So legen Sie einen Staudengarten richtig an – Tipps zur Planung und Pflanzung

Wenn Ihr Staudengarten im Wandel der Jahreszeiten prachtvoll gedeiht, haben Sie alles richtig gemacht. Auf dem Weg dorthin kommt es auf die richtige Vorarbeit, eine kluge Pflanzenauswahl und gekonnte Pflanztechnik an. Wie es gelingt, erfahren Sie hier.

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Rittersporn macht als Leitpflanze im Staudengarten eine gute Figur

Thema wählen und Plan erstellen – So geht es

Die lokalen Standortbedingungen bestimmen maßgeblich darüber, welche Stauden in Ihrem Garten gesund und vital gedeihen. Fest zementiert ist das gestalterische Thema für Ihren Staudengarten dennoch nicht. Vielmehr können Sie für alle Licht- und Bodenverhältnisse aus einem facettenreichen Fundus kreativer Leitmotive schöpfen. Die folgende Auslese stellt Ihnen populäre Beispiele vor:

  • Sonnige bis halbschattige Lage, frisch-feuchter Boden: naturnaher Staudengarten, abwechslungsreicher Bauerngarten
  • Sonniger Standort mit saurer Gartenerde: Heidegarten im trockenen Boden, Moorbeet-Garten im dauerfeuchten Boden
  • Vollsonniger Standort mit kiesig-trockenem Boden: Präriegarten, Steingarten, Japanischer Garten
  • Schattiger, feuchter Standort: Schattengarten mit Blattschmuck-Stauden und schattenverträglichen Blüten-Stauden

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Erstellen Sie eine genaue Plan-Skizze mit Angaben zu den spezifischen Standortqualitäten, um damit die Pflanzenauswahl zu koordinieren. Integrieren Sie weitere Gestaltungselemente in die Planung, wie kleine Wasserwelten, Sitzplätze oder eine Gartenlaube.

Auf die Mischung kommt es an – Tipps für eine kreative Sorten-Melange

Für jedes Gartenthema und jeden Lebensbereich steht ein riesiger Pool geeigneter Stauden bereit. Damit Ihr Staudengarten nicht zu einem ungeordneten Sammelsurium aus Pflanzen gerät, empfehlen wir die folgende Strukturierung:

  • Leitstauden wählen als Gerüstgeber, wie majestätischer Rittersporn oder elegantes China-Schilf
  • Begleitstauden aussuchen, die mit den Leitstauden harmonieren, wie Sonnenhut oder Lampenputzergras
  • Füllpflanzen als Lückenfüller und florale Überbrückung unterschiedlicher Blütezeiten, wie Purpurglöckchen
  • Zwiebelblumen als farbenfrohe Startsignale im Frühling, wie Schneeglöckchen oder Märzenbrecher

Ein Blütezeitenkalender stellt sicher, dass die Stauden einander nahtlos das florale Zepter weiterreichen. Als Faustregel hat sich eine Pflanzendichte von 6 bis 8 Stauden je Quadratmeter in der Praxis bewährt. Empfehlenswert ist eine Verteilung von 10 bis 15 Prozent Leitstauden, 30 bis 40 Prozent Begleitstauden sowie 50 bis 60 Prozent Füllstauden.

Stauden gekonnt pflanzen – Tipps zu Pflanzzeit und Pflanztechnik

Beste Pflanzzeit für Stauden ist der Herbst. Im sonnenwarmen Erdreich verwurzeln Jungpflanzen rasch, sodass sie im nächsten Frühling mit einem vitalen Wachstumsvorsprung an den Start gehen. Harken Sie den Boden gründlich durch, entfernen Steine, Wurzeln und Unkraut sorgfältig. Derweil stellen Sie die noch eingetopften Wurzelballen in Wasser. Mit der Planskizze in der Hand, legen Sie die Stauden zunächst im Garten aus, um das Erscheinungsbild zu begutachten.

Erfüllt das Arrangement der Pflanzen Ihre Erwartungen, heben Sie Pflanzgruben aus mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens. Darin pflanzen Sie die ausgetopften Stauden ein, drücken die Erde mit den Händen fest und gießen an.

Tipps

Bereiten Sie den Gartenboden für Ihren Staudengarten vor, beugen Sie schon jetzt lästigem Unkraut wirksam vor. Wer in dieser Phase der Vorbereitung ein Unkrautvlies (28,90€ bei Amazon*) verlegt, wird sich später nur selten mit Löwenzahn, Giersch und Konsorten herumplagen.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Andrew Fletcher/Shutterstock

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