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Wer richtig plant, hat von Frühling bis Spätherbst einen blühenden Garten

Immerblühendes Gartenbeet anlegen – So gelingt es

Ein verschwenderisch blühendes Beet vom Frühling bis zum Herbst ist zum Greifen nah, wenn Sie den Pflanzplan richtig gestalten. Mit einer Kombination aus Zwiebelblumen, Blütensträuchern, Sommerblumen und Stauden verwirklichen Sie den Traum in Ihrem Garten. Diese Anleitung beleuchtet alle wichtigen Kriterien für ein immerblühendes Gartenbeet.

Dauerblühende Stauden – die Eckpfeiler im Gestaltungsplan

Die meisten Stauden sind geprägt durch eine recht kurze Blütezeit, die sich lediglich über wenige Wochen erstreckt. Einige ausgesuchte Arten und Sorten halten sich freilich nicht an diese Regel, sondern trumpfen auf mit einer lang anhaltenden Blütezeit. Als florales Rückgrat für ein immerblühendes Gartenbeet sind die folgenden Stauden wie geschaffen:

  • Sonnenbraut (Helenium), Blütezeit von Juni bis Oktober/November
  • Goldkörbchen (Chrysogonum virginianum), Blütezeit von Mai bis September
  • Großblütiges Mädchenauge (Coreopsis grandiflora), Blütezeit von Juni bis September
  • Spanisches Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus), Blütezeit von Mai bis Oktober
  • Freiland-Fuchsie (Fuchsia magellanica var. gracilis), Blütezeit von Juli bis Oktober

Eine Premium-Staude mit nicht enden wollender Blütezeit ist Storchschnabel (Geranium) mit unzähligen Sorten in bezaubernden Farben. Von Juli bis zum ersten Frost schieben sich immer neue Blüten hervor, was Hummeln, Bienen und andere Insekten sehr zu schätzen wissen.

Blütenreicher Frühstart – so geht es mit Zwiebelblumen und Ziergehölze

Bis Ihre Stauden ab April in ihrer ganzen Pracht erstrahlen, übernehmen Frühblüher im Gartenbeet das florale Zepter. Gestalten Sie daher den Pflanzplan nicht ohne Zwiebelblumen, wie Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen und Narzissen. Frühlingssträucher, wie Zwergmandel (Prunus tenella), Goldglöckchen (Forsythia x intermedia), Sternmagnolie (Magnolia stellata) und Zaubernuss (Hamamelis intermedia) begeistern mit verschwenderischem Blütenflor und fungieren zugleich als optischer Gerüstgeber.

Einjährige Sommerblumen – Blütensprinter füllen florale Lücken

Runden Sie die Beetgestaltung ab mit einjährigen Sommerblumen, ist ein pausenloses Blütenfestival garantiert. Zwischen Aussaat und dem Beginn der Blütezeit vergeht nur kurze Zeit, sodass kleine Lücken im Handumdrehen geschlossen sind. Paradebeispiele für sommerliche Farbenpracht sind Ringelblumen (Calendula officinalis) und Löwenmäulchen (Antirrhinum majus), die uns von Ende Mai bis Oktober erfreuen.

Öfterblühende Rosen – königliche Dauerblüte von Juni bis Dezember

Betreten Rosen die sommerliche Gartenbühne, sollte es sich um moderne Beet- und Kleinstrauchrosen handeln. Im Gegensatz zu historischen Rosensorten, erblühen neue Züchtungen in mehreren Schüben von Juni bis Dezember. Damaszener-Rosen prahlen mit üppig gefüllten Blüten in faszinierenden Rot-Nuancen. Damit Hummeln und Bienen im Beet nicht leer ausgehen, kombinieren Sie einfach blühende Bodendecker-Rosen, wie die Sorte ‚Sternenflor‘ dazu.

Gestalten Sie Rosen gemeinsam mit Bertramsgarben (Achillea ptarmica), Duftnesseln (Agastache) und Herbst-Anemonen (Anemone Japonica). Diese Stauden haben sich als standesgemäßes Fußvolk für die Königin der Blumen herauskristallisiert.

Tipps

Im Winter auf bunte Farbtupfer im Gartenbeet zu verzichten, kommt für den findigen Hobbygärtner nicht infrage. Als die ungekrönte Winterkönigin erstrahlt die einheimische Christrosen (Helleborus niger) von November bis März in ihrem malerischen Blütenkleid. In milden Lagen gesellen sich die rosa-weißen Blütenköpfchen vom Winterschneeball (Viburnum) dazu.

Artikelbild: Just Jules/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

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