Klee Sorten
Weißklee eignet sich hervorragend als Rasenersatz

Verschiedene Kleearten – Zierde oder Plage?

Die Pflanzengattung Klee (Trifolium) zählt heutzutage über 245 Sorten, von denen 16 in der Landwirtschaft als Futterpflanzen oder als Gründüngung angebaut werden. Im Sprachgebrauch werden auch andere Pflanzen wie der Sauerklee (Gattung Oxalis) zum Klee gezählt, obwohl diese mit der Gattung Trifolium taxonomisch nur sehr weit entfernt verwandt sind.

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Die häufigsten Kleearten im Garten

Im Garten können sich verschiedene Kleearten von selbst ausbreiten oder gezielt angebaut werden. Während manche Gärtner bewusst Klee statt Rasen anbauen, kämpfen andere verzweifelt um die Ausrottung des Klees im Garten. Die häufigsten Kleearten in europäischen Gärten sind:

  • Wiesen-Klee oder Rot-Klee (Trofolium pratense)
  • Weißklee (Trifolium repens)
  • Sauerklee (Oxalis corniculata)

Weitere bekannte Kleesorten sind:

  • Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Perserklee (Trifolium resupinatum)
  • Alexandrinerklee (Trifolium alexandrinum)

Besonderheiten des Wiesen-Klees

Der Wiesen-Klee ist unter allen Sorten des Klees die nach Anbaufläche wichtigste Futterpflanze. Der oft als Futterpflanze angebaute Wiesen-Klee wird aufgrund seiner rot gefärbten Blütenstände meist auch als Rotklee bezeichnet. Diese Kleesorte zählt in Europa mit zu den ältesten landwirtschaftlichen Kultursorten, wurde der Wiesen-Klee doch schon im 16. Jahrhundert in Flandern, Italien und Spanien angebaut. Wie auch die anderen Sorten des landwirtschaftlich genutzten Klees liebt der Wiesen-Klee relativ kühl-feuchte Standorte mit regenreichen Sommern. Das hängt damit zusammen, dass diese Pflanzen einen vergleichsweise hohen Wasserbedarf haben. Außerdem sollte der Rotklee auf eher schwerem Lehmboden angebaut werden, Standorte mit saurem Bodenmaterial verträgt der Wiesen-Klee nur sehr schlecht.

Charakteristika des Weißklees

Der sogenannte Weißklee (Trifolium repens) bildet im Gegensatz zum Rotklee dicht am Boden entlang wachsende und Wurzeln treibende Kriechtriebe. Unter den Futterleguminosen ist der Weißklee die einzige Pflanze, die einer ständigen Beweidung und Belastung der Grasnarbe durch Tritte auf Dauer standhält. Deshalb ist diese Kleesorte auch besonders geeignet als Rasenersatz. Der Weißklee reagiert weniger empfindlich auf Kälte- und Dürre-Phasen als der Rotklee. Auch in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit ist der Weißklee etwas weniger anspruchsvoll als der Wiesen-Klee.

Den Boden mit Klee verbessern

Die verschiedenen Sorten des landwirtschaftlich genutzten Klees verbessern auf physikalische und chemische Weise den Boden. Einerseits lockern die feinen Wurzeln des Klees den Boden tiefgründig auf und können so Bodenschäden wie beispielsweise durch einen regelmäßigen Getreideanbau verhindern. Andererseits reichert sich durch die Knötchenbakterien an den Kleewurzeln aber auch Stickstoff im Boden an, der für das Wachstum sehr vieler Pflanzen wichtige Bedeutung hat. Allerdings sollte man es mit dem Anbau von Klee auch nicht übertreiben und zwischen einzelnen Fruchtfolge-Runden des Klees beim Weißklee Anbaupausen von drei bis vier Jahren und beim Rotklee Anbaupausen von fünf bis acht Jahren einhalten.

Wenn der Klee im Rasen zur Plage wird

Unter Umständen kann es passieren, dass sich der Klee im Rasen ungewünscht stark ausbreitet. Bei einer starken Kleeausbreitung im Rasen kann eine Düngung mit Hornspäne helfen: Diese fördern das gesunde Wachstum vom Gras, ohne den Klee mit zusätzlichem Phosphat (wie in anderen Düngemitteln enthalten) zu versorgen. Im Frühjahr kann es auch hilfreich sein, den Klee mit einem Vertikutierer gründlich aus der Rasenfläche zu entfernen. Anschließend sollten die kahlen Stellen mit Dünger versorgt und Rasen nachgesät werden. In schlimmen Fällen können auch chemische Mittel zum Einsatz kommen, die ihre Wirkung nur auf den zweikeimblättrigen Klee und nicht auf einkeimblättrige Gräser entfalten.

Tipps

Der an Silvester als Glücksgeschenk beliebte Glücksklee (Oxalis tetraphylla) ist besonders aufgrund seiner vierblättrigen Kleeblätter beliebt. Er wird aufgrund seiner Frostempfindlichkeit meist im Haus angebaut, kann aber im Sommer auch im Freien im Topf kultiviert werden. Die kleinen Speicherknollen des Glücksklees sind sogar essbar.

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