Kräuterbeet anlegen – Hinweise, Ideen und Beispiele

Ein Kräuterbeet zu gestalten braucht einen Plan. Schließlich soll es Ihnen gute Erträge bringen und am besten noch schön aussehen. Lassen Sie sich im Folgenden ein paar Beispiele zum Kräuter-Pflanzen als Anleitung vorschlagen!

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Die Kräuterspirale ist ein beliebtes Element in der Permakultur

Kräuter pflanzen – ein guter Plan muss her

Kräuter haben nicht ohne Grund aktuell Hochkonkonjunktur. Schließlich sind die aromatischen Pflanzen nicht nur für die Küche eine vielfältige und äußerst gesunde Bereicherung. Auch für kreative selbstgemachte Dinge im kulinarischen und Körperpflege-Bereich breiten sich derzeit viele altbewährte und neue Ideen aus.

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Neben der Nutzung als Kochwürze können Sie Kräuter zum Beispiel für exquisite Feinkost wie Liköre oder eigene Essige verwenden oder auch für selbstgemachte Kosmetik- und Pflegemittel wie Seifen, Badeperlen und ätherische Auszüge.

Beispiele für mögliche Kräuterverwendungen:

  • Kochwürze
  • Verfeinern von Feinkost
  • Selbstgemachte Kosmetik- und Pflegemittel

Anleitung zum Pflanzen eines Kräuterbeets

Um ein Kräuterbeet gemäß Ihrem Verwendungs-Plan anzulegen, sollten Sie folgende Schritte befolgen:

  • Auswahl der Kräuter
  • Plan für die Art des Beets

Auswahl der Kräuter

Hierbei entscheidet zum einen, was Sie mit Ihren aromatischen Pflanzen anstellen möchten. Sollen sie vor allem in der Küche zum Einsatz kommen, sollten Sie natürlich Ihrem persönlichen Geschmack und Ihren Kochgewohnheiten entsprechen. Sind Sie auf spezielle Verwendungen in Form von heilsamen Auszügen oder der Seifen-Aromatisierung aus, sind entsprechende Sorten mit Heilwirkungen oder intensivem Duft die Wahl.

Plan für die Art des Beets

Möchten Sie vor allem üppigen und aromatischen Ertrag? Dann eignet sich ein funktionales Kräuterbeet mit gut zugänglicher und praktischer Struktur oder in Hochbeetform. Möchten Sie auch einen ästhetischen Mehrwert für Ihren Garten? Dann empfehlen sich diverse Kräuterbeet-Formen, die Sie mit Steinen, Struktur-Ideen und zusätzlichem Dekor gestalten.

Was Sie beim Pflanzen beachten müssen

Grundsätzlich können Sie natürlich die Kräuter pflanzen, die Ihnen am meisten zusagen und schmecken. Um sie aber erfolgreich zu kultivieren, sollten Sie dennoch ein paar Regeln im Kopf haben. Das betrifft vor allem:

  • Die Wahl des Standortes
  • Die Nachbarschaft der Pflanzen

Beim Standort orientieren Sie sich am besten nach den Bedürfnissen der Kräuter, die in Ihre Aroma-Oase Einzug halten sollen. Grundsätzlich ist ein sonniger Platz zwar für die meisten Kräuter gut, insbesondere aber natürlich für mediterrane Sorten wie Lavendel, Oregano, Basilikum oder Thymian. Heimische Kräuterarten wie Fenchel, Kamille, Minze oder Petersilie können auch halbschattig gut gedeihen.

Aus den Standortbedürfnissen ergibt sich natürlich auch, welche Kräuter Sie im Beet am besten miteinander kombinieren können. Aber auch auf vegetativer Ebene gibt es gewisse individuelle Verträglichkeiten oder Unverträglichkeiten. So mögen es mehrjährige Sorten etwa nicht, von einjährigen Kräutern benachbart zu werden, wenn dadurch alljährlich nebenan im Boden umdisponiert wird. Außerdem haben ein- und mehrjährige Kräuter sehr unterschiedliche Wasserbedarfe.

Von den Bodenbezügen und den oberirdischen Charakteristika ergänzen sich folgende Kombinationen besonders gut:

  • Rosmarin, Thymian und Oregano
  • Basilikum, Schnittlauch und Petersilie
  • Zitronenmelisse und Pimpinelle
  • Salbei und Oregano

Anleitung für 3 Kräuterbeet-Ideen

  • Kräuterschnecke
  • Hochbeet
  • Pflanzsteine

Kräuterschnecke

Die Kräuterschnecke ist besonders für mediterrane, wärmeliebende Kräuter geeignet, da sie klassischerweise mit wärmespeichernden Natursteinen strukturiert wird. Gleichzeitig erlaubt sie das Pflanzen von Kräutern mit verschiedenen Boden- und Klimaansprüchen durch die absteigende Struktur.

Sie brauchen für die Kräuterschnecke

  • Natursteine
  • Blumenerde
  • Sand
  • Schutt
  • Kompost

Legen Sie einen kleinen Hügel von maximal 2 m Durchmesser und 80 cm Höhe an, den Sie mit einer Mauerspirale aus flachen Natur- bzw. Feldsteinen strukturieren. Die Zwischenräume füllen Sie mit einer Mixtur aus der Blumenerde, Sand und Schutt, etwa Kalkbruch. Im unteren Teil können Sie das Substrat mit Kompost etwas humusreicher gestalten – für heimische Kräuter wie Kerbel oder Petersilie.

Hochbeet

Das Hochbeet hat vor allem zwei Vorteile: Es entlastet bei der Bearbeitung und Ernte den Rücken und erlaubt ein großzügig angereichertes und wärmeisolierendes Substrat. Es eignet sich daher vor allem für nährstoffhungrige Kräuter wie Schnitt- und Bärlauch, Basilikum, Liebstöckel, Zitronenverbene oder Minze.

Sie brauchen für das Kräuter-Hochbeet:

  • Einen fertigen Kasten bzw. Holzmaterial zum Selberbauen
  • Blumenerde
  • Kompost
  • Sand

Für das Kräuter-Hochbeet können Sie wie bei Gemüse- oder Blumen-Hochbeeten entweder einen vorgefertigten Hochbeetkasten verwenden oder selbst den Handwerker spielen. Eine Anleitung fürs Selberbauen ist ein eigenes Kapitel – und im Netz vielfach zugänglich. Die Befüllung sollte allerdings im Gegensatz zu Gemüse-Hochbeeten nicht ganz so nährstoffhaltig sein – denn auch die nährstoffbedürftigeren Sorten sind im Verhältnis zu vielen Gemüsesorten vergleichsweise genügsam.

Verzichten Sie daher bei der Erdmischung auf Schichten aus Pferdemist etc. und begnügen sich einfach mit etwas Kompost. Ein wenig Drainage durch Sand sollte aber dennoch gewährleistet sein.

Pflanzsteine

Für ein Kräuterbeet aus Pflanzsteinen brauchen Sie nicht viel Aufwand zu betreiben – die typischen halbringartigen Steine lassen sich sehr einfach an einem möglichst sonnenorientieren Hang terrassenartig übereinander schichten und lassen einzelne Tröge für verschiedene Kräuterarten frei. Diese können Sie natürlich auch entsprechend mit individuellen Substratzusammenstellungen je nach Nährstoffbedarf befüllen.

Ähnlich wie bei der Kräuterschnecke sollten südliche Kräuter wegen ihres erhöhten Sonnenbedarfs eher in den höheren Trögen gepflanzt werden.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Marian Klerx/Shutterstock

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