Sonnenbraut pflanzen und pflegen

Mit leuchtend gelber Blütenpracht in poetischen Dimensionen zelebriert die Sonnenbraut den Sommer hindurch ein Tete-a-Tete mit unserem Mutterstern. Fragen Sie sich nicht länger, wie dieser Blütenzauber sich in Ihrem Garten prächtig entfaltet. Hier erhalten Sie fundierte Antworten auf häufige Fragen.

sonnenbraut
Sonnenbraut bringt sonnige Farben in den Garten

Sonnenbraut richtig pflanzen

Pflanzen Sie die Sonnenbraut im September/Oktober an einen sonnendurchfluteten Standort mit frisch-feuchter, guter Gartenerde. Ihre florale Power kommt in der Gruppe ausgezeichnet zur Entfaltung. Legen Sie daher im Abstand von 50-80 cm mehrere kleine Pflanzgruben an. Reichern Sie den Aushub an mit Kompost und Hornspänen. Es ist von Vorteil, wenn die bisherige Pflanztiefe beibehalten wird. Hoch wachsende Arten versehen Sie von Beginn an mit einem Stützstab. Damit Helenium bestens anwächst, spielt eine angemessene Wasserversorgung in den ersten Tagen und Wochen eine zentrale Rolle.

Pflegetipps

Ihre einzigartige Fernwirkung entfaltet die Sonnenbraut im Garten, wenn Sie ihr dieses Pflegeprogramm gönnen:

  • Helenium regelmäßig gießen, wenn die Erde angetrocknet ist
  • Von Mai bis August monatlich organisch düngen
  • Mulchen mit Laub, Grasschnitt und Brennnesselblättern
  • Die jungen Triebe mindestens ein Mal im Mai/Juni entspitzen
  • Verwelkte Blüten ausputzen
  • Rückschnitt um ein Drittel im Juli, um eine Nachblüte zu animieren
  • Bodennaher Schnitt des Laubs wahlweise im Herbst oder zeitigen Frühjahr

In winterrauen Lagen sowie im Pflanzjahr empfehlen wir einen leichten Winterschutz. Belassen Sie das verwelkte Laub bis Februar/März an der Pflanze. Zusätzlich breiten Sie eine Schicht aus Laub, Kompost und Nadelreisig über dem Beet mit Helenium aus.
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Welcher Standort ist geeignet?

Ihr Name lässt keinen Zweifel daran, wo sich die Sonnenbraut wohlfühlt. Siedeln Sie die Blume daher am vollsonnigen bis sonnigen Standort an. Warm und vor allem windgeschützt möchte die Staude stehen, damit Windwurf nicht das traumhafte Bild zerstört. Darf sie hier ihre Wurzeln in nährstoffreicher, humoser und frisch-feuchter Erde ausstrecken, lässt die Schönheit von Helenium keine Wünsche offen.
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Der richtige Pflanzabstand

Wuchshöhe und Habitus der favorisierten Helenium definieren den besten Pflanzabstand. Zu Ihrer Orientierung haben wir empfehlenswerte Distanzen gängiger Arten und Sorten für Sie zusammengestellt:

  • Wildart Helenium hoopesii mit einer Wuchshöhe von 50-70 cm: Pflanzabstand 50 cm
  • Sonnenbraut Hybriden mit einer Wuchshöhe von 80-100 cm: Pflanzabstand 70 cm
  • Sonnenbraut Hybriden mit einer Wuchshöhe von 100-160 cm: Pflanzabstand 80 cm

Welche Erde braucht die Pflanze?

Ihre Sonnenverliebtheit impliziert nicht, dass Helenium trockenen, sandigen Boden bevorzugen. Im Gegenteil gedeiht die Sommerschönheit einzig in frisch-feuchter Erde, reich an Nährstoffen und besiedelt mit einem vitalen Bodenleben.

Was ist die beste Pflanzzeit?

Die beste Pflanzzeit für Helenium ist im Herbst. Im sommerwarmen Boden etablieren sich die Wurzeln zügiger, als im kalten Erdreich des Frühjahrs. Setzen Sie die Sonnenbraut im September oder Oktober in die Erde, startet sie mit einem vitalen Wachstumsvorsprung in die erste Vegetationsperiode.

Wann ist Blütezeit?

Die Hauptblütezeit erstreckt von über die Sommermonate Juli und August. Das hindert so manche Helenium-Züchtung nicht daran, bereits ab Mai die Blütenscheiben der Sonne entgegen zu strecken, wie die Wildart zelebriert. Werden Sie der Blütenpracht nicht überdrüssig, schneiden Sie den ersten Blütenflor zurück. Die Nachblüte dauert daraufhin bis in den Oktober an.

