Chrysanthemum
Die Chrysantheme blüht in vielen verschiedenen Farben im Spätsommer

Chrysanthemen

Chrysanthemen starten ihr furioses Blütenfestival, wenn andere Stauden sich bereits verausgabt haben. Die vielgestaltige Gattung lässt für Beet und Kübel keine Gestaltungswünsche offen. Hegen Sie noch Fragen zur richtigen Kultivierung der beliebten Blume, erhalten Sie hier eine solide Antwort.

Chrysanthemen richtig pflanzen

Um eine Chrysantheme richtig zu pflanzen, sind nur einige wenige Aspekte von Relevanz. Gehen Sie in diesen Schritten vor:

  • Die eingetopfte Jungpflanze für 10-20 Minuten in Wasser stellen
  • Im aufgelockerten, gejäteten Boden eine Grube anlegen mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens
  • Die ausgehobene Erde optimieren mit Kompost und Hornspänen
  • Die Blume austopfen und bis zum Wurzelhals einpflanzen
  • Hoch wachsende Sorten an einen Stützstab binden

Drücken Sie die Erde mit den Händen fest und gießen mit einem guten Schluck Wasser an. Breiten Sie abschließend eine Mulchschicht aus, mit Farnblättern, Laub, Grasschnitt, Rindenmulch oder Brennnesseln. Im Topf verwenden Sie eine Kübelpflanzenerde auf Kompostbasis als Substrat und breiten aus Tonscherben eine Drainage über dem Wasserablauf aus.
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Pflegetipps

Zu den Eckpfeilern einer fachgerechten Pflege gehören ein ausgewogener Wasser- und Nährstoffhaushalt, der richtige Schnitt sowie eine umsichtige Überwinterung. Alle wichtigen Details im Überblick:

  • Die Blume gießen, sobald das Substrat angetrocknet ist
  • Von Mai bis September alle 14 Tage organisch düngen oder im Mai und Juli einen Langzeitdünger applizieren
  • Ab einer Höhe von 50 cm einmalig um die Hälfte einkürzen zur Optimierung der Standfestigkeit
  • Verwelkte Blüten regelmäßig ausputzen
  • Bodennahen Rückschnitt der eingezogenen Blätter erst im Spätwinter durchführen

Winterharte Chrysanthemen-Arten und Sorten häufeln Sie nach der herbstlichen Blüte an mit Laub, Stroh oder Nadelreisig. Über Büsche breiten Sie Jutetücher oder eine Filzhaube. Kübelpflanzen räumen Sie ein ins frostfreie Winterquartier. Lassen Sie die Pflanzen während des Winters nicht austrocknen und verabreichen Sie keinen Dünger.
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Welcher Standort ist geeignet?

Die artenreiche Blume favorisiert einen sonnigen bis halbschattigen Standort, ohne sommerliche Stauhitze. Je höher die Chrysantheme gedeiht, desto windgeschützter sollte die Lage beschaffen sein. Kultiviert als Zimmerpflanze, ziert die Blume eine winterliche Fensterbank am sonnigen Platz bei Temperaturen von 15-18 Grad Celsius.
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Der richtige Pflanzabstand

Eine generelle Maßangabe für den perfekten Pflanzabstand ist in Anbetracht der mannigfaltigen Arten- und Sortenvielfalt nicht möglich. Um die geeignete Distanz zum Pflanznachbarn zu ermitteln, werfen Sie einen Blick auf die zu erwartende Wuchshöhe und dividieren diesen Wert durch 2.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Damit Chrysanthemen ihr Blütenspektakel inszenieren, sollte ihnen die folgende Bodenbeschaffenheit geboten werden:

  • Nährstoffreich und humos
  • Frisch-feucht und ohne Gefahr von Staunässe
  • Sandig-lehmig, durchlässig

Bereiten Sie im Zweifel die Erde mit einfachen Bodenhilfsstoffen auf, damit sich die Blume wohl fühlt. Sandige Erde optimieren Sie mit reifem Kompost, während schwerer Boden mithilfe von Sand verbessert wird.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Die beste Pflanzzeit für Chrysanthemen sind das Frühjahr und der Frühsommer bis Mitte/Ende Juni. Zu dieser Zeit verschaffen Sie der Blume genügend Zeit, sich im Substrat bestens zu etablieren und den später folgenden Winter gesund zu überdauern. In Containern vorgezogene Exemplare können auch im Herbst noch in die Erde gesetzt werden, sofern es sich um eine winterharte Sorte handelt.
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Wann ist Blütezeit?

