Oxalis
Die meisten Sorten des Sauerklee sind nicht winterhart

Sauerklee

Am Sauerklee scheiden sich die Geister. Die Befürworter heißen die zierliche Pflanze mit den unverkennbaren Blättchen herzlich willkommen, während die Gegner sie als Unkraut vehement bekämpfen. Beide Parteien erhalten hier nützliche Antworten auf häufige Fragen rund um Sauerklee-Arten.

Sauerklee richtig pflanzen

Mehrheitlich entstammen Sauerklee-Arten den tropischen Regionen dieser Erde, sodass sie einjährig kultiviert werden. Waldsauerklee (Oxalis acetosella) dagegen verfügt über ein kriechendes, reich verzweigendes Rhizom als Überdauerungsorgan, sodass diese Art sich zum Bodendecker eignet. Überdies wird dieser Sauerklee seit Generationen als Heil- und Kräuterpflanze verwendet. So pflanzen Sie richtig:

  • Im Mai einen Standort wählen im lichten Schatten, mit kalkarmer, humoser, frisch-feuchter Erde
  • Im Abstand von 12-15 cm kleine Gruben ausheben, um die Erde mit Kompost anzureichern
  • Die ausgetopften Jungpflanzen bis zum unteren Blattpaar einsetzen und angießen im weichem Wasser
  • Knollen-Sauerklee ca. 5 cm tief in das Substrat pflanzen

Gerne wird Sauerklee im dekorativen Topf kultiviert, um die Blättchen auf der Fensterbank griffbereit für die Verwendung als Speisenzutat zu haben. Verwenden Sie saure Moorbeeterde als Substrat und fügen über dem Wasserablauf eine Drainage aus Tonscherben ein.

Pflegetipps

Das Pflegeprogramm für Sauerklee stellt für den Gärtner eine mindere Herausforderung dar, im Gegensatz zur Bekämpfung als Rasenunkraut. Um die positiven Attribute als Zier-, Heil- und Küchenkraut zu nutzen, sind lediglich die folgenden Aspekte zu beherzigen:

  • Sauerklee regelmäßig gießen mit kalkfreiem Wasser
  • Organisch düngen von April bis Juli
  • Waldsauerklee und andere ausdauernde Arten im Winter schützen mit Nadelreisig und Kompost

Tropische Klee-Schönheiten, wie Mexikanischer Glücksklee, setzen sich in Topf charmant in Szene. Den Winter verbringen diese Sauerklee-Arten auf der hellen Fensterbank bei kühlen Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad Celsius.

Welcher Standort ist geeignet?

Sauerklee bevorzugt einen Standort im lichten Schatten, wo keine pralle Sonne den zarten Blättern und Blüten Schaden zufügen kann. Im Schutz hoher Stauden und Gehölze fühlt sich die Pflanze bestens aufgehoben. Auf dem Balkon nehmen Glücksklee und seine Artgenossen gerne einen halbschattigen Platz ein.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Damit Sauerklee die ihm zugedachte Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit erfüllen kann, kommt einzig eine kalkarme Erde in Betracht. Nährstoffreich und frisch-feucht sollte der Boden beschaffen sein. Im Topf und Balkonkasten gibt die Pflanze ihr Bestes in Moorbeet- oder Rhododendronerde, angereichert mit Lavagranulat oder Blähton für eine gute Durchlässigkeit.

Wann ist Blütezeit?

Die zarten, weißen oder rosafarbenen Blüten entfalten sich in der Zeit von Mai bis Juni. Zu dieser Zeit befindet sich zugleich der Gehalt an Inhaltsstoffen in seinem Zenit. Nachdem die sichtbaren Blüten verwelkt sind, schlägt während des Sommers die Stunde der kleistogamen Blüten. Dabei handelt es sich um Knospen, die sich nicht öffnen. Hier findet die Bestäubung im geschlossenen Zustand statt. Dieser Umstand trägt aller Wahrscheinlichkeit dazu bei, dass sich Sauerklee explosionsartig auszubreiten vermag.

Sauerklee richtig schneiden

Sofern Sie Sauerklee für die Verwendung als Zier-, Heil- oder Küchenpflanze kultivieren, kommt die Schere einzig für die Ernte der Blättchen in Betracht. Betrachten Sie die Pflanzen hingegen als Unkraut, kauft konsequentes Schneiden dem Klee auf Dauer den Schneid ab. Im Beet wiederholt zu sensen, im Rasen regelmäßig zu mähen und entlang der Böschung mit der Schere zu schneiden, laugt die Pflanze aus und unterbindet die Aussamung.

