Staudenbeet

Staudenbeet: Blühende Pracht das ganze Jahr

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Ein Staudenbeet, das das ganze Jahr über blüht, ist ein Traum vieler Gartenliebhaber. Mit der richtigen Pflanzenauswahl und durchdachten Gestaltungselementen lässt sich dieser Traum verwirklichen. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Planung, Gestaltung und Pflege eines solchen Beetes.

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Die Katzenminze erfreut mit bis zu fünf Monaten Blütezeit

Gestaltungselemente für ein ganzjährig attraktives Beet

Neben der passenden Auswahl an Stauden spielen auch gestalterische Elemente eine wichtige Rolle, um Ihr Staudenbeet das ganze Jahr über attraktiv zu gestalten. Durch die Kombination verschiedener Komponenten entsteht ein harmonisches und dauerhaft ansprechendes Gesamtbild:

  • Immergrüne und wintergrüne Akzente: Bergenien und Purpurglöckchen zählen zu den immergrünen bzw. wintergrünen Gewächsen, die Ihrem Beet Struktur und Farbe verleihen, auch wenn die Blütezeit anderer Pflanzen vorbei ist.
  • Frühlingsboten aus Zwiebeln: Noch bevor der letzte Frost vorüber ist, läuten Frühblüher wie Krokusse und Narzissen den Frühling ein und bringen Farbe ins Beet.
  • Ziergräser für Bewegung und Struktur: Ziergräser setzen mit ihrer eleganten Struktur und den filigranen Blütenständen besondere Akzente im Staudenbeet. Oft bleiben die Blütenstände bis in den Winter hinein erhalten und sorgen so für anhaltende Attraktivität.
  • Strukturbildende Pflanzen: Auch Pflanzen mit auffälligem Laub oder markanter Wuchsform, wie Farne oder Funkien, sind eine Bereicherung für jedes Beet. Sie sorgen dafür, dass das Beet auch außerhalb der Hauptblütezeiten eine ansprechende Ästhetik behält.

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Mit diesen Gestaltungselementen schaffen Sie einen lebendigen und abwechslungsreichen Garten, der das ganze Jahr über seine Reize entfaltet.

Pflegemaßnahmen für ein dauerblühendes Staudenbeet

Ein blühendes Staudenbeet ist das Ergebnis guter Planung und der richtigen Pflege. Beachten Sie diese Punkte, um Ihr Beet gesund und in voller Blüte zu erhalten:

  • Wasserversorgung: Insbesondere sonnige Standorte trocknen schnell aus. Daher sollten Sie Ihre Stauden regelmäßig gießen, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung und während Trockenperioden. Als Richtwert gelten etwa 20 Liter Wasser pro Quadratmeter Beetfläche und Woche. An heißen Tagen kann der Bedarf deutlich höher liegen.
  • Nährstoffversorgung: Um Ihre Stauden kräftig und gesund zu halten, empfehlen wir eine Düngung im Frühjahr. Verwenden Sie am besten einen organischen Volldünger mit Langzeitwirkung, der die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Eine weitere leichte Düngung im Sommer unterstützt die Vitalität und Blühfreude Ihrer Stauden.
  • Schnitt und Ausputzen: Entfernen Sie regelmäßig Verblühtes, um die Bildung neuer Blüten anzuregen und die Pflanzen gesund zu halten. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann bei manchen Arten eine zweite Blühphase im Herbst fördern.
  • Teilen und Pflanzen: Um ein Nachlassen der Blühfreude durch Überalterung zu vermeiden, sollten Sie bestimmte Staudenarten alle drei bis fünf Jahre teilen. Dies regt nicht nur das Wachstum an, sondern verhindert auch, dass sich die Pflanzen zu stark ausbreiten und sich gegenseitig bedrängen.
  • Krankheiten und Schädlinge: Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall. Bei Bedarf sollten Sie umgehend Maßnahmen ergreifen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Im Sinne eines naturnahen Gärtnerns empfiehlt es sich, auf chemische Mittel zu verzichten und stattdessen natürliche Fressfeinde zu fördern oder biologische Pflanzenschutzmittel einzusetzen.

Mit der richtigen Pflege wird Ihr Staudenbeet zu einem dauerblühenden Highlight in Ihrem Garten.

Staudenkombinationen für verschiedene Jahreszeiten

Ein durchdachtes Staudenbeet kann fast das ganze Jahr über Blüten hervorbringen. Der Schlüssel liegt in der Kombination von Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten. Lassen Sie sich von unseren Vorschlägen inspirieren:

Frühling

  • Frühlingsblüher: Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse sorgen für die ersten Farbtupfer im Gartenjahr. Gefolgt von Lenzrosen und Narzissen, die den Übergang zu Tulpen und Hyazinthen bilden.
  • Frühjahrsblühende Stauden: Bergenien, Elfenblumen, Lungenkraut und Vergissmeinnicht beleben das Beet bis in die frühen Sommermonate und sorgen für einen fließenden Übergang.

Sommer

Die Sommermonate bieten eine große Vielfalt an blühenden Stauden:

  1. Sonnenliebende Stauden: Sonnenhut und Mädchenauge bringen mit ihren leuchtenden Farben Leben in das Sommerbeet.
  2. Schattenfreunde: Astilben und Funkien fühlen sich auch an weniger sonnigen Standorten wohl und überzeugen mit ihren Blattstrukturen und Blüten.
  3. Dauerblüher: Rittersporn, Lavendel und die Duftnessel ‚Linda‘ setzen langanhaltende Akzente und verströmen einen angenehmen Duft.

Herbst

  • Farben des Spätsommers: Astern und Sonnenbräute setzen mit ihren kräftigen Farben späte Akzente.
  • Herbstliche Höhepunkte: Fetthenne und Herbst-Anemonen verlängern mit ihren Blüten die Gartensaison.
  • Struktur im Beet: Gräser wie das Chinaschilf und Zierpflanzen wie die Silberkerze fügen dem herbstlichen Garten Tiefe und Struktur hinzu.

Mit der Kombination von Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten lässt sich ein harmonisches und nahezu ganzjährig blühendes Beet gestalten, das mit ein wenig Planung und Pflege von Jahr zu Jahr schöner wird.

Bilder: Ole Schoener / Shutterstock