Tigerlilie
Die Tigerlilie wird bis zu zwei Meter hoch

Lilien

Ihre florale Schönheit bewegt sich auf Augenhöhe mit Rosen. Aus gutem Grund gelten Lilien als die Aristokratinnen der Zwiebelblumen, denn ihre sommerliche Blütenfülle raubt uns den Atem. Welche gärtnerischen Maßnahmen ein üppiges Gedeihen dieser legendären Blumen ermöglichen, erfahren Sie hier.

Lilien richtig pflanzen

Wenngleich Lilien-Arten sich im Habitus signifikant unterscheiden, verläuft die Pflanzung dieser Blumen nach einem ähnlichen Muster. In diesen Schritten gehen Sie vor:

  • Eine Pflanzgrube anlegen mit dem doppelten Volumen der Zwiebel
  • An der Sohle eine Drainage und darüber einen kleinen Erdhügel anlegen
  • Die Lilien-Zwiebel mit der Spitze aufwärts einsetzen und gießen

Die Blumen kommen in kleinen Gruppen ganz wunderbar zur Geltung. Wählen Sie in diesem Fall einen Pflanzabstand von 30 Zentimetern.
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Pflegetipps

Das opulente Blütenfestival von Lilien basiert auf diesen fundamentalen Aspekten der Pflege:

  • Die Blumen niemals austrocknen lassen
  • Von März bis Juli alle 8-14 Tage organisch düngen mit Kompost, Hornspänen oder Guano
  • Mulchen mit Rasenschnitt und Torf oder eine Unterpflanzung setzen
  • Lilien regelmäßig ausputzen
  • Vor dem ersten Frost bodennah abschneiden und mit Nadelreisig bedecken

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Welcher Standort ist geeignet?

Die Wahl des Standortes trägt maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf von Wachstum und Blütenfülle bei. Diese Kriterien sollten erfüllt sein:

  • Sonnig bis halbschattig
  • Geschützt vor prasselndem Regen und heftigem Wind
  • Humoses Erdreich, frisch-feucht, gut sickerfähig und locker

Die edlen Blumen entwickeln ihr Optimum mit einem kühlen Fuß und sonnig-warmen Kopf. Idealerweise erlaubt die gewählte Lage, die Lilien mit einer Unterpflanzung zu versehen aus niedrig wachsenden Polsterstauden.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Die beste Zeit, um Lilien zu pflanzen sind die Herbstmonate September und Oktober. Wer diesen Termin verpasst, wählt als Pflanzzeit für die Blumen und Zwiebeln das Frühjahr während der Monate April und Mai. Als einzige Ausnahme pflanzen Sie Madonnen-Lilien im August.
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Wann ist Blütezeit?

Die Gattung der Lilien umfasst mehr als 100 Arten, die hinsichtlich ihrer Blütezeit variieren. Klug kombiniert, zieren die farbenprächtigen Blumen den Garten während der gesamten Sommerzeit. Die Madonnen-Lilie setzt sich von Mai bis Juni in Szene, gefolgt von der Königs-Lilie im Juni und Juli. Das Finale gestaltet die Orient-Lilie mit einer Blütezeit von August bis September.
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Lilien richtig schneiden

Es gibt verschiedene Anlässe, um Lilien zu schneiden. Haben sich die ersten beiden Blüten geöffnet, dienen die Blumen als bezaubernder Vasenschmuck. Schneiden Sie an Lilien im Beet und Kübel regelmäßig die verwelkten Blütenköpfe heraus, trägt diese Umsicht zur Bewahrung der Vitalität bei. Zum letzten Mal im Jahr greifen Sie vor dem ersten Frost zur Schere, um die Blumen und Blätter bodennah zu kappen.
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Lilien richtig düngen

Düngen Sie Lilien von März bis Juli regelmäßig. Im Beet liefern Kompost und Hornspäne alle wichtigen Nährstoffe. Im Topf kommt ein Flüssigdünger für Blühpflanzen in Betracht oder ein Langzeitdünger in Stäbchenform.
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Krankheiten

Werden Lilien von einer Krankheit heimgesucht, handelt es sich häufig um die Fusarium-Welke, die Blattfleckenkrankheit oder Grauschimmel.
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Schädlinge

Rücken Schädlinge den Lilien zu Leibe, handelt es sich zumeist um das Lilienhähnchen. Der rot geflügelte Käfer und seine Larven fressen die Blumen im Handumdrehen kahl. Sammeln Sie die Plagegeister sogleich ab und brausen eine befallene Lilie sorgfältig ab.
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Überwintern

