Gartenarbeiten im März

Im März erwacht der Garten langsam zu neuem Leben. Daher ist nun der richtige Zeitpunkt, um ein paar Gartenarbeiten zu erledigen. Welche Maßnahmen im März anstehen, erfahren Sie im Folgenden.

Gärtnern im März
Im März können Rosen und andere Sträucher geschnitten werden

Hochbeete mit viel Freiraum für Individualität

Über die unschlagbaren Vorteile eines Hochbeetes und dessen unterschiedliche Bauarten wurde im Gartenjournal schon viel geschrieben, wie in diesem Beitrag zum Beispiel. Aussaat und Bepflanzung der rückenfreundlichen Beete können bereits sehr zeitig beginnen, da der Verrottungsprozess im Innern des Erdreichs für günstige thermische Verhältnisse im Boden sorgt, was sich wiederum wachstumsfördernd auf Tomaten, Paprika, Gurken & Co. auswirkt.
Spielt das Wetter mit, dürfen wir relativ sicher sein, dass eine üppige und verlustarme Ernte heranreift. Der für Bau und Befüllung solch eines Beetkastens doch recht erhebliche Aufwand wird in den meisten Fällen bereits mit der ersten Ernte wettgemacht. Von daher lohnt sich Sorgfalt beim Bau aber auch die Auswahl von hochwertigem Material, sodass selbst Hochbeete aus Holz wenigstens drei bis fünf Jahre und oft sogar viel länger halten. Unsere Kurztipps dazu:

  • Hartholz, richtig verarbeitet, zeichnet sich durch eine wesentlich längere Haltbarkeit aus, als Kiefer oder Fichte. Günstige Angebote von Bohlen und Brettern aus Eiche, Douglasie oder Lärche findet man eher direkt im Sägewerk aus der Umgebung, als im Baumarkt nebenan.
  • Auch der beste Schutzanstrich macht Holz, egal welcher Art, nicht vollständig resistent gegen Feuchtigkeit. Von daher möglichst alle Teile, die mit dem Erdreich in Berührung kommen sowie die Innenwände mit einer stabilen und temperaturbeständigen Teichfolie auskleiden.
  • Die Seitenhöhe der Beetkästen orientiert sich am Besten an der Körpergröße, sodass der obere Beetabschluss in Hüfthöhe, also ungefähr bei 90 cm liegt.
  • Hochbeete für Gemüse wirken durch ihre günstige Wärmeentwicklung ähnlich einer Fußbodenheizung im Haus. Der Vorteil: Selbst kalte Nächte mit gelegentlichem Bodenfrost können den früh ausgesetzten Gemüsekulturen nur sehr wenig anhaben. Sicherheitshalber lässt sich die Kälte mit über dem Beet gelegtem Gärtnervlies dämmen, was insbesondere die Jungpflanzen vor dem Erfrieren schützt.
  • Zum Frühjahrsstart ist der Schneckenschutz im Hochbeet ganz besonders wichtig. Die schleimigen Kletterkünstler lassen sich mit einem ca. drei cm breiten Kupferband, das im oberen Bereich des Beetkastens angeschlagen wird, relativ sicher von den heranwachsenden Pflänzchen fernhalten. Auch Kaffeesatz kann die Fressfeinde sehr effizient ausbremsen, wenn Sie ihn am Rand zwischen dem Holz und der Gartenerde großzügig verteilen.
  • Ähnlich wie beim Komposthaufen wird das Erdreich im Hochbeet über die Monate gesehen sichtbar absacken und übers Jahr zischen 20 und 30 cm an Höhe verlieren. Spätestens nach der Ernte sollte neu und mit guter Gartenerde ergänzt werden bevor nach fünf bis sieben Jahren ein vollständiger Austausch des Bodens erfolgt.

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Frühlingserwachen im Rosengarten

Im März brauchen unsere Strauch- und Hochstammrosen ganz besondere Aufmerksamkeit, denn die eventuell erfrorenen oder braunen Triebe müssen jetzt zugunsten der Gesunden rigoros zurückgeschnitten werden. Eine wichtige Voraussetzung wäre allerdings, dass die milde Witterung auch Ende März noch anhält, was zusätzlich den noch vorhandenen Winterschutz und die im Spätherbst angehäufelte Erde ebenfalls überflüssig macht.

Schnitt je nach Wuchsform unterschiedlich

Da es in den kommenden Tagen und Wochen hauptsächlich um den Neuaustrieb der Rosen gehen wird, kann zwischen Ende März bis in den April hinein mit Nährstoffgaben erstmalig gedüngt werden. Ideal ist ein spezieller Rosendünger (18,76€ bei Amazon*) auf organischer Basis, der dennoch möglichst sparsam einzusetzen wäre. Extrem wichtig beim Schnitt: Optimal wird ungefähr fünf Millimeter über dem Auge der neuen Triebe angesetzt und möglichst leicht schräg gekappt. Damit wird erreicht, dass sich das Gieß- bzw. Regenwasser nicht auf der Oberfläche der Schnittfläche absetzen kann, um dort im schlimmsten Fall Fäulnis zu verursachen. Wie weit der Rückschnitt erfolgt, hängt vom gewünschten Wuchsergebnis aber auch von der genauen Züchtungsart der Pflanze ab.

  • Strauchrosen: Dürfen um ein Drittel gekürzt werden, überalterte Triebe großzügig entfernen;
  • Edel- und Beetrosen: Stabiles Grundgerüst mit vier bis sechs etwas stärkeren und gesunden Trieben stehen lassen und auf 20 bis 30 cm kürzen;
  • Kletterrosen: Bei mehrmals im Jahr blühenden Gewächsen lediglich die Seitentriebe auf drei bis höchstens fünf gesunde Knospen zurückschneiden;
  • Wildrosen: Je nach Art erstmals nach der ersten Blüte im Jahr nach Bedarf auslichten;

Als Faustregel gilt bei allen Wuchsformen der Rosen: Starker Rückschnitt bewirkt starke aber nur wenige lange Triebe. Wird zu schwach gestutzt, ist mit kurzen, aber dafür vielen nachwachsenden Trieben zu rechnen.

Text: Fred Lübke

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