Kräuter und Steine – eine altbewährte Symbiose

Kräuter und Steine vertragen sich äußerst gut - sowohl vegetativ, als auch optisch. Wir erklären Ihnen, was Sie in Ihrem Kräuterbeet mit Steinen gewinnen können und geben Ihnen einige schöne Gestaltungstipps.

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Mediterrane Kräuter mögen Steine

Was Kräuter von Steinen haben

Bei Kräuterbeeten denkt man schnell an urige Strukturen aus Natursteinen, dekorative Steingärten oder Einfassungen aus markigen Pflastersteinen. Nicht umsonst haben viele klassische Kräuterbeetanlagen viel mit Steinen zu tun. Denn viele Arten der grünen Aromawunder, die seit Jahrtausenden den Speisezettel und die Heilkunst des Menschen bereichern, kommen ursprünglich aus felsigen Gebieten.

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Auf kargen Böden aber in sonniger Höhe entwickeln sie ihre unglaublich intensiven und wertvollen Inhaltsstoffe, vor allem ätherische Öle. Dabei ziehen Sie ihre Energie vor allem aus der Sonneneinstrahlung – und der Wärme, die ihre steinige Umgebung lange speichert. Diese Wuchsbedingungen den entsprechenden Kräutersorten zu simulieren, lohnt sich also schon einmal mindestens für einen qualitativ hochwertigen Ertrag.

Steinliebende Kräuter sind vor allem die der typisch mediterranen Küche:

  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Oregano
  • Salbei
  • Lorbeer
  • Bohnenkraut
  • Ysop
  • Currykraut

Der Stein-Kräutergarten

Nicht nur aus vegetativer Sicht ist eine Steinbeetanlage für die Kultivierung dieser aromatischen Kräuter empfehlenswert. Sie hat nämlich auch einen enorm dekorativen Wert für Ihren Garten. Hier ein paar Vorschläge für attraktive Steinbeetformen:

Die Kräuterschnecke

Die Kräuterschnecke ist der Klassiker unter den Steinbeetanlagen. Dazu bauen Sie aus flachen Natursteinen eine nach oben ansteigende Mauerspirale und füllen die Zwischenräume mit sandhaltigem Erdsubstrat. Vor allem im oberen Bereich gedeihen die typischen mediterranen Kräuter wunderbar.

Der Steingarten

Auch eine Steingartenanlage, die vollständig mit Kieselsteinen bedeckt ist und die steinliebenden Pflanzen dazwischen hochkommen lässt, ist äußerst dekorativ und auch sehr pflegeleicht, da Unkraut sich hier kaum dazwischenmogeln kann. Am besten legen Sie eine solche Steinfläche an einem nach Süden gerichteten, sonnigen Hang an. Sie können das Beet auch mit vereinzelten größeren Steinen optisch aufwerten.

Pflanzsteine

Eine etwas pragmatischere Variante ist die Pflanzstein-Anlage. Die fertig zu kaufenden Steintröge lassen sich einfach terrassenartig übereinanderschichten und lassen säuberlich voneinander abgetrennte Töpfe für die einzelnen Kräutersorten frei. Auch hier ist auf eine möglichst sonnige Lage zu achten. Der Vorteil dieser optisch vielleicht etwas profaneren Version ist vor allem die einfache Erreichbarkeit für Pflege und Ernte.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: terra incognita/Shutterstock

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