Hornklee

An Hornklee scheiden sich die Geister. Als aparte Staude im naturnahen Garten und inmitten bunt blühender Wiesen gerne gesehen, wird Lotus im Rasen mit Vehemenz bekämpft. Die folgenden Antworten auf häufig gestellte Fragen beleuchten alle Aspekte von Wiesen-Hornklee und geben nützliche Tipps.

Lotus
Schmetterlinge lieben Hornklee

Hornklee richtig pflanzen

Damit Wiesen-Hornklee die ihm zugedachte Aufgabe im Garten zu Ihrer vollen Zufriedenheit erfüllt, sind im Rahmen der Pflanzung folgende Aspekte zu beachten:

  • Am sonnigen Platz mit sandig-lehmiger bis kiesiger Erde kleine Gruben anlegen im Abstand von 25 cm
  • Den Aushub bei Bedarf anreichern mit Sand oder feinem Splitt
  • Den mit Wasser getränkten Wurzelballen austopfen, bis zum unteren Blattpaar einpflanzen und gießen

Um eine Lotus-Art fachgerecht im Topf und Balkonkasten zu pflanzen, legen Sie unter dem Substrat eine Drainage an zur Vorbeugung gegen Staunässe. Hierzu breiten Sie Tonscherben oder Splitt über dem Wasserablauf aus, bevor die Blumenerde eingefüllt wird. Der Pflanzabstand darf im Gefäß bei 10-12 cm liegen, denn hier baumeln die langen Ranken lässig über den Rand.
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Pflegetipps

Die kultiviert Hornklee-Art definiert das genaue Pflegeprogramm. Die Dreh- und Angelpunkte in der Kultivierung sowohl von winterhartem Wiesen-Hornklee als auch von nicht frostfesten Artgenossen haben wir für Sie hier zusammengefasst:

  • Während Wachstum und Blüte regelmäßig gießen mit normalem Leitungswasser
  • Im Verlauf der Winterruhe reduziert wässern; den Wurzelballen nicht austrocknen lassen
  • Von März bis August alle 14-21 Tage organisch düngen
  • Verwelkte Blütenstängel ausputzen, um Hornklee zur Nachblüte zu motivieren
  • Das Laub erst schneiden, wenn es verdorrt ist

Wiesen-Hornklee ist frostfest beschaffen, sodass die Pflanze im Beet gesund durch die kalte Jahreszeit kommt. Mediterrane Arten, wie Kanarischer Hornklee oder Kreta-Hornklee verbringen den Winter im hellen, kühlen Raum bei 5 bis 8 Grad Celsius. Ziert Gewöhnlicher Hornklee einen Balkonkasten oder die Blumenampel, siedelt die Staude aus Gründen der Vorsicht ebenfalls um in einen lichten, frostsicheren Raum.
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Welcher Standort ist geeignet?

Am sonnigen Standort lässt die florale Darbietung von Hornklee keine Wünsche offen. Je mehr Sonne die Blätter und Blüten tanken können, desto intensiver die Farbenpracht und länger die Blütezeit. Weisen Sie Wiesen-Hornklee einen Platz im sonnendurchfluteten Steingarten zu, entlang des Gehölzrandes oder im Wildstaudenbeet. Frostempfindliche Arten gedeihen im Kübel, dem Balkonkasten oder der Ampel auf dem sommerlichen Süd-Balkon oder im hellen Wintergarten auf der Südseite prächtig.
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Der richtige Pflanzabstand

Da Wiesen-Hornklee und Artgenossen in der Regel niederliegend und kriechend gedeihen, empfehlen wir einen Pflanzabstand von 25 cm. Um ein größeres Areal mit der hübschen Staude zu begrünen, arrangieren Sie idealerweise 16 Pflanzen je Quadratmeter. Ziert der aparte Schotenklee das Pflanzgefäß, sind Sie mit einer Distanz von 10-12 cm gut beraten, sofern die Ranken dekorativ herabbaumeln.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Erstklassige Durchlässigkeit ist das wichtigste Attribut für die richtige Erde. Wiesen-Hornklee und Kollegen gedeihen als Tiefwurzler und bilden zugleich Ausläufer. Eine zu dichte Bodenkonsistenz könnte das Wachstum behindern. Wählen Sie einen Standort mit humoser, frisch-feuchter Erde, lässt die Zierpflanze keine Wünsche offen. Im Topf und Balkonkasten entspricht eine strukturstabile Kübelpflanzenerde aus dem Fachhandel den Anforderungen perfekt.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Die beste Pflanzzeit für Wiesen-Hornklee im Gartenbeet ist im Herbst, da die Pflanze im sonnenwarmen Erdreich zügig verwurzelt. Wer diesen Termin versäumt, pflanzt die Kleinstaude im April/Mai ins Freiland, wenn keine Bodenfröste mehr drohen. Kultiviert in der Ampel, dem Blumenkasten oder Kübel im Wintergarten, ist für mediterrane Lotus-Arten während der gesamten Vegetationsperiode Pflanzzeit.
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Wann ist Blütezeit?

