Stockrosen – ein kurzer Überblick

Im klassischen Bauerngarten darf sie nicht fehlen, aber auch in jedem anderen Garten macht die hoch wachsende und farbenfroh blühende Stockrose eine gute Figur. Ein wenig Pflege benötigt das Malvengewächs zwar, kompliziert ist diese aber nicht.

Stockmalven
Stockrosen sind eigentlich gar keine Rosen, sondern gehören zur Familie der Malvengewächse
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Gibt es verschiedene Arten von Stockrosen?

In der Gattung der Stockrosen aus der Familie der Malvengewächse sind etwa 60 verschiedene Arten in Europa und Asien verbreitet. Einige von ihnen werden als Zierpflanzen in unseren Gärten verwendet, allen voran die Gewöhnliche Stockrose, lat. Alcea rosea. Sie ist auch unter dem Namen Stockmalve, Garten-Stockrose oder Bauernrose bekannt. Besonders dekorativ ist die schwarzrot blühende Alcea rosea nigra, sie wird bis zu 2,20 m groß.

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Auch Stockrosen mit gefüllten Blüten sind sehr beliebt, dazu gehört zum Beispiel die Alcea rosea pleniflora mit ihren wunderschönen rosenroten Blüten. Die Alcea ficifolia wird mit etwa 1,70 m nicht ganz so groß wie andere Arten, dafür ist sie in verschiedenen Farben erhältlich, wie etwa in gelb, rosa oder rot.

Wie pflanze ich Stockrosen?

Am liebsten steht die Stockrose an einem vollsonnigen Standort, lichten Schatten verträgt sie jedoch auch, Wind dagegen weniger. Aufgrund ihres hohen Wuchses kippt sie bei Wind leicht um, daher sollte sie nach Möglichkeit gestützt oder angebunden werden. Empfehlenswert ist ein Pflanzabstand von etwa 40 cm zur Nachbarpflanze, damit die Blattrosette ausreichend Platz hat. Die Stockrose verträgt sich gut mit anderen Pflanzen aus dem Bauerngarten wie Rittersporn, Margeriten oder auch Lupinen.

In Gruppen oder an Zäunen und Mauern wirken Stockrosen besonders dekorativ. Dann stützen sich die Pflanzen auch gegenseitig beziehungsweise sie lassen sich gut am Zaun fixieren. Pflanzen Sie die Stockrose in einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden, den Sie bei Bedarf mit Kompost oder gut verrottetem Mist anreichern können. Zum Auflockern geben Sie ein wenig groben Sand oder Kies dazu.

Wie pflege ich Stockrosen?

Da Stockrosen einen recht hohen Nährstoffbedarf haben, sollten Sie diese Pflanzen regelmäßig düngen, zweimal jährlich, zum Beispiel im Frühjahr und im Herbst ist bei gutem Boden ausreichend. Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne (32,40€ bei Amazon*) oder gut verrotteter Stallmist sind nicht nur im Naturgarten gute Alternativen und chemischem Dünger vorzuziehen.

Auch das Gießen ist bei der Stockrose relativ häufig nötig. Sie ist recht durstig, verträgt aber keine Staunässe. Im Sommer während der Blütezeit sollten Sie diese Pflanzen täglich gießen, vor allem, wenn es über eine längere Zeit trocken bleibt. So tragen Sie zur Gesundheit Ihrer Stockrose bei.

Krankheiten und Schädlinge bei der Stockrose

Stockrosen sind zwar recht robust, aber der Malvenrost macht ihnen doch oft zu schaffen. Vorbeugen können Sie, indem Sie die Stockrosen nicht zu dicht pflanzen, mit ausreichend Nährstoffen versorgen und ihnen viel Sonne gönnen. Bei Feuchtigkeit hat der Rostpilz ein leichtes Spiel. Aber auch Schnecken schaden der Stockrose zuweilen, denn sie fressen gern die jungen Blätter.

Sind Stockrosen winterhart?

Stockrosen gelten als bedingt winterhart. Temperaturen bis etwa – 8 °C oder – 10 °C halten sie gut aus. Bei niedrigeren Temperaturen können Sie einen Winterschutz aus Laub oder Reisig über die Pflanze geben. Die oberirdischen Pflanzenteile vergehen im Winter, sie können im Herbst abgeschnitten werden.

Nach der Blüte beziehungsweise Samenbildung im zweiten Jahr stirbt die Stockrose in der Regel ab. Eine Überwinterung in frostfreien Räumen ist nur bei den Jungpflanzen empfindlicher Sorten zu empfehlen, die erst im nächsten Jahr blühen werden oder wenn Sie Altpflanzen zu einer Blüte im nächsten Jahr anregen wollen. Dann müssen Sie die welken Blüten allerdings vor der Samenbildung abschneiden.

Das Wichtigste über Stockrosen ganz kurz:

  • Standort: möglichst sonnig
  • Boden: nährstoffreich und durchlässig
  • mäßig winterhart
  • Blütezeit: etwa Juli bis September
  • zweimal jährlich düngen
  • regelmäßig gießen
  • anfällig für Malvenrost
  • wird gern von Schnecken gefressen
  • in der Regel zweijährig
  • Lebensdauer kann durch Rückschnitt vor der Samenbildung verlängert werden

Tipps

Stockrosen schmücken nicht nur Bauerngärten, sie verschönern auch Hauswände und Mauern. Dafür benötigen Sie nur eine kleine Mauerritze, die Sie mit etwas Kompost aufwerten und regelmäßiges Gießen.

Text: Ursula Eggers

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