Multifunktions-Pflanze mit floralem Pep – die vielseitige Bienenweide

Mit ihrem zuckersüßen Nektar ziehen Phacelia Bienen und Schmetterlinge magisch an. Dem nicht genug, fungiert die einjährige Sommerblume als vitalisierender Gründünger, indem sie Unkraut unterdrückt und Brachland neues Leben einhaucht. Mit Blick auf die hübschen blauen Blütenbüschel, erfreut uns die Bienenweide zugleich als ansehnliche Augenweide. Wie Sie die Multifunktions-Blume gekonnt kultivieren, vermitteln die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen im Detail.

Bienenweide
Bei Mensch und Insekt beliebt: Die Bienenweide

Pflegetipps

Die robuste Konstitution einer Phacelie erfordert nur geringen Pflegeaufwand. Bewegt sich die Witterung innerhalb normaler Parameter, begnügt sich die Bienenweide mit dem natürlichen Regenaufkommen. Kommt der Sommer hingegen mit lang anhaltender Trockenheit daher, erhält die Sommerblume in den Morgen- oder Abendstunden genügend Wasser. In Topfkultur kann dies am sonnigen Standort durchaus alle 1-2 Tage der Fall sein, da das Substrat aufgrund der exponierten Lage rasch austrocknet. Im Beet ist in der Regel keine Düngung erforderlich, wobei die eine oder andere Portion Kompost sich vorteilhaft erweist für eine üppige Blütenfülle. Im Pflanzgefäß düngen Sie von Mai bis zum Ende der Blütezeit alle 3-4 Wochen mit einem Flüssigdünger. Bei Temperaturen unter – 8 Grad Celsius friert die Pflanze ab. Belassen Sie die Stängel und Blätter als natürlichen Winterschutz auf dem Boden, um sie im Frühjahr als effizienten Bodenverbesserer ins Erdreich einzuharken.

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Welcher Standort ist geeignet?

Am sonnigen bis halbschattigen Standort gedeiht die Bienenweide in nahezu jeder Erde, solange dort keine Staunässe dominiert. Hadern Sie mit brach liegenden Beeten oder Lücken im Nutzgarten, verwandeln Phacelia diese Lagen in ein blau-violettes Blütenmeer.

Welche Erde braucht die Pflanze?

An die Bodenbeschaffenheit stellen Büschelschön keine nennenswerten Ansprüche. Der pH-Wert ist für die Sommerblumen ebenso sekundär, wie der Nährstoffgehalt. Selbst im sauren Sandboden agiert die Bienenweide als nutzbringende Gründüngung und bereitet den Boden vor für anspruchsvollere Kulturpflanzen. Einzig in staunasser Erde gedeiht die Phacelie nicht. Für die Kultivierung im Kübel empfehlen wir eine handelsübliche Blumenerde, die mit ein wenig Sand angereichert wird.

Wann ist Blütezeit?

Die Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis September, wobei die einzelne Blume über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen nach und nach ihre Einzelblüten öffnet, um anschließend zu verwelken. Im April ausgebrachtes Saatgut setzt sich ab Juni mit blauer Blüte in Szene. Während der Sommerzeit verwandeln sich frisch eingesäte Samen dann rasant innerhalb von 4 Wochen zur blühenden Bienenweide. Selbst im August ausgebrachte Phacelia-Samen erblühen noch im gleichen Jahr.
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Phacelia richtig schneiden

Die einer Bienenweide zugedachte Aufgabe definiert den Zeitpunkt und die Ausführung des Schnitts. Alle Gelegenheiten, zu denen Phacelia geschnitten werden, haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • Als Gründüngung: Bodennaher Schnitt respektive Mahd, kurz vor Beginn der Blütezeit
  • Als Vasenschmuck: Die schönsten Stängel schneiden, wenn sich die ersten Einzelblüten öffnen
  • Als Bienenweide: Nach dem ersten Frost die verwelkten Triebe abschneiden und im Erdreich unterharken

Da die Büschelblume mit keiner klassischen Nutzpflanze enger verwandt ist, eignet sie sich ausgezeichnet für die Zwischensaat. In diesem Fall integrieren Sie die Phacelie in die Fruchtfolge und schneiden Sie zum adäquaten Zeitpunkt ab, um die verwelkten Pflanzenteile im Boden einzuarbeiten.

