Gartenarbeit zu allen Jahreszeiten

Im Garten gibt es das ganze Jahr hindurch viel zu tun. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Gartenarbeit in welchem Monat zu erledigen ist. Dann wird nichts vergessen und so steht einem gepflegten Garten nichts mehr im Wege!

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Jede Jahreszeit bringt andere Gartenarbeiten mit sich

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer schon im März/April aussät, kann bereits im Mai das erste Gemüse ernten
  • Unkraut wird das ganze Jahr über entfernt
  • Im Sommer muss besonders viel gegossen werden und der Rasen öfter gemäht werden
  • Im Herbst wird der Komposthaufen gewendet, Laub aufgesammelt und Bäume gepflanzt

Gartenarbeit durch das Jahr

In diesem Artikel finden Sie detaillierte Hinweise darauf, wann bestimmte Gartenarbeiten im Laufe eines Jahres durchgeführt werden sollten. Seien Sie bei der Umsetzung jedoch nicht allzu sklavisch, denn die tatsächlichen Wetterbedingungen bei Ihnen vor Ort haben den größten Einfluss darauf, wann bestimmte Tätigkeiten erledigt werden können – oder wann Sie damit besser noch warten. Ein zu frühes Auspflanzen etwa ist nicht sinnvoll, wenn es draußen noch winterlich frostig ist und Ihre Pflanzen keine Überlebenschance haben – auch dann nicht, wenn der Kalender den ersten Frühlingstag anzeigt. Lassen Sie sich von den Witterungsbedingungen bei Ihnen vor Ort leiten und sehen Sie diesen Gartenkalender nur als Vorschlag, dann haben Sie beste Erfolgschancen.

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Gartenarbeit im Frühjahr

Im Frühjahr werden die Tage wieder länger, die Temperaturen steigen und der Garten erwacht zu neuem Leben: Die Bäume zeigen neue Blätter und Triebe und im Boden verborgene Blumenzwiebeln bringen nach dem grauen Winter eine lebhafte Farbenpracht hervor. Gärtner haben jetzt viel zu tun, denn es muss gesät und gepflanzt werden, geschnitten und gedüngt. Doch Vorsicht: Lassen Sie sich nicht durch einen frühen Frühlingseinbruch täuschen, denn in diesen wechselhaften Monaten kann sich Väterchen Frost doch wieder zurückmelden. Auch wenn das Wetter ausreichend freundlich zum Pflanzen erscheint, achten Sie am besten weiterhin auf die Vorhersagen – ein plötzlicher später Frost kann junge Pflanzen auf einen Schlag vernichten.

Allgemeine Aufgaben

Welche allgemeinen Gartenarbeiten im zeitigen Frühjahr auf Sie warten, zeigt die folgende Tabelle:

AufgabeDurchführung
DüngenDüngen Sie im Winter zurückgeschnittene Pflanzen und tragen Sie eine großzügige Mulchschicht auf.
MulchenMulchen Sie Rabatte und Wege, sofern der Boden feucht und unkrautfrei ist.
UmgrabenBereiten Sie den Boden durch Umgraben auf das Pflanzen vor.
JätenEntfernen Sie mehrjährige Unkräuter aus den Beeten. Säubern Sie Auffahrten und Wege.
WässernWenn das Wetter wärmer wird und es längere Zeit nicht regnet, müssen Sie in dieser wichtigsten Wachstumsphase für eine ausreichende Bewässerung sorgen.

März

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Im März werden Rosen geschnitten

Im März beginnt das Gartenjahr. Starten Sie die neue Saison, indem Sie im Garten erst einmal kräftig aufräumen und dort nach dem Winter für Ordnung sorgen:

  • Schneiden Sie verwelkte und abgestorbene Pflanzenteile zurück.
  • Harken Sie die Beete und Rabatten kräftig durch.
  • Entfernen Sie dabei eventuell liegengebliebenes Laub oder Mulch (99,98€ bei Amazon*) aus dem Vorjahr.
  • Schneiden Sie Pflanzen wie etwa Rosen und andere Blütenpflanzen zurück.
  • Stauden erhalten ebenfalls einen kräftigen Rückschnitt.
  • Auch Obstbäume können jetzt noch geschnitten werden.
  • Zerhäckseln Sie das Schnittgut und kompostieren Sie es.
  • Kontrollieren Sie Ihre Gartenpflanzen auf Krankheiten und Schädlinge.
  • Behandeln Sie sie gegebenenfalls.
  • Tauschen Sie beschädigte Pflanzgefäße aus.