Die Blütezeit nimmt im August/September ihren Anfang, wenn die Tage kürzer werden. In Abhängigkeit zur gewählten Art und Sorte, erstreckt sich die Blüte über die Monate September und Oktober, bis in den November hinein. Halbhohe Chrysanthemen blühen am hellen Fensterplatz bei 15-16 Grad Celsius den Winter hindurch als Zimmerpflanze.
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Chrysanthemen richtig schneiden

Schneiden Sie verwelkte Blüten regelmäßig aus, trägt diese Maßnahme zur Verlängerung der Blütezeit bei. Hat ein Chrysanthemenbusch erstmalig eine Höhe von 50 Zentimetern erreicht, schneiden Sie alle Triebe um die Hälfte zurück. Dieser Kniff verbessert die Standfestigkeit, ohne die Blüte zu beeinträchtigen. Den bodennahen Rückschnitt nehmen Sie indes erst im Spätwinter vor, damit das Laub die Pflanze vor Frost und kalter Nässe schützen kann.
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Chrysanthemen gießen

Gießen Sie die Blume regelmäßig und durchdringend, ohne Staunässe zu verursachen. Einen dichten Chrysanthemen-Busch wässern Sie selbst nach einem Regenschauer, da Regentropfen nicht bis an die Erde gelangen. Lässt die Blume ihre Blätter schlapp herabhängen, sollte umgehend gewässert werden.
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Chrysanthemen richtig düngen

Der Nährstoffbedarf von Chrysanthemen liegt auf mittlerem bis hohem Niveau. Düngen Sie die Blume von Mai bis September alle 14 Tage mit einem organischen oder mineralisch-organischen Präparat. Wiederholtes Mulchen mit Kompost ist zu empfehlen. Winterblühende Zimmerpflanzen düngen Sie bis zum Ende der Blütezeit mit einem Flüssigdünger, den Sie bei jedem zweiten Wässern dem Gießwasser hinzufügen.
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Krankheiten

Die Chrysantheme ist in erster Linie anfällig für Pilzinfektionen. Die beiden wichtigsten Krankheiten im Überblick:

  • Mehltau: den mehlig-weißen Pilzrasen bekämpfen mit Milch-Wasser im Verhältnis 1:9
  • Chrysanthemenrost: bei gelblich-grünen Flecken, krankes Laub entfernen und Erreger bekämpfen mit einem Rapsöl-Präparat

Vermeiden Sie unbedingt beim Gießen, die Blätter und Blüten zu beregnen. Diese Umsicht dient einer wirksamen Vorbeugung gegen Krankheiten.
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Schädlinge

Wappnen Sie die Chrysantheme gegen folgende Schädlinge:

  • Blattminierfliege: die 3 mm kleinen Insekten absammeln, befallene Blätter abschneiden, bekämpfen mit Niempräparat
  • Blattwanzen: die 5-10 mm großen, geflügelten Schädlinge am frühen Morgen abschütteln auf eine Unterlage, bekämpfen mit Niemsamen
  • Dickmaulrüssler: gegen adulte, schwarze Käfer und Larven vorgehen mit Köderfallen und Nematoden

Machen sich die allgegenwärtigen Blattläuse über die Blume her, werden Sie die Plage los mit einer Seifenlösung aus 15 ml Schmierseife, 1 Spritzer Spiritus und 1 Liter Wasser.
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Überwintern

Einige Chrysanthemen-Arten und Sorten verfügen über das Potenzial, den Winter im Beet zu überdauern. Die rosa blühende Winteraster ‚Julchen‘ zählt dazu, ebenso wie die weiß blühenden Züchtungen ‚White Bouquet‘ und ‚Poesie‘. Vollkommen ohne Schutzvorkehrungen kommen die Pflanzen dennoch nicht durch die kalte Jahreszeit. So machen Sie es richtig:

  • Vor dem ersten Frost die Blume dick anhäufeln mit Laub, Stroh, Kompost oder Tannennadeln
  • Büsche zusätzlich schützen mit Zeitungspapier, Jutebändern oder Gartenvlies
  • Die verwelkten Blätter an der Pflanze belassen bis zum zeitigen Frühjahr, um sie dann abzuschneiden

Im Kübel oder Balkonkasten ziehen Chrysanthemen idealerweise um in ein helles Winterquartier, in dem Temperaturen vorherrschen von 5 bis 10 Grad Celsius. Gießen Sie die Blume nur noch so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet und stellen die Gabe von Dünger ein.
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Chrysanthemen vermehren

Um Ihre schönste Blume sortenrein zu vermehren, bedienen Sie sich der unkomplizierten Stecklings-Methode. In der Zeit von Mai bis Juni schneiden Sie 10-15 cm lange, nicht blühende Kopfstecklinge. So verläuft die Nachzucht erfolgreich:

  • Den Schnitt knapp unterhalb eines Auges ansetzen
  • Den Ableger entlauben bis auf das obere Blattpaar
  • Einpflanzen in kleine Töpfe, gefüllt mit Pikiererde

Am halbschattigen, geschützten Standort halten Sie das Substrat konstant feucht. Zeigt sich ein erster Austrieb, verläuft die unterirdische Bewurzelung wunschgemäß. Um den Prozess zu forcieren, stülpen Sie eine transparente Haube über den Steckling, die täglich gelüftet wird.
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Wie pflanze ich richtig um?