Als üppige Kleinstaude erfreut uns Gewöhnlicher Hornklee in Wiesen und Rabatten mit einer nicht enden wollenden Blütezeit von April bis weit in den Herbst hinein. Finden die nicht winterfesten Arten, wie Kanarischer Hornklee, im geschützten Ambiente des Wintergartens ein Zuhause, halten die Blüten hier über einen ähnlichen Zeitraum durch. Dieses florale Kunststück gelingt vor allem dank der remontierenden Eigenschaft. Schneiden Sie verwelkte Blüten heraus, sprießen innerhalb kurzer Zeit neue Knospen und leiten eine bezaubernde Nachblüte ein.
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Hornklee richtig schneiden

Wiesen-Hornklee sowie seine ein- und mehrjährigen Artgenossen verfügen über die Fähigkeit zu remontieren. Mit diesem Begriff bezeichnen Botaniker diejenigen Zierpflanzen, die eine Nachblüte hervorbringen können. Der gezielte Einsatz der Gartenschere leistet somit einen wichtigen Beitrag für eine lange Blütezeit. So machen Sie es richtig:

  • Die verwelkten Stängel nach der Hauptblüte abschneiden
  • Das Laub wird nicht geschnitten
  • Die Nachblüte wahlweise aussamen lassen oder vor dem Herbst einkürzen
  • Verholzende Halbsträucher, wie Lotus berthelotii, im Frühjahr mindestens um die Hälfte schneiden

Das wintergrüne Laub von mehrjährigem Wiesen-Hornklee ziert den ansonsten so tristen Garten noch viele Monate. Im zeitigen Frühjahr schneiden Sie die verdorrten Blätter ab, um Platz zu schaffen für den frischen Austrieb.
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Hornklee gießen

Gießen Sie Wiesen-Hornklee ganzjährig, sobald die Erde im Beet und Topf an der Oberfläche antrocknet. Dann behält die aparte Staude bis weit in den Winter ihr dekoratives Laub. Ist die kalte Jahreszeit geprägt von Kahlfrost, wobei es klirrend friert und nicht schneit, ist Gießen an milden Tagen unabdingbar. Da die Pflanze kalkhaltigen Boden favorisiert, kann problemlos das Wasser aus der Leitung verwendet werden.
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Hornklee richtig düngen

Während der Wachstums- und Blütezeit nimmt Wiesen-Hornklee im Freiland alle 14-21 Tage dankbar eine Portion Kompost an. Kultiviert im Balkonkasten oder Topf erfüllt handelsüblicher Flüssigdünger alle Anforderungen an eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Vermeiden Sie die Gabe Stickstoff-betonter Dünger, da diese einzig das Blätterwachstum vorantreiben, was zulasten der Blütenfülle verläuft.
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Überwintern

Innerhalb der vielseitigen Pflanzengattung sind winterfeste und frostempfindliche Arten anzutreffen. Orientieren Sie sich daher genau, welche Hornklee-Art Sie pflegen, um entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Darauf ist zu achten:

  • Frostfesten Wiesen-Hornklee im Beet einzig in rauen Lagen abdecken mit Laub
  • Mediterrane Arten im Pflanzgefäß kultivieren und vor dem ersten Frost einräumen
  • Hell und kühl überwintern bei maximal 10 Grad Celsius
  • Reduziert gießen und nicht düngen

Mehrheitlich verlangen die Schmetterlingsblütler nach einem Kältereiz für die Blüteninduktion. Idealerweise pendeln die Temperaturen im Winterquartier daher zwischen 5 und 8 Grad Celsius.
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Hornklee vermehren

Die sortenreine Vermehrung gelingt unkompliziert mittels Teilung des Wurzelballens. Graben Sie im Herbst die Staude weiträumig aus. Platziert auf einer festen Unterlage, zerteilen Sie den Ballen in zwei Hälften. Am neuen Standort setzen Sie die Segmente in lehmig-sandige Erde, wobei die bisherige Pflanztiefe beibehalten wird.
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Hornklee im Topf

In der Ampel oder dem Balkonkasten kommen die gefälligen Attribute von Hornklee wunderbar zur Geltung. Die im Beet niederliegenden Ranken hängen lässig-elegant über dem Gefäßrand, übersät mit gelben Schmetterlingsblüten. Am sonnigen Standort, gepflanzt in hochwertiger Kübelpflanzenerde und versehen mit einer Drainage aus Tonscherben, sind diese Pflegemaßnahmen erforderlich:

  • Während sommerlicher Trockenheit bei Bedarf täglich gießen
  • Von April bis August alle 14 Tage einen Flüssigdünger für Blühpflanzen applizieren
  • Verwelkte Blüten regelmäßig ausputzen

Im Herbst schneiden Sie die Pflanze bodennah ab und tragen den Topf in ein helles Winterquartier. Bei Temperaturen von 5-8 Grad Celsius wird nur noch soviel gegossen, dass der Wurzelballen nicht vertrocknet. Dünger erhält Hornklee nicht.
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Ist Hornklee giftig?

