Staudenbeet planen: 7 Kriterien

Bei der Planung eines Staudenbeets geht es um mehr als die bloße Auswahl der Stauden. Beeteinfassung, Deko-Elemente und Begleitpflanzen wollen geplant sein und natürlich muss die Blütenfarbe bedacht werden. Wie Sie Ihr Staudenbeet richtig planen, erfahren Sie im Folgenden.

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Weiß und lila sind eine schöne Kombination für edle Staudenbeete

Diese Fragen sollten Sie sich für die Planung des Staudenbeets stellen

Bevor Sie mit dem Anlegen Ihres Staudenbeets beginnen, sollten Sie dieses ausmessen, aufzeichnen und genau planen. Dafür sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Standortbedingungen herrschen auf dem Beet? Liegt es in der Sonne oder eher im Schatten? Wie steht es mit der Bodenqualität?
  • Wie soll die Beetumrandung aussehen?
  • Wollen Sie ein kunterbunt blühendes Beet oder wollen Sie ein oder zwei Farben dominieren lassen?
  • Wie sollen die Pflanzen auf dem Beet verteilt werden? Das ist vor allem wichtig, wenn sie unterschiedlicher Größe sind.
  • Wollen Sie Ihr Staudenbeet mit anderen Pflanzen wie z.B. Gehölzen oder Gräsern verschönern?
  • Sollen Deko-Elemente das Beet zieren? Wenn ja, welche?
  • Wollen Sie die Erde Ihres Staudenbeets abdecken?

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1. Standortbedingungen

Die Standortbedingungen vor Ort geben an, welche Pflanzen gesetzt werden können und welche nicht. Dabei sind drei Faktoren wichtig:

  • Sonneneinstrahlung: sonnig, halbschattig oder schattig
  • Nährstoffe im Boden: Nährstoffarm oder nährstoffreich
  • Feuchtigkeit: feucht, normal oder trocken

Während bei der Sonneneinstrahlung meist nicht viel veränderbar ist, können Sie nährstoffarmen Boden mit Kompost anreichern und trockenen Boden häufig gießen, feuchter Boden z.B. in Seenähe lässt sich hingegen eher schlecht trocknen.

Mit diesen Kriterien im Kopf können Sie Ihre Pflanzenauswahl treffen.

2. Beetumrandung

Ein Beet sollte vom Rest des Gartens abgegrenzt werden – aus optischen Gründen und damit sich die Pflanzen nicht über das Beet hinaus ausbreiten. Für die Beetabgrenzung kommen z.B. Feldsteine, Ziegelsteine oder auch Holzelemente infrage.

3. Farben im Beet

Staudenbeete können kunterbunt gestaltet werden oder aber Sie lassen eine oder zwei Farben dominieren. In einem edlen Rosengarten wirkt z.B. ein Staudenbeet in Rosa- oder Weißtönen sehr hübsch. Eine Übersicht über verschiedene Stauden und ihre Blütenfarben finden Sie in unserer Anleitung zum Anlegen eines Staudenbeets.

4. Anordnung der Stauden planen

Große Stauden oder auch größere Begleitpflanzen wie z.B. Sträucher sollten in die Mitte des Beetes bzw. am hinteren Rand gepflanzt werden, wenn das Beet am hinteren Teil von einer Wand oder einem Zaun begrenzt ist. Davor kommen mittelgroße Pflanzen und im vorderen Bereich werden kleinere Stauden oder Bodendecker gepflanzt. Beachten Sie bei der Planung unbedingt die endgültige Größer ihrer Stauden.

5. Begleitpflanzen für Stauden

Stauden sind zwar mehrjährig, aber meist nicht wintergrün. Die meisten Stauden ziehen sich im Winter in die Erde zurück und das Blattwerk stirbt ab. Wer auch im Winter etwas grün auf dem Beet haben will, kann auf dem Staudenbeet wintergrüne Gehölze wie Buchsbaum oder immergrüne Berberitze oder wintergrüne Gräser wie Chinaschilf oder immergrüne Seggenarten anpflanzen.

6. Deko-Elemente

Gern werden ins bunte Staudenbeet bunte Windmühlen, lustige Tonfiguren oder auch Steingebilde, Wurzeln oder Zinkfiguren gestellt. Besonders schön, wenn auch leider etwas teuer, sind Wasserelemente wie kleine Springbrunnen oder gar ein Wasserlauf.

7. Die Erde abdecken

Es ist ratsam, die Erde zum Abschluss abzudecken, um Unkraut vorzubeugen und Feuchtigkeitsverlust zu verringern. Mulch (85,00€ bei Amazon*) oder Kies sind hierfür beliebte Materialien.

Text: Sara Müller
Artikelbild: Jananz/Shutterstock

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