Georginen
Dahlien erfreuen mit ihren bunten Blüten von Juli bis Oktober

Dahlien

Dahlien trumpfen auf mit prächtigen Blüten in kunstvoller Ausprägung und bezaubernden Farben. Da die Georginen aus Knollen entsprießen und nicht winterhart sind, beschäftigen Hobbygärtner sich mit unterschiedlichen Fragestellungen zur richtigen Kultivierung. Lesen Sie hier ebenso praxiserprobte wie substanzielle Antworten.

Dahlien richtig pflanzen

Mit einer fachgerechten Pflanzung stellen Sie die Weichen für eine traumhafte Dahlienblüte bis weit in den Herbst hinein. Schenken Sie dem folgenden Ablauf Ihre Aufmerksamkeit, versetzen Sie Georginen vom Start weg in beste Blütenlaune:

  • Ende April beginnt die Pflanzzeit für Georginen-Knollen
  • Vorgetriebene Dahlien nicht vor Mitte Mai auspflanzen
  • Am sonnigen, warmen und frisch-feuchten Standort die Erde feinkrümelig aufbereiten
  • Gesiebten Kompost, Guanogranulat und Hornspäne in die Scholle einarbeiten
  • Im Abstand von 50-100 cm jede Blume so einpflanzen, dass der obere Knollenansatz 5 cm hoch mit Erde bedeckt ist
  • Hoch wachsende Sorten mit einer Ringstütze ausstatten oder an einen Stab anbinden

Kultivieren Sie eine Zwergdahlie im Topf oder Balkonkasten, beugt eine Drainage über dem Wasserablauf unerwünschter Staunässe vor.
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Pflegetipps

Georginen sind hinsichtlich Blühwilligkeit und Ausdauer als Sommerblume kaum zu toppen, wenn ihnen folgende Pflege zuteil wird:

  • Dahlien konstant leicht feucht halten und das Substrat zwischenzeitlich antrocknen lassen
  • Von Mai bis Juli alle 14 Tage organisch düngen mit Kompost, Guano, Rindenhumus oder Hornspänen
  • Verwelktes und Verblühtes sogleich ausputzen für eine lange Blütezeit
  • Vor dem ersten Frost jede Blume bis auf 10 cm abschneiden und kopfüber trocknen

Die beste Überwinterung erfahren Dahlien im dunklen Kellerraum bei Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad Celsius. Legen Sie die Knollen auf ein Rost oder in eine Sandkiste.
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Welcher Standort ist geeignet?

Beheimatet in den sonnendurchfluteten Regionen Mexikos, entwickeln Georginen ihr Optimum am sonnigen Standort, ohne stauende Hitze am Mittag. In halbschattigen Lagen bleibt die Blütenpracht in der Regel hinter den Erwartungen zurück. An einem luftigen Platz fühlt sich die Blume wohl, solange ihr eine Stütze zur Verfügung steht und sie nicht umkippen kann. In Ergänzung zur sonnigen, warmen Lage, sollte der Boden gut durchlässig, humos und nährstoffreich beschaffen sein. Mit dauerfeuchter Erde oder gar Staunässe möchten Dahlien zu keiner Zeit konfrontiert werden.
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Der richtige Pflanzabstand

Die Wuchshöhe einer Dahlie definiert den Pflanzabstand. Mittelgroße Georginen mit einer Höhe von bis zu 120 cm setzen Sie in einem Abstand von 40-60 cm. Geht die Wuchshöhe von Dahlien darüber hinaus, wählen Sie eine Distanz von 100 cm zum Nachbarn. Bei Zwergdahlien und im Blumenkasten genügt ein Pflanzabstand von 15-20 cm.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Wählen Sie für Georginen eine Erde, die sowohl locker als auch humos und reich an Nährstoffen ist. Eine sandig-lehmige Struktur ohne Gefahr von Staunässe ist ideal. Im Zweifel optimieren Sie verdichtetes Erdreich mit Sand und reichern zu sandigen Boden mit Kompost oder Lauberde an. Ein Bodensäuretest rundet die Standortwahl hinsichtlich seiner best möglichen Beschaffenheit sinnvoll ab. Ein Ergebnis von 6,5 bis 7,5 gilt als ideal.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Dahlien vertragen keinen Dauerfrost. Daher öffnet sich das Zeitfenster für die Pflanzung frühestens Ende April. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir dennoch einen Tag ab Mitte Mai zum Pflanztermin zu bestimmen. Hat sich die Kalte Sophie verabschiedet, drohen erfahrungsgemäß keine Bodenfröste mehr. Lassen Sie diese Umsicht insbesondere walten, wenn Sie vorgetriebene Georginen pflanzen.
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Wann ist Blütezeit?