Sauerklee gießen

Gießen Sie Sauerklee im Beet und Kübel ausschließlich mit kalkfreiem Wasser. Ideal geeignet ist gesammeltes Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser. Kann das Gießwasser einem Teich mit nährstoffreichem und weichem Wasser entnommen werden, erübrigt sich die zusätzliche Gabe von Dünger.

Sauerklee richtig düngen

Am adäquaten Standort mit humoser, nährstoffreicher Erde, genügt in der Regel eine Startdüngung im April in Form von Kompost, Hornspänen oder Brennnesseljauche. Sind Mangelerscheinungen zu erkennen, wie vergilbte Blätter und kümmerliche Blüten, verabreichen Sie alle 4 Wochen einen organischen Dünger. In Topfkultur nimmt Sauerklee von Mai bis Juli alle 3 Wochen einen Flüssigdünger gerne an.

Überwintern

Die große Mehrheit der Sauerklee-Arten entstammt subtropischen Ländern und verfügt somit über keinerlei Frosthärte. Daher werden Glücksklee und Kollegen wahlweise einjährig im Beet oder im Topf gepflegt. Nach dem ersten Frost sterben die oberirdischen Pflanzenteile zwar allesamt ab. Gleichwohl kümmerte sich die Mutterpflanze bereits im Vorfeld um ihren Fortbestand in Form von Sämlingen und unterirdischen Ausläufern. Decken Sie daher diese Pflanzstellen im Garten ab mit Nadelreisig oder Kompost, damit hier in der nächsten Saison erneut Sauerklee sprießen kann. Mexikanischer Glücksklee im Topf verbringt den Winter auf der hellen Fensterbank bei Temperaturen 12 bis 15 Grad. Wärmere Temperaturen und direkte Sonne verträgt Sauerklee während der Überwinterung nicht.

Sauerklee vermehren

Um weitere Exemplare heranzuziehen, rückt die Vermehrung mittels Teilung in den Fokus. Diese Methode funktioniert vorzugsweise mit Waldsauerklee oder anderen ausdauernden Arten. Im Frühjahr oder Herbst graben Sie eine gut etablierte Pflanze aus, zerteilen den Wurzelstock und setzen die Segmente am neuen Standort in die Erde. Ein Direktaussaat der Samen ist ab Mai möglich, wenn für einen ausreichenden Schutz vor pickenden Vögeln und gefräßigen Schnecken garantiert werden kann.

Ist Sauerklee giftig?

Es ist ein recht hoher Anteil an Oxalsäure, der Sauerklee zu den leicht giftigen Pflanzen qualifiziert. Gelangt eine größere Menge dieser Kleesäure in den menschlichen oder tierischen Organismus, kann dies zu Vergiftungserscheinungen führen. Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufbeschwerden sind zu befürchten, wobei die individuelle Überdosis von der jeweiligen körperlichen Konstitution abhängt. Für Kleintiere, wie Kaninchen, geht bereits bei kleinen Mengen eine tödliche Gefahr von Sauerklee aus, sodass diese Pflanze sich nicht als Futter eignet.
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Wie ist Sauerklee im Rasen wirksam zu bekämpfen?

Über Klee im Rasen kann sich niemand freuen. Da Sauerklee zu den besonders hartnäckigen Rasenunkräutern zählt, bereitet die Bekämpfung geplagten Gärtnern viel Kopfzerbrechen. Die effektivsten Methoden haben wir im Kurzüberblick für Sie zusammengestellt:

  • Im frühen Befallsstadium einzelne Pflanzen mit dem Unkrautstecher entfernen
  • Größere Kleestellen mit dem Spaten herausheben und mit Rasenpflaster reparieren
  • Bei einer Kleeinvasion den Rasen kurz mähen, im Schachbrettmuster vertikutieren, kalken und düngen
  • Die mit Sauerklee besiedelte Rasenfläche mit schwarzer Folie abdecken für 6 bis 8 Wochen

Laufen diese vier Bekämpfungsmethoden ins Leere, bleibt nur noch der Griff zur chemischen Keule. Geeignete Herbizide sind Banvel M Rasen-Unkrautvernichter von Compo oder Anicon Ultra von Celaflor. Diese Präparate bereiten Sauerklee den Garaus, ohne dass die edlen Rasengräser zu Schaden kommen.

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