Der perfekte Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist traditionell die Forythienblüte. Auch Sommerblüher wie Clematis, Hortensien oder Lavendel können jetzt beschnitten werden. Achten Sie verstärkt auf Krankheiten, da die durch den Winter geschwächten Pflanzen jetzt besonders anfällig sind. Entfernen Sie infizierte Pflanzenteile und entsorgen Sie sie über den Hausmüll.

Wer es noch nicht gemacht hat, beschneidet jetzt seine Obstbäume. Lediglich Pfirsiche und Süßkirschen werden im Sommer nach der Ernte beschnitten. Bereiten Sie alles für die kommende Ernte vor, indem Sie frostempfindliches Gemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken auf der Fensterbank vorziehen. Direkt ins Frühbeet können hingegen robustere Pflanzen wie etwa frühe Radieschen, Kohlrabi oder Rettich, die Sie aussäen oder aber als vorgezogene Pflanzen in die Erde setzen.

Auch einjährige Sommerblumen wie etwa Duftwicken oder Löwenmäulchen können Sie jetzt schon vorziehen und dann als junge Pflänzchen ab April ins Beet setzen. Umso eher können Sie sich an den hübschen Blüten erfreuen.

Beerensträucher wie etwa Stachelbeeren können jetzt gepflanzt werden, zudem muss das Erdbeerbeet für die neue Saison vorbereitet werden. Entfernen Sie welke und abgestorbene Pflanzenteile (am besten mit einer scharfen Schere!), jäten Sie Unkraut, lockern Sie den Boden und arbeiten Sie etwas kompostierten Stallmist als Dünger ein. Alternativ können Sie auch Beerendünger verwenden.

Der Rasen freut sich im März über diese Pflegearbeiten:

  • Harken Sie über kahle oder abgelaufene Stellen und besäen Sie sie neu.
  • Kalken Sie bei Bedarf.
  • Jäten Sie Unkraut, düngen Sie den Rasen und bringen Sie gegebenenfalls Moosvertilgungsmittel auf.
  • Sobald das Gras auf etablierten Rasenflächen zu wachsen beginnt, können Sie mähen.

April

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Ab April wird kälteverträgliches Gemüse ins Beet gesät

Im April sind die vorbereitenden Arbeiten erledigt, jetzt geht es mit der Gartenarbeit erst so richtig los. Düngen Sie alle Gartenpflanzen, die es nötig haben – das betrifft vor allem mehrjährige Sträucher und Stauden, aber auch Zwiebelblumen und Gemüsepflanzen. Die Gewächse brauchen die frische Nährstoffzufuhr, da sie zu diesem Zeitpunkt den größten Wachstumsschub haben und entsprechend Energie und Nährstoffe brauchen. Im Frühjahr mangelernährte Pflanzen werden nur ein mickriges Wachstum sowie mangelnde Blütenpracht und wenig Früchte entwickeln.

Auch das ausreichende Gießen ist jetzt wichtig, vor allem, wenn es im April nur wenig regnet. Dafür aber kann es schon so manchen heißen Tag geben, der die Pflanzen unter Stress setzt. Gießen Sie am besten frühmorgens, was insbesondere in vermehrt von Schnecken bedrohten Gärten wichtig ist – hier sollten Sie auf keinen Fall abends wässern, da das die Tiere nur zusätzlich anlockt.