Die Blütezeit von Georginen erstreckt sich von Juli bis Oktober. Die Blume hält diese lange Phase ohne Unterbrechung nur dann durch, wenn Sie folgende Maßnahmen beherzigen:

  • Verwelkte Blüten umgehend ausknipsen
  • Stickstoff-betonten Dünger vermeiden, da dieser einzig das Laubwachstum antreibt
  • Hoch wachsende Sorten von Beginn an stützen, da niederliegende Triebe schwerlich blühen
  • Knospen in den Blattachseln ausbrechen, um Energie zu sparen für die großen, endständigen Blüten

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Dahlien richtig schneiden

Mit der Gartenschere regulieren Sie maßgeblich das Wachstum und die Blütenfülle von Georginen. Haben sich die Jungpflanzen bestens etabliert und eine Höhe von 15-20 cm erreicht, schneiden Sie die Triebspitzen ab, um ein buschiges, blütenreiches Wachstum zu forcieren. Gedeihen mehr als 4 oder 5 Haupttriebe an einer Blume, schneiden Sie die überschüssigen Exemplare ab, wenn Sie extra große Blüten anstreben. Im Verlauf der langen Blütezeit sollten verwelkte Köpfchen einer Blume umgehend ausgeputzt werden, um einen frischen Austrieb hervorzulocken. Kurz vor dem ersten Frost kürzen Sie alle Georginen bis auf 10 cm ein, bevor sie umsiedeln ins Wnterquartier.
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Dahlien gießen

Georginen favorisieren eine milde Feuchte. Gießen Sie daher regelmäßig, ohne eine Blume im Wasser zu ertränken. Vermeiden Sie dabei, das Laub oder gar die Blüte zu benetzen. Wässern Sie unmittelbar auf den Wurzelbereich, siedeln sich listige Pilzsporen seltener an. Verbreitet die üppige Blume im Topf auf dem Balkon ein idyllisches Ambiente, sollte das Substrat täglich geprüft werden, um bei Trockenheit sogleich zu gießen.
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Dahlien richtig düngen

Die fachgerechte Nährstoffversorgung von Georginen verlangt nach Fingerspitzengefühl. Erhält die Blume ein Übermaß an Stickstoff, wachsen die Blätter was das Zeug hält und die Blüte bleibt dahinter zurück. Diesem Dilemma gehen Sie mit organischem Dünger aus dem Weg. So machen Sie es richtig:

  • Von Mai bis Juli alle 14 Tage düngen mit Kompost und Hornspänen
  • Georginen im Kübel mit flüssigem, organischem Dünger versorgen

Spätestens Ende Juli endet die Gabe von Dünger, damit die Knolle einer jeden Blume vor dem Winter gut ausreifen kann.
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Krankheiten

Wenngleich liebevoll gepflegte Georginen gegenüber Krankheiten weitgehend resistent sind, können folgende gesundheitlichen Probleme auftreten:

  • Blattfleckenkrankheit: dunkle, nasse Standorte meiden
  • Mehltau: behandeln mit wiederholten Milch-Wasser-Spritzungen (Verhältnis 1:9)
  • Knollenfäule: Staunässe unbedingt vermeiden; in Töpfen eine Drainage anlegen

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Schädlinge

Der schlimmste Feind einer Dahlie ist glischig und ungemein gefräßig. Leider stehen Georginen bei Schnecken ganz oben auf der Speisekarte. Umgeben Sie das Beet daher mit einer Wanderschranke oder einem Schneckenzaun. Sammeln Sie in den frühen Morgenstunden die kältestarren Schädlinge ein. Nimmt der Befall überhand, stellen Sie Spaltfallen mit Schneckenkorn auf.
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Überwintern

Steht die erste Frostnacht bevor, werden die Knollen aufgenommen, um ins Winterquartier umzusiedeln. Schneiden Sie jede Blume zurück bis auf eine Höhe von 10 cm und graben sie anschließend aus. Noch anhaftende Erde wird abgeschüttelt. In den darauf folgenden Tagen trocknen die Georginen kopfüber, bis aus dem Stängelrest alle Feuchtigkeit entwichen ist. Belassen Sie diesen Stängel unbedingt an der Knolle, weil sich andernfalls im nächsten Jahr keine Triebe bilden. So gelingt die Überwinterung im Keller:

