus, darunter hat sie sehr zu leiden. Auch die Raupe des Kohlweißlings setzt ihr sehr zu. Beide können Sie auch biologisch bekämpfen, so dass Sie die Kapuzinerkresse auch später noch verzehren können.

Die Ernte der Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse lässt sich vielfältig verwenden. Die ausgegrabene Knolle können Sie gekocht genießen. Schon die jungen Blätter können Sie ernten und als würzige Beigabe zu Ihrem Salat geben oder auch als Brotbelag verwenden. Die dekorativen Blüten sind ebenfalls essbar und eignen sich hervorragend für die Zubereitung einer Blütenbutter, als essbare Dekoration eines Büfetts oder für Salate.

Die Knospen der Kapuzinerkresse werden gern als Ersatz für Kapern eingelegt. Kochen Sie dafür die gewaschenen Knospen in einer Brühe aus Essig, Wasser und Salz auf und füllen Sie diese Mischung noch heiß in ein sauberes Schraubglas. Dieses verschließen Sie sofort fest, dann sind die “falschen” Kapern einige Monate haltbar.

Auch die Blüten der Kapuzinerkresse können Sie in Essig einlegen, um sie haltbar zu machen. Diese werden jedoch nicht gekocht, sondern roh eingelegt. Achten Sie darauf, dass die Blüten vollständig mit Essig bedeckt sind, damit sie nicht schimmeln. Verwenden Sie einen milden Apfelessig, er harmoniert gut mit dem Geschmack der feinwürzigen Blüten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • reichlich gießen
  • Staunässe meiden
  • großer Platzbedarf
  • Rankhilfe
  • nicht winterhart
  • Blätter, Knolle, Knospen und Blüten essbar

Tipps & Tricks

Wenn Sie Teile Ihrer Kapuzinerkresse in der Küche verwenden, dann verzichten Sie auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.

UE

Text: Ursula Eggers

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