Außerdem kann ab April frostunempfindliches Gemüse direkt ins Beet ausgesät werden. Achten Sie jedoch darauf, nicht alle Samen zur gleichen Zeit auszubringen, sondern diese zeitversetzt in die Erde zu setzen. So ernten Sie das Gemüse schließlich nicht alles auf einmal (und werden überschwemmt), sondern nach und nach. Auch robuste Stauden lassen sich nun pflanzen sowie Sommerblumen (sofern sie nicht frostempfindlich sind) aussäen. Arbeiten Sie zuvor auf jeden Fall Kompost ein, damit die Pflanzen ausreichend Nährstoffe zur Verfügung haben.

Ihren Rasen sollten Sie, falls noch nicht im März erledigt, spätestens jetzt

  • kalken und düngen (natürlich zeitversetzt)
  • vertikutieren und von Filz und totem Material befreien
  • kahle Stellen nachsäen

Mai

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Im Mai können bereits die ersten Radieschen geerntet werden

Im Mai können Sie sich – vorausgesetzt natürlich, Sie haben entsprechend früh gesät und gepflanzt – über die erste Ernte freuen. Radieschen, Frühlingszwiebeln, Spinat, Salat und Mangold können bereits geerntet werden. Auch früher Kohlrabi und Rettich ist schon bereit. Des Weiteren ist der Mai Bärlauch-Monat: Haben Sie das würzige Kraut in Ihrem Garten? Falls nein, dann wird es höchste Zeit, es zu kultivieren!

Im Mai wird es zudem wettertechnisch oft noch einmal spannend, denn die Eisheiligen sorgen in der Monatsmitte oft noch einmal für einen Kälteeinbruch. Ist dieser jedoch überstanden, können Sie nun kälteempfindliche Pflanzen nach draußen bringen. Dies betrifft nicht nur Kübelpflanzen wie etwa Bougainvillea, Oleander, Geranien und Co., sondern auch viele beliebte Gemüse wie beispielsweise Tomaten und Paprika. Auch Bohnen, Zucchini und Gurken sind recht empfindlich und dürfen erst jetzt ins Freie. Dasselbe gilt für viele Kräuter, die Sie optimalerweise vorgezogen haben und die jetzt ins Beet kommen.

Achten Sie jedoch auch nach den Eisheiligen darauf, empfindlichen Pflanzen einen Kälteschutz angedeihen zu lassen und sie etwa mit einem Vlies abzudecken.
Ansonsten haben Sie in Sachen Pflege nun dieselben Aufgaben wie im April:

  • düngen (falls noch nicht geschehen)
  • für eine ausreichende Wasserversorgung sorgen
  • Unkraut jäten und vorbeugen (z. B. durch mulchen)
  • Boden in den Beeten lockern

Des Weiteren gilt es, die Gartenpflanzen aufmerksam nach Blattläusen abzusuchen. Diese Schädlinge machen sich schon recht früh im Jahr im Garten breit, weshalb eine frühe Bekämpfung sinnvoll ist – umso weniger müssen Sie sich später über eine regelrechte Plage ärgern. Auch Schnecken sind regelmäßig abzusammeln und die Beete durch geeignete Maßnahmen vor den gefräßigen Tieren zu schützen.

Tipps

Vergessen Sie nicht, jetzt Ihre Sämlinge zu pikieren, damit die jungen Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen haben.

Gartenarbeit im Sommer

Mit steigenden Temperaturen wird die sparsame Wassernutzung und die erforderliche Bewässerung aller Pflanzen das Hauptanliegen des Gärtners. Überlegen Sie, wie Ihre Pflanzen Ihren eventuell anstehenden Urlaub überstehen werden. Stellen Sie hierzu beispielsweise Kübelpflanzen in den Schatten und vereinbaren Sie nach Möglichkeit eine gegenseitige Urlaubsgartenpflege mit einem Gartenfreund.

Allgemeine Tätigkeiten

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Verblühtes sollte regelmäßig ausgeputzt werden

Ganz allgemein warten im Sommer diese Aufgaben auf Sie:

AufgabeDurchführung
Kübel bepflanzenSpätestens jetzt sollten Sie Ihre Pflanzgefäße bepflanzen oder nach draußen stellen.
Verblühtes entfernenEntfernen Sie regelmäßig Verblühtes, um das Wachstum neuer Blüten zu fördern und Krankheiten zu vermeiden.
WässernWässern Sie Ihre Pflanzen vor allem in Trockenphasen regelmäßig. Achten Sie verstärkt auf Anzeichen von Trockenstress, z. B. eingerollte Blätter, abfallende oder verwelkende Triebe und Blätter.