Damit Lilien im Garten sicher überwintern, schneiden Sie die Blumen bodennah zurück, sobald der Winter an die Pforte klopft. Als Schutz vor Nässe dient eine Abdeckung aus Tannenreisig, Stroh oder Schilf.
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Lilien vermehren

Lilien liefern Ihnen auf mehreren Wegen das Material für die Vermehrung. Eine Vielzahl an Arten entwickelt Brutzwiebeln an der Basis für die unkomplizierte Nachzucht. Bei älteren Blumen gedeihen mitunter Bulben in den Blattachseln. Nicht zuletzt enthalten die Kapselfrüchte zahlreiche Samen für die Aussaat.
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Die Vermehrungsmethoden

Wer nicht genug bekommen kann vom royalen Blumenrausch, vermehrt seine Lilie mithilfe dieser Methoden:

  • Aussaat der Samen
  • Brutzwiebeln von der Basis abschneiden
  • Achselbulben aus den Blattachseln herausschneiden

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Lilien im Topf

Pflanzen Sie Lilien im Topf prinzipiell mit einer Drainage über dem Wasserablauf. Als Substrat dient eine gute Kübelpflanzenerde, angereichert mit Moorbeeterde, Sand und Perlite. Aufgestellt am sonnigen, geschützten Standort, dürfen die Blumen weder dürsten noch hungern.
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Sind Lilien giftig?

Lilien sollten nicht in Reichweite von Kindern kultiviert werden. Die Zwiebeln enthalten giftige Stoffe, die bei Verzehr zu schweren gesundheitlichen Störungen führen.
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Ist die Lilie giftig für Katzen?

Zählen Sie eine oder mehrere Katzen zu Ihren Familienmitgliedern, raten wir von Lilien im Beet und Kübel ab. Von den Blumen geht speziell für Miezen eine tödliche Gefahr aus, da sie so gerne an Pflanzen herumknabbern.
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Lilienzwiebeln pflanzen

Um Lilienzwiebeln fachgerecht zu pflanzen, wählen Sie im Frühjahr oder Herbst einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ein frisch-feuchtes, humoses Erdreich mit ausgezeichnetem Wasserabzug schafft beste Voraussetzungen. Pflanzen Sie die Zwiebeln mit der Spitze gen Himmel, decken diese mit Erde zu und gießen an. Mulchen mit Laub, Rasenschnitt oder Rindenmulch hält die Erde länger feucht und warm.
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Die Lilie einpflanzen

Um Lilien fachgerecht einzupflanzen, graben Sie Pflanzlöcher im Abstand von 30 Zentimetern mit einer Tiefe von 20-25 Zentimetern. Eine Drainage oder ein Hügel an der Grubensohle beugt Staunässe vor. Setzen Sie die Blumen-Zwiebeln so ein, dass die Spitze knapp mit Erde bedeckt ist. Fertig vorgezogene Blumen pflanzen Sie genauso tief ein, wie zuvor.
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Sind Lilien mehrjährig?

An dem Blütenglamour von Lilien können Sie sich über viele Jahre erfreuen. Da die Zwiebeln als Überdauerungsorgan im Boden überwintern, fungieren die Blumen als mehrjährige Schmuckstauden im Beet und Kübel.
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Sind Lilien winterhart?

Mehrheitlich erweisen sich Lilien als winterhart, da die Blumen sich in ihre Zwiebeln zurückziehen. Schneiden Sie die Schmuckstauden im Herbst bodennah zurück und decken sie mit Nadelreisig ab, kann die winterliche Nässe ihnen keinen Schaden zufügen. Lilien im Topf bedürfen hingegen umfangreicherer Schutzmaßnahmen, aufgrund der exponierten Lage der Blumen-Zwiebeln.
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Lilie zum Überwintern zurückschneiden

Vor dem ersten Frost schneiden Sie Lilien bis zum Boden zurück, damit sie sicher überwintern. Um auf Nummer sicher zu gehen, decken Sie anschließend noch die Pflanzstelle ab mit Stroh oder Nadelreisig.
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Lilienzwiebeln überwintern

In rauen Lagen empfehlen wir, die Lilienzwiebeln nicht in der Gartenerde zu überwintern. Graben Sie die Blumen-Zwiebeln im Herbst aus, schneiden das restliche Laub ab und säubern die Knollen gründlich. Bedeckt mit Sand oder Erde in einem Gefäß überwintern die Zwiebeln am frostfreien Platz, um im März erneut eingepflanzt zu werden.
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Gartenlilien pflegen

Gartenlilien schaffen farbenfrohe Inseln der Opulenz, wenn den Blumen diese Pflege zuteil wird:

