Klee hat uns was zu bieten – die Heilwirkung

Klee ist fester Bestandteil unserer Natur. Mal wird er nicht beachtet oder als Unkraut verflucht. Mal gezielt als Futter, Gründünger oder gar Glückssymbol kultiviert. Die wenigsten Menschen jedoch kennen die Heilwirkung seiner Inhaltsstoffe. Wir öffnen jetzt die Tür der Aufklärung!

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Rotklee lindert hormonbedingte Probleme

Besitzen alle Kleesorten Heilwirkung?

Ja, es ist anzunehmen, dass viele Kleearten mehr oder weniger förderlich für unsere Gesundheit sind. Davon zeugen zahlreiche Berichte von Menschen, die sie als Heilkraut bereits praktisch angewandt haben. Allerdings hatte die gern zitierte Wissenschaft bislang keine Zeit oder kein Geld, die Kleefamilie lückenlos in Studien zu erforschen und alle diese Berichte zu bestätigen. Womöglich besteht auch kein dringendes Interesse daran. Wer sicher gehen will, wendet sich dem Rot- oder Weißklee zu. Ihre Heilwirkung ist wissenschaftlich am besten belegt.

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Welche Heilwirkung hat der Rotklee?

Dem Rotklee, bekannt auch als Wiesenkee, werden viele heilende Eigenschaften nachgesagt.

  • reguliert den Östrogengehalt
  • für Frauen ideal bei Menstruationsbeschwerden und in den Wechseljahren
  • hilft Männern bei Libidostörungen und lindert Prostatabeschwerden
  • aktiviert Reparaturgene, schützt so vor Tumorentwicklung.
  • Vitamine C, B1, B3 sowie Thiamin, Niacin, Kalzium und Magnesium beugen Arteriosklerose vor
  • Antioxidantien schützen Zellen vor freien Radikalen und vorzeitiger Hautalterung
  • auch bei Ekzemen und anderen Hauterkrankungen hilfreich

Welche Heilwirkung hat der Weißklee?

Auch der Weißklee hat viele verschiedene Heilwirkungen. Hauptsächlich kann er wie der Rotklee Wechseljahresbeschwerden lindern. Außerdem fördert er die Lebertätigkeit, unterstützt die Verdauung und regt die Gallensaftproduktion an. Zusätzlich soll er eine blutreinigende Wirkung haben.

Wie kann das Heilkraut Klee regelmäßig eingenommen werden?

Wenn es um die allgemeine gesundheitsfördernde Wirkung seiner Inhaltsstoffe geht, können der essbare Rotklee und Weißklee gut in den Speiseplan eingebaut werden. Dafür bieten sich viele Möglichkeiten an. Kleine Mengen als Beigabe in Säften und Smoothies, Blätter und gezogene Sprossen als säuerliche Würze für Salate, Suppen und Soßen oder als dekorative Beigabe (Blüten). Weitere Möglichkeiten sind:

  • Teezubereitungen
  • Tinkturen
  • Kapseln
  • Mundspülung

Den Klee für den gesunden Wintertee kann sich jeder ganz einfach trocknen.

Tipp

Bauen Sie den heilenden Klee im Garten an

Klee wächst in der Natur, ist dort aber nicht immer schadstofffrei. Auch nehmen regelmäßige Sammeltouren viel Zeit in Anspruch. Säen Sie Klee im Garten aus, wenn Sie das Heilkraut öfter nutzen wollen. Wer keinen Garten hat, kann Klee auch in einen tiefen Topf auf dem Balkon kultivieren.

Text: Daniela Freudenberg