Sonnenbraut richtig schneiden

Die Schere nimmt in der fachgerechten Pflege von Helenium eine zentrale Rolle ein. Zu diesen Gelegenheiten schneiden Sie die Sonnenbraut richtig:

  • Im Mai/Juni die Triebe entspitzen für ein buschiges Wachstum und eine vitale Blütenfülle
  • Während der Blütezeit verwelkte Stängel ausputzen, um Platz zu schaffen für eine Nachblüte
  • Die schönsten Helenium am frühen Morgen schneiden als dekorativen Vasenschmuck

Erscheint Ihnen das regelmäßige Ausputzen zu zeitaufwändig, schneiden Sie den verwelkten Blütenflor in einem Durchgang im Juli um ein Drittel ab. Daraufhin entwickelt sich eine Nachblüte bis in den Herbst hinein. Der bodennahe Rückschnitt erfolgt wahlweise im Oktober/November oder Februar/März.
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Sonnenbraut gießen

Lassen Sie eine Sonnenbraut nicht dürsten. Gerät die Blume unter sommerlichen Trockenstress, bedeutet dieses Dilemma das unmittelbare Ende der Blütenpracht. Gießen Sie daher Helenium regelmäßig und reichlich, ohne Staunässe zu verursachen. Idealerweise erhält die Sommerblume das Wasser unmittelbar an die Wurzeln und wird nicht Überkopf beregnet.

Sonnenbraut richtig düngen

Stärken Sie die Sonnenbraut von Mai bis August ein Mal im Monat mit einem organischen Dünger. Kompost, Hornspäne, Guano oder Pflanzenjauchen versorgen Helenium mit allen wichtigen Nährstoffen. Kultivieren Sie die Sommerschönheit im Kübel, verabreichen Sie alle 14 Tage einen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Überwintern

In milden Lagen bewältigt die Sonnenbraut den Winter, ohne dass explizite Vorkehrungen zu treffen sind. Befindet sich das Beet in einer rauen Region, empfehlen wir folgende Schutzmaßnahmen:

  • Das Laub an der Staude belassen bis zum zeitigen Frühjahr
  • Die Pflanze bedecken mit Laub und Nadelreisig
  • Kübel umhüllen mit Folie oder Jute und auf Holz stellen

Die größte Gefahr des Winters geht nicht von frostigen Temperaturen aus, sondern von Trockenstress. Bleibt der Schnee aus, während des friert, gießen Sie Helenium daher an milden Tagen.

Sonnenbraut vermehren

Wünschen Sie sich weitere Exemplare für Ihren Garten, stehen zwei Methoden der Vermehrung zur Wahl. So ziehen Sie eigenhändig neue Helenium heran:

  • Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr oder Herbst
  • Ernte der Samen im Herbst und deren Aussaat ab Februar auf der Fensterbank bei 20-22 Grad Celsius

Die Sämlingsvermehrung mittels selbst geernteter Samen birgt allerdings das Manko, dass die daraus entstehenden Jungpflanzen erst nach 2-3 Jahren zum ersten Mal blühen.
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Wie pflanze ich richtig um?

Nach 3 bis 4 Jahren lässt die Blütenfülle einer Sonnenbraut spürbar nach. Graben Sie im Frühjahr den Wurzelballen aus, zerteilen diesen in zwei oder mehr Segmente, trägt diese Maßnahme zur Verjüngung bei. Eingepflanzt am sonnigen Platz in humose, frisch-feuchte Erde, sprüht die umgepflanzte Helenium wieder vor Vitalität und Blühfreudigkeit.

Ist Sonnenbraut giftig?

Als Korbblütler ist die Sonnenbraut eng verwandt mit Nahrungspflanzen, wie Kopfsalat oder Chicorée, sowie wichtigen Heil- und Gewürzpflanzen, wie Arnika oder Kamille. Von giftigen Bestandteilen ist daher in Helenium weit und breit keine Spur.

Sonnenbraut blüht nicht

Wenn uns die Sonnenbraut ihre Blütenpracht vorenthält, steckt in der Regel ein handfester Grund dahinter. Die wichtigsten Ursachen für das Ausbleiben der Blüte im Überblick:

  • Zu dunkler Standort – Lösung: umpflanzen an einen vollsonnigen Platz
  • Zu magere, sandige, trockene Erde – Lösung: den Boden anreichern mit Kompost und mulchen mit Lauberde
  • Trockenstress – Lösung: Helenium regelmäßig und reichlich gießen
  • Sämlings-vermehrte Pflanze – Lösung: für 2-3 Jahre gedulden, bis die erste Blüte erscheint

Schöne Sorten

  • Sahin’s early Flowerer: Innovative Neuheit mit Blüten in zarten Orange-Nuancen, gut standfest; Wuchshöhe bis 140 cm
  • Double Trouble: Besticht mit halb gefüllten, gold-gelben Blüten von Juli bis Oktober; Wuchshöhe 70-90 cm
  • Septembergold: Spät blühende Helenium, deren sattgelbe, unterseits braunrote Blüten bis Oktober durchhalten; Wuchshöhe 80 cm
  • Flammenrad: Premium-Sorte mit rot-gelb geflammten Blüten und braunem Herzen; Wuchshöhe 120-140 cm
  • Baudirektor Linne: Wunderbare Schnittblume mit leuchtend roten Blüten; Wuchshöhe 130-150 cm
Text: Paula Jansen

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