  • Regelmäßig gießen mit gesammelten Regenwasser oder Teichwasser
  • Von Frühjahr bis nach der Blüte alle 2 Wochen organisch düngen
  • Verwelkte Blüten umgehend abschneiden
  • Bodennaher Rückschnitt vor dem ersten Frost

Den Winter hindurch schützt eine Lage Tannenwedel die Gartenlilien vor Nässeschäden.
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Die Lilie als Zimmerpflanze

Grazile Lilien-Sorten setzen sich als Zimmerpflanze elegant in Szene. Auf der sonnigen Fensterbank mit Beschattung bei praller Mittagssonne, gedeihen die Blumen bestens in strukturstabiler Blumenerde, optimiert mit Blähton und Sand. Halten Sie das Substrat konstant feucht und düngen von März bis Juli alle 4 Wochen mit einem Flüssigpräparat.
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So pflegen Sie die Lilie in der Wohnung

In der Wohnung gibt sich die Lilie ebenso pflegeleicht, wie unter freiem Himmel. Darauf kommt es an:

  • Gießen, sobald das Substrat antrocknet
  • Von März bis Juli alle 4 Wochen düngen
  • Verblühtes sogleich ausputzen
  • Im Herbst die Blumen zurückschneiden und kühl überwintern

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Die Blüte der Lilie

Es sind gleich drei schöpferische Blütenformen, mit denen die Lilien-Gattung aufwartet. Es gibt Arten zu entdecken mit schalen- oder trompetenförmigen Blüten. Von einzigartiger Schönheit sind die Türkenbund-Blüten, deren Blütenblätter sich bis zum Stängel biegen.
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In diesen Farben blüht die Lilie

Dominierende Farben innerhalb der Lilien-Gattung sind Weiß, Rot, Rosa, Orange und Gelb in allen nur denkbaren Schattierungen und mit augenfälligen Zeichnungen.
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So riecht die Lilie

Der Geruch von Lilien polarisiert die große Gemeinde der Blumenfreunde. Der mitunter schwere, exotisch-süße Duft birgt für so manchen Enthusiasten florale Suchtgefahr, während andere naserümpfend das Weite suchen. Besuchen Sie doch einfach einmal eines der Lilien-Feste oder einen Züchter, um Ihre Favoriten zu erschnuppern.
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Was tun, wenn die Lilie verblüht ist?

Schneiden Sie die Blütenköpfe ab, sobald eine Lilie verblüht ist. Auf diese Weise investieren die Blumen nicht ihre Energie in das Wachstum von Samenständen, wovon die Blütenfülle im nächsten Jahr profitiert.
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Lilien-Samen sammeln und aussäen

Mehrere Lilien-Arten bilden nach der Blüte Kapselfrüchte aus, in denen die Samen heranreifen. Da es sich hierbei im Kaltkeimer handelt, setzt die erfolgreiche Aussaat eine Stratifikation voraus. Dabei wird das Saatgut über 4-6 Wochen Temperaturen von 0 bis 4 Grad ausgesetzt.
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Lilien züchten

Zu den faszinierenden Herausforderungen der Hobbygärtnerei zählt das Züchten einer eigenen Lilien-Sorte. In jeder herbstlichen Kapselfrucht dieser Blumen ruhen Samen mit dem Potenzial für eine neue, herausragende Lilie. Unterziehen Sie das Saatgut einer Stratifikation und säen die Samen ab Februar aus.
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Schnittblumen

Als Schnittblumen kreieren Lilien ein zauberhaftes Szenario in Wohnräumen. Damit die Blumen lange halten, schneiden Sie die Stängel am frühen Morgen und entfernen das Laub in unteren Bereich. Tauschen Sie das Wasser täglich aus und platzieren die Vase am lichtdurchfluteten Ort, setzt sich das Blütenspektakel über 14 Tage fort.
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Die schönsten Sorten

  • Stargazer: berühmte Lilie, die sich ausgezeichnet vergesellschaftet im Staudenbeet; Wuchshöhe 75 cm; intensiver Duft
  • Königslilie: Prachtexemplar für Beet und Kübel mit weißen Blüten, braunrot gerandet; Wuchshöhe 90-130 cm; Schnittblume
  • Tiger-Lilie: ornamentale Blumen mit bis zu 200 cm Höhe, orangeroten, schwarz gepunkteten Blüten
  • Album: die Türkenbund-Lilie besticht mit reinweißen Blütenblättern, die sich elegant nach außen biegen; Wuchshöhe 100 cm
  • Claude Shride: eindrucksvolle Sorte mit purpurnen Samtblüten ab Mai und einer Höhe von 90-120 cm
  • Black Beauty: die legendäre Orient-Lilie, die aufgenommen wurde in die Hall of Fame, mit bis zu 20 himbeerroten Blüten
Text: Paula Jansen

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