Juni

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Unkraut muss regelmäßig entfernt werden

Auch im Juni gibt es im Garten noch viel zu tun:

  • bei vielen Pflanzen steht die zweite Düngung an (organisch oder Langzeitdünger)
  • Unkraut jäten
  • Pflanzen gießen
  • einmal die Woche den Rasen mähen
  • Süßkirschen ernten und anschließend den Baum zurückschneiden
  • ein- und zweijährige Blumen aussäen
  • noch schnell ein Kräuterbeet anlegen (falls noch nicht erledigt)
  • gegebenenfalls Pflanzen teilen

Darüber hinaus ist der Juni Hochsaison für viele Schädlinge wie Schildläuse, Gallmilben, Dickmaulrüssler, Weiße Fliegen sowie den gefürchteten Buchsbaumzünsler sowie für Pilzkrankheiten. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf entsprechende Anzeichen und ergreifen Sie rechtzeitig Gegenmaßnahmen. Locken Sie nützliche Insekten wie Marienkäfer oder Florfliege in den Garten, indem Sie etwa ein Insektenhotel (7,82€ bei Amazon*) aufstellen. Sammeln Sie weiterhin regelmäßig Schnecken ab.

Exkurs

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Stecklinge zu schneiden?

Außerdem ist der Juni der perfekte Zeitpunkt, um Stecklinge zu schneiden – zumindest, wenn die Pflanzen aus weichen oder halbverholzten Stecklingen vermehrt werden sollen. Schneiden Sie die Hölzer und setzen Sie sie gleich in nährstoffarme Anzuchterde. Im folgenden Jahr können die daraus entstehenden Pflanzen schließlich ins Freie.

Juli

Im Juli ist vor allem eines wichtig: gießen, gießen und nochmals gießen. Wässern Sie Ihre Pflanzen vorzugsweise in den frühen Morgenstunden und achten Sie darauf, dass Sie das Wasser direkt auf den Boden geben. Die Blätter und Blüten der Gewächse sollten nach Möglichkeit nicht nass werden! Anderenfalls drohen Pilzkrankheiten. Gießen Sie außerdem nicht täglich in kleinen Dosen, sondern lieber kräftig alle paar Tage – nur so bilden Pflanzen tiefreichende Wurzeln aus und sind unempfindlicher gegen Trockenheit.

August

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Zur wärmsten Jahreszeit muss besonders viel gegossen werden

Die wichtigsten Arbeiten im August bestehen weiterhin in der ausreichenden Versorgung der Pflanzen mit Wasser sowie im regelmäßigen Unkraut zupfen und Rasen mähen. Außerdem ist der August der Monat, in dem Sie reichlich Gemüse ernten dürfen – Sie haben also alle Hände voll zu tun, die Früchte Ihrer Arbeit endlich einzustreichen.

Die abgeernteten Beete können Sie entweder mit Wintergemüsen wie etwa Feldsalat oder Kurzzeitkulturen wie Kopfsalat und Radieschen einsäen bzw. bepflanzen oder auch – falls eine weitere Nutzung nicht gewünscht ist – mit Gründüngungspflanzen einsäen. Hierzu eignen sich vor allem verschiedene Kleearten, die nicht nur Insekten reichlich Futter im Herbst liefern, sondern auch Stickstoff in ihren Wurzeln sammeln und damit den Boden anreichern. Auch Winterroggen oder Phacelia eignen sich sehr gut für brach liegende Gemüsebeete.

Gedüngt wird jetzt nach Möglichkeit nicht mehr bzw. spätestens bis Mitte August mit einem kaliumbetonten Dünger. Dieser soll insbesondere die empfindlichen Triebe der Rosen rechtzeitig vor dem Winter abhärten. So überstehen die Blumen die kalte Jahreszeit besser. Außerdem ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die “Königin der Blumen” zurückzuschneiden und so Pilzkrankheiten vorzubeugen. Beim so genannten Sommerschnitt entfernen Sie vor allem bereits erkrankte Pflanzenteile sowie welke Blüten.

