Koketter Blütencharme für das Prachtstauden-Beet – die Kokardenblume

Die Kokardenblume inszeniert sich als unermüdlicher Dauerblüher im sommerlichen Garten. Im Steingarten, in Blumenrabatten und im Kübel ziehen die floralen Flammenräder alle Blicke auf sich. An jedem sonnigen Platz in Ihrem grünen Reich sind sich die farbenfrohen Korbblütler auch als Lückenfüller nicht zu schade. Erkunden Sie hier die fachgerechte Kultivierung anhand präziser Antworten auf häufige Fragen.

Gaillardia
Die Kokardenblume ist ein farbenfroher Dauerblüher

Kokardenblume richtig pflanzen

Der Auszug der Eisheiligen markiert für die Kokardenblume den Beginn der Pflanzzeit. Am sonnigen Standort heben Sie in der sandig-lockeren Erde kleine Pflanzgruben aus mit dem 1,5-fachen Volumen des Wurzelballens. Ein Pflanzabstand von 35-40 cm gilt dabei als angemessen. Sie kreieren ein malerisches Erscheinungsbild, wenn Sie die Stauden in kleinen Tuffs arrangieren mit 10-20 Exemplaren. In jede Grube setzen Sie jeweils eine Blume so tief in die Erde, wie zuvor im Anzuchtgefäß. Die Beigabe von Kompost und Hornspänen (6,39€ bei Amazon*) erzeugt ideale Startvoraussetzungen für eine blütenreiche Saison. Nicht minder wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Gießwasser am Pflanztag sowie in der Folgezeit.

Lesen Sie auch

Pflegetipps

Im Gegensatz zum temperamentvollen Auftritt im Beet und Kübel, gibt sich die Kokardenblume in Puncto Pflegeaufwand zurückhaltend. So behandeln Sie die Malerblume richtig:

  • Bei Trockenheit mäßig gießen
  • Von Mai bis September mit Kompost oder Flüssigdünger alle 2-3 Wochen verwöhnen
  • Verwelkte Blütenköpfe zeitnah ausputzen
  • Anfang September die Staude bodennah abschneiden und mit Laub bedecken

Bitte unterschätzen Sie nicht den Zeitpunkt des Rückschnitts im Herbst. Findet dieser zu spät statt, fehlt es einer Gaillardia an genügend Zeit, um die lebenswichtigen Wintertriebe hervorzubringen.
weiterlesen

Welcher Standort ist geeignet?

Am sonnigen, warmen und geschützten Standort erzielt die Malerblume ihr Optimum. Während die hoch aufragenden Sorten eine windige Lage so gar nicht mögen, darf es für den standfesten ‘Kobold’ oder die zierliche ‘Bijou’ gerne ein luftumspülter Platz an der Sonne sein.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Sie stellen die Weichen auf einen blütenreichen Kurs, wenn Sie die Kokardenblume in lockerer, humoser und sandig-lehmiger Erde ansiedeln. Angesichts dieser Anforderung verwundert es wenig, dass die Staude sich im Steingarten oder dem Steppenbeet ausgesprochen wohlfühlt. Korrespondierend dazu, kommt als Topfsubstrat eine mit Sand oder feinem Splitt abgemagerte Blumenerde in die engere Wahl, idealerweise angereichert mit Lavagranulat (10,95€ bei Amazon*) oder Perlite (32,64€ bei Amazon*) Atmungsflocken.

Wann ist Blütezeit?

Von Juni bis September schlägt die Kokardenblume im Beet und auf dem Balkon ihre floralen Feuerräder. Da eine einzelne Blüte nicht über diesen langen Atem verfügt, putzen Sie verwelkte Korbblüten regelmäßig aus. Auf diese Weise bleibt das gepflegte Erscheinungsbild erhalten und die Blütezeit erstreckt bis in den Herbst hinein.

Kokardenblume richtig schneiden

Der erfahrene Hobbygärtner hat die Gartenschere stets griffbereit, wenn er seinen Kokardenblumen einen Besuch abstattet. Bei diesen Gelegenheiten wird die malerische Sommerblume geschnitten:

  • Als Vasenschmuck in den Morgenstunden, wenn sich die Blüten soeben geöffnet haben
  • Ausputzen verwelkter Blüten, um Platz zu schaffen für eine Nachblüte
  • Bodennaher Rückschnitt Anfang/Mitte September

Der letzte Schnitt ist zugleich eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Auf diese Weise animieren Sie eine Gaillardia zur erneuten Bestockung vor dem Winter. Ohne diesen Blattschopf kommt die Blume nicht unbeschadet durch die kalte Jahreszeit.
weiterlesen

Kokardenblume gießen

Gießen Sie eine Kokardenblume nur mäßig. Im Zweifel möchte die Sommerschönheit kurzzeitig lieber trocken stehen, als sich mit Staunässe herumzuplagen. Geben Sie das Wasser nur langsam auf den Wurzelballen, um rechtzeitig zu erkennen, wenn keine Feuchtigkeit mehr aufgenommen wird. An Topfblumen erkennen Sie den Zeitpunkt, wenn die ersten Tropfen in den Untersetzer laufen.

