Dahlien

Dahlien im Topf: So blühen sie prächtig

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Dahlien sind mit ihren prachtvollen Blüten ein Blickfang in jedem Garten. Auch im Topf lassen sich die beliebten Sommerblumen erfolgreich kultivieren und sorgen für farbenfrohe Akzente auf Balkon und Terrasse. Dieser Artikel bietet Ihnen eine umfassende Anleitung zur Auswahl geeigneter Dahliensorten, zur optimalen Topf- und Standortwahl sowie zur richtigen Pflege und Überwinterung der Knollen.

Dahlien im Kübel
Die Knolle der Dahlien muss im Topf ausreichend Platz haben

Geeignete Dahliensorten für die Topfkultur

Nicht alle Dahlien fühlen sich im Topf gleichermaßen wohl. Damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen haben, empfehle ich Ihnen, bei der Sortenwahl auf Wuchshöhe und Blütengröße zu achten. Bewährte Kandidaten für die Topfkultur sind:

  • Mignon-Dahlien: Diese kompakten Schönheiten erreichen eine Höhe von 30 bis 40 cm und bezaubern mit einer Fülle kleiner Blüten.
  • Halskrausen-Dahlien: Mit ihren auffälligen, gekrausten Blütenblättern und einer Wuchshöhe von 50 bis 60 cm setzen sie besondere Akzente.
  • Ball-Dahlien: Ihre kugelförmigen, dicht gefüllten Blüten und ihre moderate Höhe von 40 bis 50 cm machen sie zu idealen Topfpflanzen.
  • Pompon-Dahlien: Ähnlich den Ball-Dahlien, jedoch mit stärker eingerollten Blütenblättern, erreichen auch sie eine Höhe von 40 bis 50 cm.
  • Seerosen-Dahlien: Die Blüten dieser Dahlien erinnern an Seerosen und eignen sich besonders in schwach wachsenden Varianten gut für die Topfkultur.

Kaktus-Dahlien hingegen benötigen aufgrund ihrer Größe und ihres hohen Wasserbedarfs sehr große und stabile Pflanzgefäße und sind daher für die Topfkultur weniger geeignet.

Den passenden Topf auswählen

Den passenden Topf auswählen

Ausreichendes Topfvolumen und Drainage sind entscheidend für prachtvolle Dahlien

Neben der Sortenwahl spielt die Wahl des richtigen Topfes eine entscheidende Rolle für das erfolgreiche Gedeihen Ihrer Dahlien. Achten Sie dabei auf ausreichend Volumen und eine gute Drainage:

  • Volumen: Selbst kleine Dahliensorten benötigen mindestens 10 Liter Topfvolumen, um ihre Wurzeln optimal ausbreiten zu können. Für größere Sorten oder mehrere Knollen in einem Topf wählen Sie ein entsprechend größeres Gefäß. Als Faustregel gilt: Der Topf sollte mindestens doppelt so hoch sein wie die Knolle lang ist.
  • Drainage: Um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden, ist eine gute Drainage unerlässlich. Achten Sie auf Abflusslöcher im Topfboden und legen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton an.
  • Material: Töpfe aus Terrakotta, Plastik, Keramik, Holz oder Metall sind grundsätzlich geeignet. Atmungsaktive Materialien wie Terrakotta regulieren die Bodenfeuchte und sorgen für eine gute Belüftung der Wurzeln.
  • Größe und Stabilität: Berücksichtigen Sie die Größe und das Gewicht der ausgewachsenen Pflanze. Hohe Dahliensorten benötigen möglicherweise zusätzliche Stützen, um Windböen standhalten zu können.

Standort und Substrat

Standort und Substrat

Ein sonniger und geschützter Platz fördert die Pracht der Dahlien

Auch der richtige Standort und das passende Substrat tragen wesentlich zum Wohlbefinden Ihrer Dahlien bei:

  • Standort: Dahlien lieben Sonne! Wählen Sie einen sonnigen bis vollsonnigen, warmen und windgeschützten Platz, beispielsweise auf einer Südterrasse oder einem südlich ausgerichteten Balkon.
  • Substrat: Verwenden Sie nährstoffreiche Kübelpflanzenerde, die eine gute Nährstoffversorgung und Wasserhaltung gewährleistet. Alternativ können Sie Gartenerde mit Kompost anreichern. Achten Sie auf eine lockere und durchlässige Bodenstruktur, um Staunässe zu vermeiden.

Dahlien im Topf pflanzen

Die beste Zeit, um Dahlienknollen zu pflanzen, ist Ende März bis Anfang April. So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Wählen Sie ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit Abflusslöchern.
  2. Füllen Sie das Gefäß mit nährstoffreicher, durchlässiger Blumenerde, eventuell angereichert mit Kompost.
  3. Setzen Sie die Knollen flach ein, sodass die Triebknospenspitzen leicht mit Erde bedeckt sind. Achten Sie auf ausreichend Abstand zur Topfwand.
  4. Stellen Sie das Gefäß an einen hellen, frostfreien Ort, idealerweise in ein unbeheiztes Gewächshaus oder einen Wintergarten.
  5. Gießen Sie regelmäßig, aber lassen Sie die Erdoberfläche zwischen den Wassergaben antrocknen.
  6. Ab Mitte April können Sie die Dahlien an mildere Außentemperaturen gewöhnen, indem Sie sie tagsüber für einige Stunden geschützt ins Freie stellen.
  7. Pflanzen Sie die Dahlien erst nach den Eisheiligen Mitte Mai in größere Töpfe oder ins Beet um, um Spätfröste zu vermeiden.

Pflege von Dahlien im Topf

Pflege von Dahlien im Topf

Regelmäßiges Gießen und Düngen fördert die üppige Blütenpracht der Dahlien

Die richtige Pflege sorgt für eine reiche Blüte Ihrer Dahlien. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Gießen: Gießen Sie regelmäßig, besonders an heißen Tagen, und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, ohne Staunässe zu verursachen.
  • Düngen: Bei Verwendung von hochwertiger Blumenerde ist in der Regel keine zusätzliche Düngung erforderlich. Bei Gartenerde können Sie Flüssigdünger verwenden.
  • Entfernen verblühter Blüten: Schneiden Sie verblühte Blüten oberhalb eines Blattpaares ab, um die Bildung neuer Blüten anzuregen.
  • Pinzieren: Kappen Sie die Triebspitzen, wenn die ersten Triebe etwa 10 cm lang sind, um eine buschige Wuchsform zu fördern.

Überwinterung von Dahlienknollen

Da Dahlienknollen frostempfindlich sind, müssen sie vor dem Wintereinbruch ausgegraben und frostfrei gelagert werden:

  1. Vorbereitung: Schneiden Sie die Dahlien vor dem ersten Frost etwa 10 cm über dem Boden ab.
  2. Ausgraben: Graben Sie die Knollen vorsichtig aus, nachdem Sie die Erde gelockert haben.
  3. Trocknen: Lassen Sie die Knollen einige Tage an einem warmen, trockenen Ort trocknen.
  4. Kontrolle und Reinigung: Entfernen Sie beschädigte Knollen und reinigen Sie die verbleibenden Knollen.
  5. Lagerung: Lagern Sie die Knollen in Kisten mit feuchtem Sand oder in Zeitungspapier eingewickelt an einem kühlen, frostfreien Ort bei etwa 5 Grad. Wenden Sie die Knollen regelmäßig, um Schimmelbildung zu vermeiden.