Klee Aussaat
Klee lässt nach der Aussaat nicht lange auf sich warten

Klee im Garten säen

Die verschiedenen Arten des Klees werden in Mitteleuropa oftmals als Futterpflanzen für Rinder und andere Weidetiere angebaut. Auf bestimmten Böden kann der Klee aber auch den Rasen ersetzen und als zusätzliche Bienenweide im Garten dienen.

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Die erforderlichen Standortbedingungen für den Anbau von Weiß- oder Rotklee

Wenn Sie Weiß- oder Rotklee gezielt in Ihrem Garten ansiedeln möchten, dann sollten Sie sich zuerst über die nötigen Standortbedingungen klar werden. So brauchen in der Regel alle Kleesorten der Gattung Trifolium relativ viel Wasser, sodass sehr trockene Böden (beispielsweise in trockenen Hanglagen) beim Kleeanbau zusätzlich bewässert werden müssen. Sandige und torfige Böden sind für den Kleeanbau ungeeignet, da letztere beispielsweise ein viel zu saures Bodenmilieu aufweisen. In Bezug auf die Sonneneinstrahlung ist der Klee weniger anspruchsvoll, ganz schattig sollte die geplante Anbaufläche aber auch nicht sein. Während Rasenflächen unter einem stickstoffarmen Boden leiden, wächst Klee auch auf stickstoffarmen Böden gut. Das liegt daran, dass der Klee über sogenannte Knöllchenbakterien selbst zur Anreicherung des Bodens mit Stickstoff beiträgt.

Bei der Kleeaussaat richtig vorgehen

Die feinen Samen des Klees lassen sich nur verhältnismäßig schlecht mit der Hand aussäen. Besser ist es daher, für die Aussaat folgende Dinge bereit zu legen:

  • Kleesamen
  • fein krümelige Aussaaterde
  • eine Schubkarre
  • Gießwasser

Vermischen Sie das Kleesaatgut mit der Erde in der Schubkarre, mengen Sie es mehrfach gründlich mit einer Schaufel durch. Graben Sie die geplante Anbaufläche sorgfältig um und ebnen Sie die Fläche gut an. Bringen Sie dann mit einer Schaufel das Gemisch aus Samen und Erde gleichmäßig verteilt aus. Bedecken Sie dieses dann mit einer weiteren Schicht Erde, die aber nicht dicker als etwa 5 Millimeter sein sollte. Gießen Sie die Anbaufläche gut an und halten Sie den Standort bis zur Keimung gleichmäßig feucht.

Auf die Keimfähigkeit des Saatguts achten

Das Saatgut von Klee hat nur eine verhältnismäßig kurze Phase der Keimfähigkeit. Deshalb kann es mitunter vorkommen, dass im Handel erworbenes Saatgut eine schlechte Keimrate aufweist. Es bietet sich daher an, vor der eigentlichen Aussaat auf einer kleinen Fläche oder im Topf eine sogenannte Keimprobe durchzuführen, so können Sie sich unnötige Arbeit im Falle von zu altem Saatgut ersparen.

Tipps

Da der Klee zu den vergleichsweise kurzlebigen Pflanzen gehört, wächst er als Beetpflanze und Rasenersatz nicht automatisch immer weiter. Insbesondere bei kurz gehaltenem Klee kommt es durch das Mähen und die dadurch ausbleibende Blüte auch nicht zur Selbstaussaat. Deshalb müssen Sie regelmäßig nachsäen, um den Bestand laufend zu verjüngen.

Beiträge aus dem Forum

  1. Moos kontra magere Blumenwiese als Bienenweide

    Hallo Leute, ihr schreibt, dass Moos auf schattigen und mageren Böden gut gedeiht. Diese Magerkeit brauche ich aber gerade für die Wildblumen, die auch magere Böden bevorzugen. Habe extra Rasenziegel abgetragen und Sand eingestreut. Und nun ist alles bedeckt mit Moos. Was soll ich tun? Ich muss dazu sagen, dass in den ersten 2 Jahren die Bienenweide wunderbar bunt vielfältig geblüht hat. Und jetzt nur noch Moos!

  2. Pilze im Haus (Keller) züchten ... Myzelvermehrung

    Hallo an alle Pilzfreunde! (Stachelbär, ich weiß inzwischen, Du bist nicht so der Pilzfan... hahaha) Folgender Sachverhalt: Habe im Januar Pilzmyzel gekauft um im Haus bzw. Keller meine eigenen Shitakes, Austernpilze und Kräuterseitlinge zu züchten bzw. vielmehr einfach wachsen zu lassen. Funktioniert super! (Pilzgerichte hängen uns schon zum Halse raus- haha) Hab alle Regeln des Myzel-Produzentens befolgt und die geimpften Ballen bei 11-13 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 75-90 Prozent gehalten, alle paar Tage mit Duschkopf abgebraust. Anbei ein Foto vom Kräuterseitling in der 3ten Wachtumsphase der Fruchtkörper. (heute aufgenommen) Laut Myzel-Züchter ist der Ballen, der die Nährstoffe liefert, []

  3. Heckenpflanzen

    Hallo, ich habe jetzt ein Haus mit Garten und möchte diesen neu gestalten. Derzeit stehen hier ganz viele Nadelgehölze. Ich möchte einige der Heckenpflanzen entfernen und das Ganze durch insekten- und vogelfreundliche Sträucher ersetzen. Gerade am Rand des Gartens möchte ich eine bunte Strauchreihe haben. Allerdings habe ich nicht sehr viel Platz. Ich mag Schlehe und Holunder sehr gern, aber diese wuchern leider sehr stark. Hat jemand eine Idee, welche Sträucher ich nehmen könnte? Ich habe schon an Sommerflieder gedacht. Danke im Voraus für eure Ratschläge.

  4. Basilikum MEHRJÄHRIGE Kultur (Hochstämmchen ziehen?)

    Hallo Ihr lieben Garten-Freunde! So, heute möchte ich mein mehrjähriges Basilikum-Saatgut aussähen. Nun habe ich mich ja über die Wintermonate schon etwas "schlau" gemacht. Der "Rote Genoveser" ist mein Saatgut und mehrjährig kultivierbar. (angeblich sind das alle rotgefärbten Sorten und z.T Kreuzungen davon) MEINE FRAGE an Euch: Kann man WIRKLICH ein Hochstämmchen aus Basilikum ziehen? (das habe ich nun schon öfters gehört, aber niemanden mit persönlichen Erfahrungen getroffen) gewönliches Küchen-Basilikum soll ja immer am obersten Trieb gekappt werden, damit es sich bestenfalls schön verzweigt und nicht gleich verreckt. Gegenteilig davon, zur Hochstämmchenkultur soll man alle Seitentriebe abzwicken. Meine persönliche Erfahrung []

  5. Winterheide

    Wenn ich im Frühjahr nach der Blühzeit meine Wh zurückschneide wird sie an der Stelle wo ich drauftreten muß braun. Ist das normal oder wie kann ich das vermeiden.