Die wichtigsten Herbst-Arbeiten im Blumenbeet

Laut einer erprobten Bauernregel ist das Blumenbeet - ebenso wie der Rest des Gartens - bis zum 21. Oktober auf den Winter vorzubereiten. Wird es früher kalt, sind die entsprechenden herbstlichen Arbeiten vorzuziehen. Diese Aufgaben harren Ihrer, damit das Blumenbeet auch im kommenden Jahr noch üppig blüht.

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Im Herbst werden die Beete für das nächste Jahr vorbereitet

Sträucher und Stauden zurückschneiden

Was im Herbst genau geschnitten werden muss und was nicht, ist recht kompliziert. Deshalb finden Sie hier einen schnellen Überblick:

  • Sträucher und andere Gehölze sind in der Regel zurückzuschneiden.
  • Ausnahmen: Rosen und Hortensien, diese schneidet man erst im Frühjahr
  • Stauden sowie winterharte Gräser sollten Sie dagegen eher nicht schneiden
  • Hier dient das verwelkte Laub als Winterschutz und wird erst im Frühjahr entfernt.
  • Ausnahmen: Kurzlebige Stauden wie Mädchenauge, Kokardenblume, Färberkamille und Scheinsonnenhut (Echinacea)
  • Hier lässt sich deren Lebensdauer durch einen beherzten herbstlichen Rückschnitt verlängern.
  • Schneiden Sie diese Stauden im Frühherbst knapp über dem Boden ab.

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Die konkreten Schnittregeln und -zeitpunkte unterscheiden sich jedoch von Art zu Art, weshalb Sie immer einen genauen Blick auf das Pflanzetikett werfen sollten. Hier sind meist entsprechende Informationen zu finden.

Blumenzwiebeln und andere Gewächse pflanzen

Der Herbst ist nicht nur die Zeit des Vorbereitens auf den Winter, er ist auch die Zeit des Pflanzens. So kommen die Zwiebeln von Frühjahrsblühern wie Tulpen und Narzissen nun in die Erde, auch viele Stauden, Sträucher und Gehölze werden am besten im frühen Herbst gepflanzt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Boden noch warm, außerdem sind die Pflanzen nicht mehr auf das Wachstum der Triebe und das Ausbilden von Blüten und Samen fokussiert. Nun können sie sich stattdessen rechtzeitig vor dem Winter auf das Einwurzeln konzentrieren. Herausholen und ins Winterquartier verbringen müssen Sie dagegen nicht ausreichend winterharte Pflanzen sowie Dahlienknollen.

Entfernen von Unkraut und Bodenpflege

Sind all diese Arbeiten erledigt, wird pflegerisch letzte Hand ans Blumenbeet gelegt. Jäten Sie vorhandenes Unkraut – Vorsicht, nicht hacken! So beschädigen Sie lediglich die Wurzeln der Stauden und Sträucher – und lockern Sie vorsichtig die Bodendecke. Dies ist vor allem bei schweren, lehmigen Böden wichtig, damit diese belüftet werden. Sandige Böden lassen Sie dagegen besser in Ruhe. Mulchen Sie den Boden anschließend, beispielsweise mit Reisig, Stroh oder Laub.

Tipps

Im Blumenbeet befindliche Rosen sollten angehäufelt, Hochstammrosen sogar frostsicher mit Jute oder Gartenvlies verpackt werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: alicja neumiler/Shutterstock

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