Forsythie

Forsythie versetzen: Schritt für Schritt zum neuen Standort

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Forsythien bringen mit ihren leuchtend gelben Blüten Farbe in den Frühlingsgarten. Manchmal ist es notwendig, diese Sträucher umzupflanzen, um ihnen einen besseren Standort zu bieten. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Forsythien erfolgreich umpflanzen und pflegen, damit sie an ihrem neuen Platz gut gedeihen.

Forsythie umsetzen
Pflanzen Sie Ihre Forsythie wenn nötig im Mai nach der Blüte um

Der ideale Zeitpunkt für die Umpflanzung

Möchten Sie Ihre Forsythie an einen neuen Platz im Garten versetzen, bietet sich sowohl das Frühjahr als auch der Herbst dafür an. Nach den letzten Frösten im Frühjahr, idealerweise im Mai nach der Blütezeit, steckt die Pflanze voller Energie und kann gut anwachsen. Auch eine Umpflanzung im Herbst ist möglich, erfordert jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit, um die Forsythie optimal auf den Winter vorzubereiten.

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Rückschnitt vor dem Umpflanzen

Ein gezielter Rückschnitt vor dem Umpflanzen erleichtert der Forsythie den Neuanfang und fördert ihre Regeneration.

  • Verjüngungsschnitt: Entfernen Sie schwache, dünne und unbelaubte Zweige bodennah, um Platz für neue Triebe zu schaffen. Wählen Sie dabei einige kräftige Triebe aus, die als Basis für den Neuaustrieb dienen.
  • Alte Triebe entfernen: Schneiden Sie alte, verholzte Äste bodennah ab, um die Bildung neuer, kräftiger Triebe anzuregen.
  • Verbleibende Triebe anpassen: Kürzen Sie die ausgewählten Triebe auf unterschiedliche Längen, um eine harmonische und gut verzweigte Krone zu formen.

Ausgraben des Wurzelballens

Um die Wurzeln Ihrer Forsythie beim Ausgraben möglichst zu schonen, sollten Sie behutsam vorgehen.

  • Graben ausheben: Beginnen Sie, indem Sie in einem angemessenen Abstand zum Stamm einen Graben rund um den Wurzelballen ausheben, um die Hauptwurzeln nicht zu verletzen. So lässt sich der Wurzelballen anschließend leichter freilegen.
  • Wurzeln freilegen und kappen: Legen Sie nun alle Wurzelteile frei. Dünnere Wurzeln können Sie mit einem Spaten oder einer Schere durchtrennen. Dickere Wurzeln lassen sich am besten mit einer Säge kontrolliert kappen und anschließend entfernen.
  • Wurzelballen anheben: Nachdem Sie den Wurzelballen vollständig freigelegt und vorbereitet haben, heben Sie ihn vorsichtig mit einer Grabegabel an. So bleiben möglichst viele Feinwurzeln erhalten, und der Wurzelballen gelangt unbeschadet an seinen neuen Standort.

Vorbereitung des neuen Pflanzlochs

Damit Ihre Forsythie am neuen Standort optimal gedeihen kann, ist die richtige Vorbereitung des Pflanzlochs entscheidend.

  1. Pflanzloch ausheben: Heben Sie ein Loch aus, das mindestens doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen der Forsythie. So haben die Wurzeln genügend Platz, um sich auszubreiten und fest im Boden zu verankern.
  2. Bodenqualität verbessern: Lockern Sie den Aushub auf, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Mischen Sie den Aushub mit einem lockeren Pflanzensubstrat wie Rosenerde im Verhältnis 1:1. So verbessern Sie die Bodenstruktur und die Nährstoffversorgung.
  3. Forsythie einsetzen: Setzen Sie die Forsythie so in das Pflanzloch ein, dass der Wurzelballen auf gleicher Höhe mit dem umliegenden Erdboden ist. Eine zu tiefe Pflanzung kann Staunässe verursachen und die Gesundheit der Pflanze beeinträchtigen.
  4. Auffüllen und Andrücken: Füllen Sie das Pflanzloch mit der vorbereiteten Erde auf und drücken Sie die Erde vorsichtig an, um Hohlräume zu schließen. Achten Sie darauf, die Wurzeln dabei nicht zu beschädigen.
  5. Wässern und Gießrand bilden: Gießen Sie die Forsythie nach dem Einpflanzen gründlich, um die Erde zu verfestigen und eine gute Wasserversorgung zu gewährleisten. Ein Gießrand hilft dabei, das Wasser gezielt zur Pflanze zu leiten und ein Wegfließen zu verhindern.

