Klee essen
Einige Kleesorten sind auch für den Menschen genießbar

Ist der Klee auch für den Menschen essbar?

Verschiedene Kleesorten werden in manchen Teilen Europas auf großen Flächen als Futterpflanzen für Rinder und andere Nutztiere angebaut. Viele Gärtner wissen aber nicht, dass der Klee auch vom Menschen als Nahrungs- und Heilmittel genutzt werden kann.

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Den Klee in der Küche verwenden

Der Weiß- und der Rot-Klee (oder auch Wiesen-Klee) können gleichermaßen für den menschlichen Verzehr genutzt werden. Allerdings sollten Sie wissen, warum es bei landwirtschaftlichen Viehbeständen manchmal zu Vergiftungserscheinungen bei der Verfütterung großer oder nasser Kleemengen kommt: Die im Klee enthaltene Oxalsäure ist in ihrem Gehalt in etwa vergleichbar mit Mangold, Rhabarber und Spinat. Deshalb sollten Sie den Klee nicht im Übermaß und zu häufig verzehren, sondern eher zur Verfeinerung bestimmter Gerichte nutzen:

  • die frischen, eingelegten oder getrockneten Blüten als dekorativer Speisenbestandteil
  • die Blätter frisch oder erhitzt als Zutat in Salat und Gemüsemischungen
  • die frischen oder gekeimten Samen

Positive Auswirkungen von Klee auf die Gesundheit

Der Klee (insbesondere der Rot-Klee) wird schon sehr lange als Heilpflanze genutzt, da ihm die folgenden positiven Wirkungen nachgesagt werden:

  • gegen Entzündungen der Schleimhäute (äußerliche Anwendung)
  • lindernd bei Durchfällen und chronischer Bronchitis
  • blutreinigende Wirkung
  • lindert Appetitlosigkeit
  • mildert Gicht und Rheuma ab

Die im Rotklee enthaltenen Isoflavone sollen auch die gesundheitlichen Beschwerden infolge des sinkenden Östrogenspiegels bei Frauen in den Wechseljahren abmildern. Neuerdings wird Klee auch als Bestandteil von Naturkosmetik verwendet, da er Falten lindern und verjüngend wirken soll.

Den Sauerklee als gesundes Nahrungsmittel nutzen

Auch der Sauerklee (Oxalis acetosella) ist grundsätzlich essbar und hat einen erfrischend säuerlichen Geschmack. Auch den Sauerklee sollten Sie nur in Maßen essen, da er ebenfalls relativ viel Oxalsäure enthält und bei übermäßigem Verzehr durchaus giftig wirken kann. Die oft auch als Wald-Sauerklee bezeichnete Pflanze wächst in Mischwäldern mit lehmigen und tonhaltigen Böden bis auf 2.000 Meter Seehöhe. Von April bis Juni können die weißen Blüten geerntet und als essbare Dekoration verwendet werden. Für eine regelmäßige Verwendung in der Küche können Sie den Wald-Sauerklee auch in Töpfen an einem schattigen Standort im Garten anbauen.

Tipps

Kleinere Mengen Klee können Sie mit der Zustimmung des zuständigen Grundbesitzers oft auch in freier Natur sammeln. Achten Sie hierbei aber darauf, wo genau Sie den Klee für den Verzehr ernten. Schließlich werden die Ränder vieler Futterwiesen entlang von Spazierwegen hierzulande oft von Hundeausscheidungen in Mitleidenschaft gezogen.

Text: Alexander Hallsteiner

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