Forsythie

Mehr gelbe Blütenmeere: Wie vermehre ich Forsythien richtig?

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Die Forsythie, bekannt für ihre leuchtend gelben Blüten im Frühling, lässt sich leicht vermehren. Dieser Artikel erklärt verschiedene Methoden wie Stecklinge, Steckhölzer und Absenker, um neue Forsythienpflanzen zu züchten.

Forsythie Vermehrung
Forsythien lassen sich gut über Stecklinge vermehren

Forsythien vermehren mit Stecklingen: Sommerliche Leichtigkeit

Stecklinge bieten eine effektive Möglichkeit, um im Sommer neue Forsythien heranzuziehen.

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Zeitpunkt:

Im Juli haben die Forsythien bereits ausreichend Kraft getankt, sodass sich dieser Monat optimal zum Schneiden der Stecklinge eignet.

Anleitung:

  1. Triebe auswählen: Wählen Sie einjährige Triebe aus, die sich durch einen geraden Wuchs und eine olivgrüne Rinde auszeichnen. Sie sind an ihrer fehlenden Verzweigung erkennbar.
  2. Länge der Stecklinge: Schneiden Sie die Triebe in etwa 15 bis 20 Zentimeter lange Stücke. Achten Sie darauf, dass der untere Teil leicht verholzt ist.
  3. Blätter und Blüten entfernen: Befreien Sie die Stecklinge von Blättern und Blüten, damit die Pflanze ihre Energie auf die Wurzelbildung konzentrieren kann.
  4. Stecklinge einpflanzen: Setzen Sie die Stecklinge etwa zu einem Drittel ihrer Länge in Anzuchterde. Sie können diese entweder in Töpfe oder direkt ins Gartenbeet setzen.

Pflege:

Gießen Sie die Stecklinge regelmäßig, um die Erde feucht zu halten. So bilden sich innerhalb weniger Wochen neue Wurzeln. Nach einem Jahr können Sie die jungen Forsythien an ihren endgültigen Standort im Garten umpflanzen.

Forsythien vermehren mit Steckhölzern: Winterliche Vermehrung

Steckhölzer sind eine spezielle Variante der Stecklingsvermehrung, die sich besonders für die kalte Jahreszeit eignet.

Zeitpunkt:

Die beste Zeit, um Steckhölzer zu schneiden, ist zwischen Dezember und Februar.

Anleitung:

  1. Triebe auswählen: Ähnlich wie bei der Stecklingsvermehrung wählen Sie auch hier einjährige, gerade gewachsene Triebe mit olivgrüner Rinde und ohne Verzweigungen.
  2. Blätter entfernen: Entfernen Sie alle Blätter von den Trieben, um Infektionen und Feuchtigkeitsverlust vorzubeugen.
  3. Triebe in Stücke schneiden: Schneiden Sie die Triebe direkt unterhalb der Knospenansätze in etwa 15 Zentimeter lange Stücke. Ein schräger Schnitt erleichtert die Wasseraufnahme.
  4. Steckhölzer einpflanzen: Setzen Sie die Steckhölzer so in leichte, humusreiche Erde, dass etwa fünf Zentimeter aus der Erde ragen.

Pflege:

Halten Sie das Substrat durch eine moderate Bewässerung feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe. In der Regel bilden die Steckhölzer innerhalb eines Jahres Wurzeln und können anschließend an ihren endgültigen Standort umgesiedelt werden.

Tipp: Sollten Forsythienzweige in der Vase Wurzeln bilden, können Sie diese ebenfalls im Garten einpflanzen.

Forsythien vermehren mit Absenkern: Natürliche Wurzelbildung

Absenker bieten eine natürliche und effektive Methode, um Forsythien zu vermehren.

Zeitpunkt:

Das Frühjahr ist die ideale Jahreszeit, um Absenker anzusetzen.

Anleitung:

  1. Rille ziehen: Bereiten Sie zunächst eine Rille im Boden in der Nähe der Forsythie vor.
  2. Ast auswählen: Wählen Sie einen flexiblen Ast aus, der sich leicht bis zur vorbereiteten Rille biegen lässt.
  3. Ast anritzen: Ritzen Sie den Ast an mehreren Stellen vorsichtig ein.
  4. Ast fixieren: Legen Sie den Ast in die Rille und fixieren Sie ihn dort mithilfe von Steinen oder Zeltheringen.
  5. Ast mit Erde bedecken: Bedecken Sie den Ast mit Erde, sodass nur das Ende sichtbar bleibt.

Pflege:

Halten Sie die Erde um den fixierten Ast stets feucht.

Absenker von der Mutterpflanze trennen:

Nach einem Jahr, im darauffolgenden Frühjahr, hat der Absenker in der Regel ausreichend Wurzeln gebildet. Sie können ihn dann von der Mutterpflanze trennen und an einem anderen Standort einpflanzen.