Kokardenblume richtig düngen

Im Beet nimmt die Kokardenblume alle 3-4 Wochen eine Portion Kompost mit Hornspänen dankbar an. Mit dem Rückschnitt vor dem Winter endet die Gabe von Dünger. Gleiches gilt für Topfblumen. Von Mai bis September verabreichen Sie alle 2 Wochen einen Flüssigdünger für Blühpflanzen. Im Winterquartier erfolgt zwischen Oktober und April keine Nährstoffzufuhr.

Überwintern

Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Überwinterung ist der scharfe Rückschnitt im Herbst zum richtigen Zeitpunkt. Schneiden Sie Anfang/Mitte September die Kokardenblume bodennah zurück. Daraufhin bestockt die Staude neu, indem sich die lebenswichtigen Überwinterungs-Triebe bilden. Wird dieser Termin für den Schnitt versäumt, sinken die Überlebenschancen einer Gaillardia dramatisch. Ergänzend empfehlen wir eine Abdeckung mit Laub oder Stroh, zum Schutz vor Dauernässe und klirrender Kälte. Töpfe mit einem Durchmesser unter 30 cm räumen Sie bitte ein ins frostfreie Winterquartier. Größere Pflanzgefäße erhalten einen Wintermantel aus Vlies, Jute oder Noppenfolie sowie einen warmen Fuß aus Holz.

Kokardenblume vermehren

Streben Sie eine sortenreine Vermehrung an, rückt die Teilung des Wurzelballens in den Fokus. Der beste Termin hierfür ist im Frühjahr, wenn der Boden vollständig aufgetaut ist. Planen Sie hingegen eine größere Anzahl an Kokardenblumen, macht die Aussaat der Samen mehr Sinn. Zertifiziertes Saatgut aus dem Fachhandel stellt dabei sicher, über welche Attribute die Blumen verfügen. Ausgesät auf Torf-Sand, drücken Sie die Lichtkeimer nur an und überbrausen sie mit weichem Wasser. Bei konstanten 20 Grad Celsius spitzen nach 10-14 Tagen die ersten Keimblättchen hervor. Stellen Sie für die weitere Pflege die Sämlinge etwas kühler bei 16-18 Grad Celsius. Bis Mitte Mai halten Sie zahlreiche vitale Kokardenblumen in Händen, kräftig genug für die Auspflanzung.

Wie pflanze ich richtig um?

Nehmen Sie alle 3-4 Jahre den Wurzelballen auf, um ihn nach einer Teilung neu einzupflanzen. Diese Maßnahme trägt maßgeblich dazu bei, dass Ihnen die Kokardenblume über lange Zeit als Staude erhalten bleibt. Ein geeigneter Termin ist im Frühling, sobald keine Bodenfröste mehr drohen. Zerschneiden Sie die Pflanze in zwei oder mehr Teile. Jedes Segment mit 2-3 Augen verfügt über das Potenzial zu einer adulten Malerblume.

Kokardenblume im Topf

Im Topf und Balkonkasten versprühen die Malerblumen ihr farbenfrohes Feuerwerk am sonnigen, warmen und geschützten Standort. Über einer wasserführenden Schicht aus Kieselsteinen oder Tonscherben füllen Sie eine lockere Blumenerde ein, angereichert mit Quarzsand und Perlite. Die Pflanztiefe im Anzuchtgefäß sollte möglichst beibehalten werden. Gießen Sie die Malerblume nur mäßig. Von Mai bis September verwöhnen Sie die feurige Blütenschönheit alle 2 Wochen mit Flüssigdünger. Anfang September schneiden Sie die Staude bodennah ab, um sie ins frostfreie Winterquartier umzusiedeln.

Schöne Sorten

  • Burgunder: Prächtige Kokardenblume, die mit ihren tiefroten Blütenrädern farbenfrohe Blickfänger setzt; 50-60 cm
  • Tokajer: Majestätische Malerblume mit orangefarbenen Blüten, ideal geeignet als Kulissenpflanze im Staudenbeet; 70-80 cm
  • Kobold: Eine standfeste Sorte mit roten, gelb auslaufenden Zungenblüten für Beet und Balkon; 30-40 cm
  • Arizona Sun: Schön und farbenprächtig, wie ein Sonnenuntergang; Goldmedaillen-Sorte von 2006; 20-30 cm
  • Amber Wheels: Überwiegend gelb blühende Gaillardia, die mit der Sonne um die Wette strahlt; 60-70 cm
  • Bijou: Das kleinste Juwel unter den Kokardenblumen, mit halb gefüllten Blüten in Rot, Gelb und Scharlach; 25 cm

´

Text: Paula Jansen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.