Pampasgras pflegen – Tipps für die richtige Pflege!

An einem guten Standort braucht Pampasgras nur wenig Pflege. Das Ziergras ist robust und wenig anfällig für Krankheiten. Probleme entstehen meist dann, wenn Sie die Pflanze nicht richtig pflegen oder zum falschen Zeitpunkt schneiden. Was Sie bei der Pflege von Pampasgras beachten müssen.

Pampasgras gießen
Mit der richtigen Pflege schafft es das Pampasgras auf eine beachtliche Höhe
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Wie wird Pampasgras gegossen?

Pampasgras bevorzugt zwar einen trockenen, wasserdurchlässigen Boden, doch ganz trocken darf das Ziergras nicht stehen. Gießen Sie deshalb regelmäßig, sodass die Erde nie ganz austrocknet.

Ziehen Sie Pampasgras im Kübel, ist der Flüssigkeitsbedarf wesentlich höher. Hier müssen Sie gerade an warmen Sommertagen täglich gießen.

Achten Sie aber darauf, dass sich keine Staunässe bildet. Der Pflanzkübel sollte unbedingt Abzugslöcher haben, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.

Wie muss ich Pampasgras düngen?

Der beste Dünger für Pampasgras ist Kompost aus dem Garten. Er enthält alle Nährstoffe, die das Ziergras braucht. Wenn Sie keinen Kompost haben, besorgen Sie organischen Dünger, die nicht zu viel Stickstoff enthält. Wie alle Gräser reagiert Pampasgras auf zu viel Stickstoff mit fleckigen Blättern und geringerer Blüte.

Im Freiland verteilen Sie einmal im Monat etwas Kompost rund um die Pflanze und harken ihn leicht ein.

Bei Pampasgras im Kübel müssen Sie häufiger für neue Nährstoffe sorgen. Hierfür sind spezielle Flüssigdünger für Ziergräser die beste Wahl. Geben Sie den Dünger nach Anleitung.

Wann muss Pampasgras geschnitten werden?

Pampasgras schneiden Sie idealerweise erst im Frühjahr. Der beste Zeitpunkt zum Schneiden ist der März, bevor die Pflanze beginnt, richtig auszutreiben. Einige neue Triebe sollten im Inneren des Horstes bereits erkennbar sein.

Schneiden Sie die alten, vertrockneten Triebe bis auf circa 15 Zentimeter herunter. Achten Sie darauf, dass Sie dabei die Jungtriebe auf keinen Fall verletzen.

Wann topfe ich Pampasgras im Kübel um?

Die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr. Wenn Sie das Pampasgras aus dem Winterquartier holen, schneiden Sie die alten Triebe ab. Ist der Topfballen stark durchwurzelt, sollten Sie das Ziergras in frische Erde und falls notwendig in einen größeren Kübel setzen. Sie können den Wurzelballen aber auch einfach teilen und das Ziergras so vermehren.

Welche Krankheiten und Schädlinge treten auf?

Der einzige Schädling, der dem Pampasgras wirklich schaden kann, ist die Blattlaus. Bei einem stärkeren Befall hinterlassen die Läuse eine klebrige Masse auf den Blättern, die den Nährboden für Rußtau, auch Schwarzer Schimmel genannt, bildet.

Blattläuse sollten deshalb gerade bei jüngeren Pflanzen unbedingt bekämpft werden. Spülen Sie die Blätter mit Seifenlauge ab oder verwenden Sie handelsübliche Spritzmittel gegen Läuse.

Krankheiten treten in Form von Pilzbefall auf. Meist ist hierfür ein schlechter Standort mit zu viel oder zu wenig Bodenfeuchte verantwortlich. Oft hilft es, den Wasserbedarf anzupassen.

Warum blüht mein Pampasgras nicht?

Wenn das Pampasgras in den ersten Jahren keine Wedel entwickelt, ist das ganz normal. Die Staude braucht einige Zeit, um sich richtig einzuleben und die dekorativen Blütenstände zu entwickeln.

Die Blütezeit von Pampasgras beginnt erst ab Juli, bei manchen Sorten sogar erst im September. Bei diesen Stauden brauchen Sie einfach etwas Geduld.

Andere Gründe auf ausbleibende Blüten können sein:

  • zu schattiger Standort
  • Boden zu trocken oder zu feucht
  • zu wenig Nährstoffe im Boden
  • Jungtriebe wurden beim Schneiden verletzt

Warum soll ich das Pampasgras im Herbst zusammenbinden?

Pampasgras wird im Herbst nicht geschnitten. Stattdessen werden die hohen Blütenwedel und Blätter zu Bündeln zusammengebunden. Das hat einen guten Grund.

Durch die zusammengebundenen Wedel wird das Innere der Staude, der Horst, vor winterlicher Feuchtigkeit geschützt. Dringt zu viel Nässe in die Pflanze ein, beginnen die Wurzeln zu faulen und das Pampasgras geht ein.

Braucht Pampasgras im Freiland einen Winterschutz?

Grundsätzlich ist Pampasgras winterhart. Bei älteren Pflanzen müssen Sie außer dem Zusammenbinden keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Steht das Ziergras allerdings an einer ungeschützten, windigen Stelle, sollten Sie für leichten Winterschutz sorgen.

Bei jüngeren Pflanzen empfiehlt es sich, das Pampasgras mit Laub oder anderen Materialien einzudecken, um es vor Frost zu schützen.

Wie überwintere ich Pampasgras im Kübel?

Wenn Sie Pampasgras im Kübel ziehen, ist ein Winterschutz immer erforderlich. Stellen Sie den Kübel an einen frostfreien, hellen Ort. Geeignet sind kühle Flure oder kalte Wintergärten. Im Zimmer lässt sich Pampasgras nicht nur wegen der Größe, sondern auch wegen der Wärme nicht überwintern.

Sie dürfen das Pampasgras an einem geschützten Platz auf dem Balkon oder der Terrasse auch draußen überwintern. Dann sollten Sie den Kübel auf ein Stück Holz oder eine Styroporplatte stellen und ihn mit Luftpolsterfolie, Sackleinen oder Tannenzweigen vor Kälte schützen.

Tipps

Nicht nur bei der Pflege, sondern schon beim Vorbeigehen an der Pflanze sollten Sie aufpassen. Die scharfkantigen Blätter sind sehr scharf und können Ihnen ernste Schnittverletzungen zufügen. Beim Pflegen müssen Sie deshalb Handschuhe, langärmelige Kleidung und möglichst auch eine Schutzbrille tragen.

Text: Sigrid Hestermann
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