Einpflanzen der Forsythie

Bei der Umpflanzung Ihrer Forsythie sind einige wichtige Punkte zu beachten, damit sie sich gut am neuen Standort etablieren kann.

  • Pflanztiefe: Setzen Sie die Forsythie in der gleichen Tiefe ein, in der sie zuvor gewachsen ist. Der obere Rand des Wurzelballens sollte mit der Bodenoberfläche abschließen.
  • Auffüllen des Pflanzlochs: Füllen Sie das Pflanzloch mit einer Mischung aus dem Aushub und reifem Kompost auf, um die Bodenstruktur und die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern.
  • Angießen: Gießen Sie die Forsythie nach dem Einpflanzen ausreichend, um Hohlräume im Boden zu schließen und einen guten Kontakt zwischen Wurzelballen und Erde herzustellen.

Pflege nach dem Umpflanzen

Damit sich Ihre Forsythie am neuen Standort gut einlebt, ist die richtige Pflege entscheidend.

  • Wässern: Gießen Sie die Forsythie in den ersten Wochen nach dem Umpflanzen regelmäßig, damit die Erde nicht austrocknet. Passen Sie die Bewässerung an die Wetterbedingungen an und reduzieren Sie sie an regnerischen Tagen, um Staunässe zu vermeiden.
  • Düngung: Forsythien sind genügsame Pflanzen und benötigen im ersten Jahr nach dem Umpflanzen in der Regel keine Düngung. Im darauffolgenden Frühjahr können Sie etwas organischen Dünger wie Kompost ausbringen, um das Wachstum und die Blütenbildung zu unterstützen.
  • Mulchen: Eine Schicht aus organischem Mulch, beispielsweise Rindenmulch oder Laub, hält den Boden feucht, reguliert die Temperatur und unterdrückt das Unkrautwachstum. Achten Sie darauf, den Mulch nicht direkt am Stamm anzuhäufen, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Rückschnitt: Ein leichter Rückschnitt direkt nach dem Umpflanzen kann der Pflanze helfen, ihre Energie auf die Wurzelbildung zu konzentrieren. Entfernen Sie beschädigte oder abgestorbene Zweige, um ein gesundes Wachstum zu fördern.

Mit diesen Maßnahmen unterstützen Sie Ihre Forsythie dabei, sich am neuen Standort zu etablieren und in den folgenden Jahren mit üppiger Blüte und gesundem Wachstum zu erfreuen.

Alternativen zum Umpflanzen

Es gibt einfache Methoden, um neue Forsythienpflanzen ohne Umpflanzung zu gewinnen. So können Sie junge, vitale Pflanzen heranziehen und Ihren Garten bereichern.

  • Stecklinge: Schneiden Sie im Sommer Triebe von der Forsythie ab und stecken Sie diese direkt in vorbereitete Behältnisse mit feuchter Erde. Gießen Sie die Stecklinge regelmäßig, um die Feuchtigkeit zu erhalten und ein gutes Wurzelwachstum zu fördern.
  • Ableger durch Absenkung: Wählen Sie im Sommer flexible Triebe aus und ritzen Sie die Unterseite des Triebes leicht an mehreren Stellen ein, um die Wurzelbildung anzuregen. Legen Sie den Trieb anschließend in eine kleine, vorbereitete Rille im Boden nahe der Mutterpflanze. Bedecken Sie den eingeritzten Bereich mit Erde, sodass das Ende des Triebs aus der Erde herausragt. Fixieren Sie den Trieb beispielsweise mit einem Stein, um Bewegungen zu vermeiden. Innerhalb eines Jahres bildet der Ableger Wurzeln und kann dann vorsichtig von der Mutterpflanze getrennt und an den gewünschten Standort umgepflanzt werden.