So überwintern Sie die Forsythie richtig

Die aus Ostasien stammende Forsythie in schon seit vielen Jahrzehnten in deutschen Gärten zu finden und erfreut sich großer Beliebtheit. Manchmal gibt es jedoch Unsicherheiten, ob der Zierstrauch frostige Temperaturen verträgt und einen Schutz braucht.

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Die Forsythie kommt mit Frost gut zurecht

Ist die Forsythie winterhart?

Mit einer Ausnahme sind alle Sorten der Forsythie sehr gut winterhart und vertragen selbst tiefste Fröste hervorragend. Manchmal kann es sein, dass einzelne Triebe oder Zweige wegfrieren, beispielsweise weil es sehr kalt und gleichzeitig sonnig ist. Solche Wetterlagen animieren Pflanzen dazu, die Säfte wieder fließen zu lassen – die dann natürlich gefrieren.

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Muss ich Forsythien im Winter schützen?

Im Winter benötigen die frostharten Forsythien keinen Schutz vor Frost und anderem Witterungsunbill. Eine Ausnahme ist die Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum), die wegen der charakteristischen Farbe ihrer Blüten auch als „Weiße Forsythie“ bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich nicht um eine Sorte, sondern lediglich um eine Verwandte der Gartenforsythien.

Die Schneeforsythie stammt aus Korea, blüht von März bis Mai und benötigt im Garten einen windgeschützten Standort. Grundsätzlich ist dieser Zierstrauch winterhart, verträgt jedoch keinen kalten Wind und keine Zugluft. Auch in Kübeln kultivierte Forsythien sollten mit einem Winterschutz versehen werden.

Wie schütze ich in Kübeln kultivierte Forsythien im Winter?

Forsynthien, gerade die Zwergsorten wie ‚Minigold‘ oder ‚Mikador‘, lassen sich sehr gut in Kübeln kultivieren. Sie brauchen jedoch im Gegensatz zu ihren im Garten ausgepflanzten Verwandten einen Winterschutz, da Fröste die geringe Erdmenge in den Töpfen schneller durchdringen und so die Wurzeln schädigen können.

Um das zu verhindern, ergreifen Sie diese Maßnahmen:

  • Pflanzgefäß auf dicke Unterlage stellen, z. B. auf eine Holzscheibe.
  • Pflanzgefäß mitsamt Erdoberfläche mit einem Fließ umwickeln und zubinden.
  • Topf an eine Wärme abgebende Hauswand stellen.

Achten Sie zudem darauf, die Topfforsythie auch im Winter ausreichend zu gießen.

Darf ich die Forsythie im Winter schneiden?

Sofern die Witterung mild ist und der Wetterbericht für die nächste Zeit keinen Frost vorhersagt, können Sie die Forsythie auch im Winter zurückschneiden. Doch Vorsicht: Da Forsythien ihre Knospen bereits im Vorjahr anlegen, stören Sie mit einem winterlichen Rückschnitt die Blütenbildung im neuen Jahr. Sie schneiden schlicht die Blütenknospen mit weg und verringern so die mögliche Blütenpracht. Besser ist es, die schönen Ziersträucher im Frühjahr nach der Blüte zu schneiden. Übrigens: Da sich aus den Blüten die Blätter entwickeln, bleibt der Forsythie auch weniger Laub.

Tipp

Forsythie regelmäßig schneiden

Damit Forsythien jedes Jahr aufs neue ihre schönen Blüten zeigen, sollten Sie sie regelmäßig schneiden. Anderernfalls vergreisen die Sträucher schnell und bilden keine Blüten mehr aus. Solche nicht gepflegten Exemplare können Sie verjüngen, indem Sie sie auf den Stock setzen.

Text: Ines Jachomowski