Phacelia gießen

Die robuste Bienenweide begnügt sich mit dem natürlichen Regenaufkommen. Einzig bei anhaltender Trockenheit gießen Sie die Sommerblumen am frühen Morgen oder in den Abendstunden. Kultiviert im Topf oder Blumenkasten,(13,30€ bei Amazon*) trocknet die Erde rascher aus. Prüfen Sie hier alle paar Tage per Daumenprobe, ob das Substrat angetrocknet ist, um bei Bedarf zu wässern.

Phacelia richtig düngen

Gedeiht die Bienenweide in normaler Gartenerde, erübrigt sich die Gabe von Dünger. Im Gegenteil agiert die Sommerblume als Gründünger, indem sie den Boden mit Stickstoff anreichert. Im eng begrenzten Substratvolumen von Topf und Balkonkasten sind die Nährstoffvorräte freilich rasch verbraucht. Offenbaren sich hier Mangelerscheinungen, wie matte Farben und schlaffe Blätter, verabreichen Sie alle 3-4 Wochen einen Flüssigdünger.

Phacelia vermehren

Mit Blick auf die kinderleichte Aussaat, sind alternative Vermehrungsmethoden für die Bienenweide nicht von Belang. Gedeiht die Blume erst einmal im Garten, sät sie sich ohnehin fleißig aus. Belassen Sie in diesem Fall die verwelkten Stängel im Beet bis in den Winter. Im nächsten Frühling sprießen die Nachkömmlinge in großer Zahl wie von Zauberhand.

Phacelia im Topf

Im Topf setzt die urige Bienenweide im Natur- und Bauerngarten dekorative Akzente. Füllen Sie das Gefäß mit einem Mix aus Blumenerde und Sand, um die Samen direkt auszusäen. Da es sich um Dunkelkeimer handelt, übersieben Sie das Saatgut mit Substrat 1-2 cm dick und gießen vorsichtig an. Am sonnigen bis halbschattigen Standort, erfolgt bei 12-18 Grad Celsius die Keimung innerhalb von 1-2 Wochen. Bereits nach 4-5 Wochen stehen Ihre Phacelia in voller Blüte. Halten Sie das Substrat konstant leicht feucht. Alle 3-4 Wochen freut sich der umschwärmte Bienenfreund über eine Dosis organischen Flüssigdüngers.

Ist Phacelia giftig?

Wenngleich die Bienenweide als Grün-Futtermittel dient und köstlichen Nektar liefert, ist die Blume dennoch nicht frei von gesundheitlichen Bedenken. Das in den Pflanzenteilen enthaltene Phacelioiden kann Kontaktallergien auslösen. Wir empfehlen daher das Tragen schützender Handschuhe bei allen Pflanz- und Pflegearbeiten.

Wie gelingt die Aussaat von Phacelia?

Von April bis August ist das Zeitfenster geöffnet für die Aussaat von Bienenweide. Bereiten Sie am sonnigen bis halbschattigen Standort die gut durchlässige Gartenerde feinkrümelig vor. Das sehr feine Saatgut vermischen Sie für eine gleichmäßige Verteilung idealerweise mit etwas Sand und bringen es breitwürfig aus. Eine Dosierung von 2 Gramm je Quadratmeter hat sich in der Praxis bewährt. Da es sich um Dunkelkeimer handelt, harken Sie die Samen 1-2 cm tief in die Erde ein. Zum guten Schluss gießen Sie das Saatbeet mit feiner Brause und spannen ein engmaschiges Insektennetz darüber, zum Schutz vor pickenden Vögeln und gefräßigen Schädlingen. Bei Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad Celsius nimmt die Keimung 7 bis 14 Tage in Anspruch.
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Schöne Sorten

  • Blue Bonnet: Sehr schöne Bienenweide mit tiefblauen Blüten, die sich auch als Vasenschmuck bestens eignet
  • Rainfarn-Phacelie: Die Sorte fungiert aus dekorative Gründüngungspflanze mit lavendelfarbenen Blütenbüscheln; 70 cm
  • Summertime Blues: Hübsche zweifarbige Phacelia, deren weiße Blüten eine blaue Umrandung ziert; 40-60 cm
Text: Paula Jansen

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