Tipps

Damit Sie sich im Herbst an ihrer Blütenpracht erfreuen können, sollten Sie jetzt Herbstzeitlose und Alpenveilchen in die Beete pflanzen. Sie eignen sich auch für schattigere Plätze.

Gartenarbeit im Herbst

Auch wenn die Tage kürzer werden und die Pflanzen im Garten allmählich weniger, ist der Herbst in vielerlei Hinsicht ein Anfang und nicht das Ende des Gartenjahres. Das Pflanzen von Blumenzwiebeln, Rosen und Gehölzen ist eine vorausblickende Arbeit zu einer Zeit, in der sich die meisten Tätigkeiten im Garten ums Reinigen und Entfernen abgestorbener oder verrottender Pflanzen drehen.

Allgemeine Tätigkeiten

“Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht!”

Die wichtigsten Arbeiten im Herbst können Sie dieser Tabelle entnehmen:

AufgabeDurchführung
Komposthaufen wendenWenden Sie den Komposthaufen, um die einzelnen Bestandteile besser zu vermischen.
Verrotteten Kompost verteilenVerteilen Sie reifen Kompost als Winterschutz auf Beeten und Rabatten.
Schweren Tonboden umgrabenGraben Sie schweren Tonboden um und lassen Sie die Klumpen unzerkleinert. Diese Arbeit erledigt der winterliche Frost und verbessert so die Bodenstruktur.
Laub aufsammelnSammeln Sie Herbstlaub auf, um es in Laubkompost umzuwandeln.
Empfindliche Pflanzen ins Winterquartier umsiedelnFrostempfindliche Pflanzen gehören spätestens im Oktober ins Winterquartier.
Einjährige Pflanzen entfernenVerblühte Einjährige können jetzt entfernt werden. Sammeln Sie deren Samen für die Neuaussaat im nächsten Jahr.
Im Spätherbst Bäume und Sträucher pflanzenNeue Gehölze pflanzen Sie am besten kurz vor der Winterruhe.

September

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Im September ist Zucchini-Zeit

Gurken, Zucchini, Bohnen, Salate, Kartoffeln, Blatt-, Wurzel- und Knollengemüse sowie zahlreiche Kohlgemüse: Auch im September können Sie im Garten noch reichlich ernten. Sorgen Sie dafür, dass das Gemüse – mit Ausnahmen einiger Arten wie etwa Rosenkohl, denen Kälte nichts ausmacht – rechtzeitig vor dem ersten Frost eingelagert oder anderweitig haltbar gemacht bzw. verarbeitet wird. Die letzten Tomaten können Sie – auch wenn sie noch grün sind – ebenfalls ernsten und in einer mit Äpfeln bestickten Obstschale nachreifen lassen.

Denken Sie auch schon ans nächste Gartenjahr und sammeln Sie Gemüse- und Blumensamen ein, die Sie am besten in kleinen Papiertüten an einem luftigen und trockenen Ort aufbewahren. Lediglich kaltkeimende Pflanzen müssen jetzt ausgebracht werden, da sie für ihre Keimung einen Kältereiz brauchen: Taglilie, Phlox, Fackellilie, Eisenhut oder Frauenmantel müssen also schon im Herbst ins Beet. Das gilt übrigens auch für die meisten frühblühenden Zwiebelblumen wie etwa Tulpen, Krokusse und Narzissen. Diese sollten Sie spätestens im Oktober ins Beet setzen.

Ausdauernde Gartenstauden wie Rittersporn, Margarite und Lupine vermehren Sie am besten jetzt durch Teilung, auch viele Gehölze können ab Ende September schon zurückgeschnitten werden. Der Rasen wird weiterhin gemäht.