Wenngleich Hornklee nicht zu den klassischen Heilpflanzen zählt, wie entfernt verwandter Bockshornklee, wird die Pflanze dennoch in der Volksheilkunde hin und wieder verwendet. Neben seinem primären Nutzen als dekorative Kleinstaude für üppige Beete, bunt blühende Wiesen und den augenfälligen Balkon, fungiert der Schmetterlingsblütler als gehaltvolle Futterpflanze. Von Giftigkeit kann somit an Hornklee nicht die Rede sein. Einzig für gefräßige Schnecken erweisen sich die Blätter und Blüten als toxisch.
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Welche Arten Hornklee gibt es?

Die Gattung beschert uns mehr als 150 Arten, die sich flexibel den unterschiedlichsten Lebensräumen angepasst haben. Hornklee ist ebenso zu entdecken in saftigen Wiesen, wie an sandigen Küsten oder im kühlen Hochgebirge. Einige der schönsten Arten haben wir für Sie im folgenden Überblick zusammengestellt:

  • Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus): gelbe Blüten, einfach oder gefüllt über unzähligen Blättchen; Wuchshöhe 10 cm
  • Kanarischer Hornklee (Lotus berthelotii): kriechend, immergrün, orangefarbene Blüten, nicht winterhart; Wuchshöhe 20 cm
  • Gefleckter Hornklee (Lotus maculatus): gelb-braune Blüten über silbrig behaartem Laub; Wuchshöhe 10-20 cm
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus): ideal für dauerfeuchte Lagen, gelbe Blüten im Sommer; Wuchshöhe 20-90 cm

Ebenfalls ein Schmetterlingsblütler und Hülsenfrüchtler, zählt Bockshornklee dennoch zu einer anderen Gattung als Hornklee. Die Gründe für diese Unterscheidung liegen auf der Hand. Bockshornklee gedeiht als einjährige, krautige Pflanze und erfreut sich in der Volksheilkunde großer Beliebtheit seit dem Mittelalter.
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Wie bekämpfe ich Hornklee im Rasen?

In Wiesen, Rabatten und Steingärten eine willkommene Schmetterlings- und Bienenweide, ist Hornklee im Rasen nicht erwünscht. Hier gilt die kleine Staude als Unkraut und wird vehement bekämpft. Wiederholtes, tiefes Mähen erzielt freilich den gegenteiligen Effekt, denn diese Maßnahme fördert sogar noch das Wachstum von Wiesen-Hornklee. So setzen Sie der Invasion ein Ende:

  • Kleine Befallsstellen mit dem Unkrautstecher bearbeiten, um die tief reichende Wurzel zu entfernen
  • Größere Kleeflächen mit dem Spaten herausheben und nachsäen
  • Bei umfangreicher Ausbreitung den Rasen kurz mähen, vertikutieren, sanden und düngen

Haben Sie es mit einer hartgesottenen Hornklee-Kolonie zu tun, hält der Fachhandel wirksame Herbizide bereit. Der Rasen-Unkrautvernichter Banvel von Compo oder Anicon Ultra von Celaflor haben sich bestens bewährt.
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Wie gelingt der Anbau von Bockshornklee?

Wer den Empfehlungen des legendären Heilkundlers Pfarrer Kneipp folgt, kommt am Anbau von Bockshornklee nicht vorbei. Nachdem bereits Hildegard von Bingen die Heilkraft der Samen, Blüten und Blätter lobte, löste Pfarrer Kneipp eine Renaissance der einjährigen Kräuter- und Nahrungspflanze aus. So bauen Sie Bockshornklee richtig an:

  • Ab März Aussaat im sonnigen Beet in Reihen im Abstand von 15-20 cm
  • Die Saat ca. 1 cm übersieben, andrücken und mit feiner Brause befeuchten
  • Je nach Temperatur nimmt die Keimzeit 1-2 Wochen in Anspruch
  • Regelmäßig gießen und organisch düngen

Bereits die zarten Keimlinge finden Verwendung in der Küche als Beilagen zu Salaten und Suppen. Die Blätter ergeben einen heilsamen Tee oder ein schmackhaftes Gemüse. Die im September reifen Samen verwandeln sich gemahlen in ein kräftiges Gewürz oder lindern als Umschlag Erkrankungen der Atemwege.
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Text: Paula Jansen
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