Forsythien vermehren – Tipps für die Vermehrung

Wenn Sie einmal eine Forsythie im Garten haben, müssen Sie sich um Ableger keine Gedanken machen. Forsythien zu vermehren, ist ganz einfach und gelingt auch Gartenanfängern problemlos. So lassen sich wunderschöne Forsythienhecken anlegen, die den Garten in ein gelbes Blütenmeer tauchen.

Forsythie Vermehrung
Forsythien lassen sich gut über Stecklinge vermehren
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Die verschiedenen Möglichkeiten der Vermehrung

Forsythien lassen sich auf drei Arten vermehren. Das Aussäen ist allerdings eher eine theoretische Möglichkeit, die in der Praxis nicht angewendet wird.

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Samen

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Forsythie durch Stecklinge vermehren

Die Vermehrung von Forsythien durch Stecklinge ist die einfachste Möglichkeit, um neue Sträucher zu ziehen.

Schneiden Sie dazu im Juli und August halbreife Stecklinge von 10 bis 15 Zentimetern Länge von der Pflanze. Der untere Teil sollte leicht verholzt sein.

Entfernen Sie Knospen, Blüten und die unteren Blätter und stecken Sie das Triebstück an den gewünschten Standort in Gartenerde. Innerhalb weniger Wochen bilden sich die ersten Wurzeln.

Stecklinge im Haus ziehen

Falls es draußen nicht mehr warm genug ist, können Sie die Stecklinge auch in Töpfen mit Anzuchterde ziehen.

Stellen Sie die Gefäße an einem warmen, sonnigen Platz auf. Damit der Boden gleichmäßig feucht bleibt, hüllen Sie Klarsichtfolie um den Steckling. Diese Bedeckung müssen Sie täglich einmal lüften, damit Erde und Steckling nicht schimmeln.

Im darauffolgenden Frühjahr dürfen Sie die kleinen Forsythien an Ort und Stelle pflanzen.

Durch Absenken Ableger gewinnen

Da die Forsythie so leicht wurzelt, ist das Absenken eine sehr beliebte Form der Vermehrung. Ziehen Sie im Boden neben dem Strauch eine kleine Rille.

Wählen Sie einen biegsamen Trieb vom Vorjahr und ritzen Sie ihn an mehreren Stellen mit dem Messer an. Biegen Sie ihn vorsichtig nach unten und legen ihn in die Rille.

Befestigen Sie den Trieb mit Steinen oder Zeltheringen und bedecken ihn so mit Erde, dass die Spitze frei bleibt. Sie wird aufrecht an einen Pflanzstab gebunden, damit der neue Strauch gerade nach oben wächst. Im nächsten Frühjahr werden die Ableger abgetrennt und ausgepflanzt.

Forsythie aus Samen gewinnen

Die hierzulande angepflanzten Forsythien sind Hybriden, die so gut wie nie Samen hervorbringen, weil die Blüten trocken sind. Die Sträucher werden deshalb auch nicht durch Bienen oder andere Insekten befruchtet.

Selbst wenn sich in wenigen Ausnahmefällen befruchtete Samen gebildet haben, ist eine Aussaat nicht zu empfehlen, um die Pflanze zu vermehren.

Eine sortenreine neue Pflanze bekommen Sie dadurch auf keinen Fall. Die Ableger haben meist ganz andere Eigenschaften als die Forsythiensorte, die Sie vermehren möchten.

Tipps & Tricks

Wenn Sie Forsythienzweige in ein Wasserglas stellen, kann es passieren, dass die Triebe unten neue Wurzeln bilden. Pflanzen Sie sie in einen Topf mit Anzuchterde. In den meisten Fällen klappt die Vermehrung auch so recht gut.

Text: Sigrid Hestermann

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