Die Samen der Kapuzinerkresse

Die Kpuzinerkresse ist nicht nur sehr dekorativ und schmackhaft, sie verfügt auch über heilkräftige Inhaltsstoffe, die gern gegen Entzündungen der oberen Atemwege oder bei Harnwegsinfekten eingesetzt werden. Essbar sind die Blätter, Knospen, Blüten und Samen der Pflanze.

Kapuzinerkresse Samen

Woher bekommt man Samen für Kapuzinerkresse?

Die Samen der Kapuzinerkresse können Sie im Supermarkt oder in Gärtnereien kaufen, aber auch im Versandhandel oder im Internet bestellen. Wenn Sie allerdings eine spezielle Sorte oder eine ungewöhnliche Blütenfarbe suchen, dann sollten Sie sich im Fachhandel umsehen. Dort finden Sie zum Beispiel auch Kapuzinerkresse mit schwarzen, weißen oder pinkfarbenen Blüten.

Kann man Kapuzinerkresse aus eigenen Samen ziehen?

Sie können Kapuzinerkresse relativ leicht aus eigenen Samen ziehen. Achten Sie beim Sammeln der Samen darauf, dass Sie diese gründlich trocknen, damit sie nicht zu schimmeln beginnen. Dunkel und trocken gelagert, können Sie die Samen dann bis zum nächsten Frühjahr aufbewahren.

Kapuzinerkresse aussäen

Sie können Kapuzinerkresse ins Freiland säen, direkt an den Standort, wo sie bleiben soll. Allerdings sollten Sie damit etwa bis Mitte Mai warten und erst nach den Eisheiligen säen, denn die Kapuzinerkresse ist nicht frosthart. Sie mag es gern sonnig und warm, verträgt jedoch auch Schatten.

Stecken Sie die Samen einzeln oder zu zweit in kleine Erdlöcher und bedecken Sie diese mit etwa einem bis zwei Zentimetern Erde. Während der Keimzeit halten Sie die Samen stets gut feucht. Nach ungefähr 10 bis 20 Tagen sollten die ersten Keimlinge zu sehen sein.

Sind die Samen der Kapuzinerkresse essbar?

Die Samen der Kapuzinerkresse sind essbar. Sie schmecken wie die anderen Teile der Pflanze würzig und leicht scharf. Wenn sie noch unreif und weich sind, können Sie die Samen als Kapernersatz einlegen, ebenso wie die ungeöffneten Knospen.

Kochen Sie die Samen in einer Brühe aus Essig, Salz und Wasser kurz auf. Füllen Sie diese Mischung noch heiß bis knapp unter den Rand in ein sauberes Twist-Off-Glas und verschließen Sie dieses sofort fest. Stellen Sie das Glas dunkel und kühl, dann sind Ihre “falschen Kapern” mehrere Monate oder gar Jahre haltbar.

Sie können die Samen aber auch ausreifen lassen und anschließend trocknen. Kühl, trocken und dunkel aufbewahrt halten sie sich einige Monate. Sie lassen sich hervorragend in einer Gewürzmühle oder einem Mörser zermahlen, dann können Sie damit Ihre Speisen lecker würzen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • essbar
  • würzig und leicht scharf
  • als “Kapernersatz” einlegen
  • Samen zum Aussäen gut trocknen

Tipps & Tricks

Aus den unreifen Samen können Sie mit geringem Aufwand sehr leckeren Kapernersatz herstellen.

Text: Ursula Eggers

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