Oktober

Im Oktober ernten Sie die letzten Gemüse und spätes Obst wie etwa Quitten. Außerdem sollten Sie jetzt die Arbeiten nachholen, die eventuell im September liegengeblieben sind:

  • abgeerntete Beete umgraben
  • Gründdüngung einsäen
  • Blumenzwiebeln pflanzen
  • Kaltkeimer aussäen
  • Gehölze pflanzen
  • Kübelpflanzen ins Winterquartier bringen
  • Beete und Rabatten mulchen

Des Weiteren gilt es nun, Laub regelmäßig zu entfernen. Besonders wichtig ist das auf Rasenflächen, da unter der dicken Blätterschicht Fäulnis entstehen kann. Sie müssen das Laub jedoch nicht entsorgen, sondern können wertvollen Laubhumus daraus machen. Dazu packen Sie die Blätter einfach auf den Kompost, entweder allein oder zusammen mit anderen Gartenabfällen.
Jetzt ist außerdem der richtige Zeitpunkt, um verblühte Staudenpflanzen und Gräser zurückzuschneiden sowie die Rosen anzuhäufeln.

Welche Arbeiten im Oktober anfallen, zeigt dieses Video sehr schön:

Youtube

November

Auch im November räumen Sie noch Laub weg, damit die darunter liegenden Pflanzen nicht ersticken. Machen Sie außerdem den Garten endgültig winterfest, indem Sie ein letztes Mal Unkraut jäten und anschließend spätestens jetzt Kompost und Mulch in den Beeten verteilen sowie empfindliche Pflanzen vor der Kälte schützen. Kübelpflanzen überwintern am besten frostfrei in einem kühlen Winterquartier.

Im November können Sie außerdem noch viele Obstbäume und -sträucher pflanzen sowie bereits bestehende Obstgehölze zurückschneiden. Außerdem sollten Sie Leimringe um die Stämme legen, um Schadinsekten am Überwintern zu hindern. Diese Maßnahme darf besonders bei Apfelbäumen nicht vernachlässigt werden.

Exkurs

Wie bereitet man den Gartenteich optimal auf den Winter vor?

Entfernen Sie im Spätherbst die Wasserpumpe. Reinigen und warten Sie sie, anschließend lagern Sie sie bis zum nächsten Frühjahr an einem frostfreien Ort. Beseitigen Sie außerdem abgestorbene Blätter. Im Winter können Sie einen Plastikball auf der Wasseroberfläche schwimmen lassen, um die Fläche eisfrei zu halten.

Gartenarbeit im Winter

Schutz ist das Hauptanliegen des Gärtners im Winter. Frost, Schneefall, Sturm und Hagel stellen eine Bedrohung für die Pflanzen im Garten dar. Sorgen Sie dafür, dass diese ausreichend geschützt sind. Nutzen Sie außerdem die Zeit, um das nächste Jahr zu planen.

Jetzt stehen Planungen und Vorbereitungen für das kommende Gartenjahr an, wie das folgende Video zeigt:

Youtube

Häufig gestellte Fragen

Ich leide unter Rückenschmerzen, weshalb mir die Arbeit im Beet schwerfällt. Wie kann ich mir die Gartenarbeit erleichtern?

In diesem Fall ist ein Hochbeet (oder mehrere) in einer passenden Höhe wahrscheinlich die beste Lösung.

Gibt es einfachere Möglichkeiten, Wurzelunkräuter aus den Beeten zu entfernen?

Wurzelunkraut lässt sich mit einem Unkrautstecher auch ganz ohne Bücken gut entfernen.

Wie kann ich Unkraut am Wachsen hindern, sodass ich nicht mehr jäten muss?

Gänzlich werden Sie das Unkraut wohl nicht aus dem Garten verbannen können, doch ein auf dem Beet ausgebrachtes Unkrautvlies hilft schon einmal sehr gut. Daneben wächst Unkraut auf gemulchten Beeten eher selten.

Tipps

Ungeliebte Gartenarbeit wie etwa Unkraut jäten oder Rasen mähen können Sie auch sehr gut an Schüler oder Studenten auslagern, die sich etwas dazuverdienen wollen.

Text: Ines Jachomowski
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