  • Holzkisten mit Torf oder Sand füllen und die Knollen hineinlegen, ohne dass diese sich berühren
  • Idealerweise die Blumenzwiebeln auf einem Rost ausbreiten
  • In einem dunklen, kühlen Raum aufbewahren mit Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad Celsius

Sofern Sie über keinen Keller verfügen, fungieren eine frostfreie Garage oder ein ungeheiztes Treppenhaus als sinnvolle Alternative.
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Dahlien vermehren

Um Georginen zu vermehren, zerteilen Sie die Knollen nach der Überwinterung Ende April in zwei Hälften. Sehr große Zwiebeln können in mehrere Segmente zerschnitten werden, solange jedes Stück über mindestens 2 Augen verfügt. Als weitere Variante bietet sich der Schnitt von Stecklingen an, wenn Sie die Georginen auf der Fensterbank vortreiben. Im Februar/März schneiden Sie die Stecklinge grundständig von der Knolle ab, setzen sie in ein Blumenerde-Sand-Gemisch, damit diese bis Mitte Mai bewurzeln.
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Ist Dahlien giftig?

Georginen sind nicht nur vollkommen ungiftig, sondern dienen bereits seit Generationen als Nahrungsmittel. Leider ist es ein wenig in Vergessenheit geraten, wie schmackhaft die Knollen sind. Nicht zu vergessen das zarte Aroma der Blüten, die zugleich eine zauberhafte Dekoration für Salate und kalte Buffets kreieren. Siedeln Sie die Blume daher unbesorgt im Familiengarten an.
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Dahlien blüht nicht

Wenn einer Dahlie etwas nicht behagt, signalisiert die Blume ihren Unmut, indem sie die Blüte verweigert. Mithilfe einer strukturierten Ursachenforschung kommen Sie dem Grund rasch auf die Spur, um rasch für Abhilfe zu sorgen. Die häufigsten Auslöser für ein Ausbleiben der Blüte mit Tipps finden Sie hier im Überblick:

  • Ungeeigneter Standort: die Blume umsiedeln an einen sonnigen und luftumspülten Platz
  • Trockenstress: regelmäßig gießen, sobald die Substratoberfläche angetrocknet ist
  • Nährstoffmangel: von Mai bis Juli alle 14 Tage organisch düngen
  • Stickstoff-Überschuss: mineralische Dünge-Präparate meiden, zugunsten von Kompost, Guano und Hornspänen

Prüfen Sie überdies den pH-Wert des Bodens. Erweist sich im Ergebnis ein Wert von deutlich unter 6,5, geben Sie eine Portion Vitalkalk oder Gesteinsmehl ins Substrat.
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Können Dahlien draußen überwintern?

Genießen Sie das Privileg, ihren Garten in einer wintermilden Weinbauregion zu kultivieren, können Sie das Experiment wagen. Vor dem ersten Frost schneiden Sie jede Blume zurück auf eine Höhe von 10 cm. Anschließend häufeln Sie die Georginen an mit einer mindestens 30 cm hohen Schicht aus Laub, Stroh und Nadelreisig. Breiten Sie darüber noch ein Gartenvlies oder Luftpolsterfolie aus. Georginen im Topf setzen Sie mitsamt dem Gefäß in die Erde an einem trockenen Standort, schneiden die Blume zurück und breiten den beschriebenen Schutz darüber aus.
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Schöne Sorten

  • Kaiser Wilhelm: Historische Pracht-Blume von 1881 mit malerischen Blütenbällen in gelb und rotbraun; Wuchshöhe 120 cm
  • Bishop of Llandaff: Klassiker unter den paeonienblütigen Georginen mit leuchtend roten Blüten; Wuchshöhe 90-100 cm
  • Karma Serena: Traumhaft schöne Blume mit weißen, gefüllten Blüten und gelbem Herzen; Wuchshöhe 90 cm
  • Cheerio: Imposante Kaktus-Dahlie, deren karminrote Blüten von weißen Spitzen verziert sind; Wuchshöhe 80 cm
  • Mount Noddy: Dekorative Zwergdahlie für den Blumenkasten mit roter Blütenpracht; Wuchshöhe bis 30 cm
  • Libretto: Eindrucksvolle Halskrausendahlie mit zweifarbigen Blüten in Weiß und Rosa; Wuchshöhe 60-80 cm
  • Roter Schorsch: Rote Zwergdahlie, mit gelb geflammten Blüten, die in 2009 zur Balkonpflanze des Jahres gekürt wurde
Text: Paula Jansen

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