Die Staude alle 3-5 Jahre umzupflanzen trägt zur Erhaltung von Vitalität und Blühwilligkeit bei. Im gleichen Zug dient diese Maßnahme einer unkomplizierten Vermehrung. Graben Sie im zeitigen Frühjahr den Wurzelballen aus und zerteilen ihn mit dem Spaten. Je weniger die Wurzeln beschädigt werden, desto besser für die Blume. Pflanzen Sie ohne weitere Zeitverzögerung die Segmente am neuen oder bisherigen Standort ein.
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Chrysanthemen im Topf

Im Topf zieren Chrysanthemen Balkon, Terrasse und Hauseingang. Ebenso setzen sie auf der halbschattigen Fensterbank augenfällige Akzente. Damit die Blütenpracht sich über 20 bis 40 Tage uneingeschränkt ausdehnt, kommt es auf diese Pflege an:

  • Das Substrat konstant leicht feucht halten
  • Während der Wachstums- und Blütezeit alle 14 Tage flüssig düngen
  • Verwelkte Blüten ausputzen
  • Das Laub erst dann bodennah abschneiden, wenn es restlos verdorrt ist

Klopft der Winter an die Gartentüre, ziehen Chrysanthemen im Topf um ins helle, frostfreie Winterquartier. Zu groß ist die Gefahr, dass der Wurzelballen durchfriert, aufgrund seiner exponierten Lage. Winterblühende Sorten gießen und düngen Sie an einem sonnigen Standort bei Temperaturen nicht über 20 Grad Celsius.
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Sind Chrysanthemen giftig?

Im Hinblick auf den Giftgehalt einer Chrysantheme kann für Menschen Entwarnung gegeben werden. Für Haustiere, allen voran Hund und Katze, ist die Blume hingegen lebensgefährlich. Bereits kleine Mengen der Blüten und Blätter lösen schlimmste Vergiftungserscheinungen aus. Nehmen Sie daher die Zierpflanze nicht im Pflanzplan auf, wenn Sie Ihre vierbeinigen Hausgenossen schützen wollen.
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Chrysanthemen blühen nicht

Will die eigenhändig herangezogene Chrysantheme einfach nicht blühen, erhält sie zu viel Tageslicht. Als typische Kurztagpflanze hängt die Blüteninduktion eng zusammen mit der Dauer von Tag und Nacht. Sie können den natürlichen Prozess simulieren, um die Blume zur Blüte zu animieren. Zu diesem Zweck tragen Sie die Pflanze am frühen Abend in einen dunklen Raum oder stülpen eine lichtundurchlässige Abdeckung darüber. Erhält die Blume über einen Zeitraum von 6 Wochen täglich weniger als 10 Stunden Licht, entfaltet sich der ersehnte Blütenflor.
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Braune Blätter

Braune Blätter signalisieren, dass die Blume sich nicht wohlfühlt. Handelt es sich überwiegend um älteres Laub, mangelt es an Nährstoffen. Düngen Sie mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen, da dieser rascher aufgenommen wird. Färben sich alle Blätter braun, leidet die Blume an Trockenstress. Gießen Sie Chrysanthemen regelmäßig und ausgiebig, selbst nach einem Regenschauer.
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Wie bringe ich Chrysanthemen zum Blühen?

In professionellen Gärtnereien ist es gang und gäbe, mit einem einfachen Verdunklungs-Trick die Blüte von Chrysanthemen zu steuern. Da die Blume zu den Kurztagpflanzen zählt, wartet sie mit ihrer Blüte ab, bis die Tage kürzer werden. Wenn Sie diesen Vorgang simulieren, locken Sie die Blüte entsprechend frühzeitig hervor. So gelingt der gärtnerische Kniff:

  • Am frühen Abend einen schwarzen Eimer über die Blume stülpen
  • Die Abdeckung so lange bestehen lassen, dass die Chrysantheme weniger als 10 Stunden im Licht steht

Verfahren Sie auf diese Weise über einen Zeitraum von 6 Wochen, öffnen sich die Knospen, unabhängig vom Datum des Kalenders. Die Kurztag-Simulation funktioniert nur dann zu Ihrer vollen Zufriedenheit, wenn die Blume während der Verdunkelung von keinem einzigen Lichtstrahl erfasst wird.
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Schöne Sorten

  • Feuerzauber: prachtvolle Garten-Chrysantheme mit purpurroten, gefüllten Blüten von August bis Oktober
  • Havelschwan: weiß blühend und prall gefüllt bezaubert die Blume von Oktober bis November; Wuchshöhe 80 cm
  • Bienchen: besticht mit tiefgelben Pomponblüten im späten Herbst; Wuchshöhe bis 90 cm
  • Herbstrubin: majestätische Chrysantheme mit rubinroten, gefüllten Blüten; Wuchshöhe 100-110 cm
  • Mary Stoker: historische Sorte mit einfachen bronzegelben Blüten und gelbem Herzen; Wuchshöhe 60 cm
Text: Paula Jansen

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