Pampasgras schneiden: So geht’s

Pampasgras schneiden gehört zu den jährlichen Pflegemaßnahmen der Solitärstaude. Im Frühjahr, wenn sich die ersten neuen grünen Gräser zeigen ist der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt.

Pampasgras schneiden mit einer Gartenschere
Der Rückschnitt von Pampasgras erfolgt im Frühling.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pampasgras muss nicht zwingend zurückgeschnitten werden, empfiehlt sich aber aus ästhetischen Gesichtspunkten.
  • Ein Rückschnitt zur falschen Zeit kann sogar den Tod der Pflanze bedeuten, da das eigene Laub als Winterschutz fungiert.
  • Im Herbst werden die Blätter zu einem Schopf zusammengebunden. Das frostempfindliche Herz wird so vor Feuchtigkeit geschützt.
  • Sobald kein Frost mehr zu befürchten ist (März/April), kann mechanisch oder elektrisch zurückgeschnitten werden.

Wann Pampasgras zurückschneiden?

Als winterharte Pflanze setzt das Pampasgras (Cortaderia selloana) auch in der dunklen Jahreszeit grüne, lebendige Akzente in den heimischen Garten. Im Gegensatz zu anderen Ziergräsern – wie etwa Chinaschilf – bringt ein späterer Rückschnitt im zeitigen Frühjahr auch praktische Vorteile für das Pampasgras mit.

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Zurückgeschnittenes Pampasgras im Frühjahr

Zurückgeschnittenes Pampasgras im Frühjahr

Wenngleich die Pflanze Kälte und Frost gut übersteht, sind ihr feuchtkalte Winter ein Graus. Nicht selten staut sich das Wasser um das Herz beziehungsweise um den Horst des Grases. Friert er einmal komplett zu, stirbt die Pflanze. Deshalb sollten die langen Blätter des Pampasgrases über den Herbst und Winter stehen bleiben. Der Rückschnitt erfolgt dann im Frühjahr (März/April), wenn keine längeren Frostperioden mehr drohen.

Wie schneidet und putzt man Pampasgras aus?

In den Regionen Deutschlands mit milderen Wintertagen bleibt das Pampasgras zu großen Teilen grün und lebendig. Ist dies der Fall, reicht oft das sogenannte Ausputzen aus. Dazu werden im ersten Schritt die vertrockneten und abgestorbenen Halme mit der Hand aus dem Busch entfernt. Obwohl sich das Laub leicht herausziehen lässt, sind robuste Handschuhe jedoch Pflicht; die Blattränder sind sehr scharfkantig.

Vertrocknete Blattspitzen können mit einer Gartenschere oder einer elektrischen Heckenschere (24,00€ bei Amazon*) entfernt werden. War der Winter jedoch zu kalt und sind alle Pflanzenteile abgestorben, sollte das Pampasgras komplett in Bodennähe abgeschnitten werden. Anderenfalls bleibt das vertrocknete Material zurück, was eher ungepflegt wirkt.

Pampasgras mechanisch schneiden

Auch zum Schneiden empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen. Als Werkzeug dient zunächst die praktische Grasschere mit langen Klingen und die herkömmliche Gartenschere. Mit der freien Hand greift man büschelweise in das trockene Laub und schneidet so mit der Grasschere sukzessiv durch die Blätter.

Pampasgras schneiden im Frühjahr mit einer Gartenschere als Illustration

Damit das Pampasgras ungehindert neue Triebe bilden kann, sollten die vertrockneten Pflanzenteile möglichst bodennah beschnitten werden

Um des wuchernden Grases Herr zu werden, arbeitet man sich langsam von oben nach unten durch. Dicke Stängel lassen sich dabei gut mit einer kleinen Gartenschere abknipsen. Die Pflanze wird so lange beschnitten, bis sie nur noch 10 bis 20 cm über den Boden ragt.

Pampasgras elektrisch schneiden

Großflächiger Grasbewuchs wird am besten mit einer elektrischen Heckenschere angegangen. Das elektrische Schneiden vollzieht sich nicht nur deutlich schneller, es erspart auch Mühe. Allerdings sollte das Laub wirklich trocken sein. Ansonsten kann es vorkommen, dass man mit der Heckenschere in den fasrigen Blättern stecken bleibt.

Die Heckenschere wird bodennah angesetzt, mit der Klinge vom Körper weg zeigend. Dann schneidet man das Gras gleichmäßig von einer Seite zur anderen. Falls zu viel Pflanzenmaterial vorliegt, sollten bereits abgeschnittene Büschel vom Gras entfernt werden, damit sie das weitere Schneiden nicht behindern.

Pampasgras schneiden oder nicht?

Das Ausputzen und das Schneiden haben in erster Linie ästhetische Gründe. Es ist also nicht zwingend notwendig, Pampasgras zu bearbeiten. Die abgestorbenen Zweige würden irgendwann von alleine abfallen. Da sich der Aufwand jedoch in Grenzen hält, lohnt sich die Prozedur nicht nur für fleißige Hobbygärtner: Zeitgleich mit dem erwachendem Lenz soll schließlich auch der Garten frisch erscheinen.

Pflege nach dem Rückschnitt

Pampasgras Halme nach dem Rückschnitt

Damit das Pampasgras mit prächtigen Wedeln in den Frühling startet, lohnt sich vor allem bei nährstoffarmen Böden die Zugabe von Dünger in Form von Kompost. Dieser wird in kleinen Mengen in die Erde eingearbeitet. Bis zur Blüte kann etwa alle drei Wochen erneut ein wenig Kompost zugeführt werden. Um unschönen Wuchs zu vermeiden, sollte intensive Düngung vermieden werden.

Ein guter Anhaltspunkt, um die richtige Menge Dünger zu bestimmen, ist die Ausbildung der Blüten: Bei kümmerlichen Wedeln darf es etwas mehr Kompost sein. Pampasgras im Topf sollte übrigens alle zwei Wochen mit Flüssigdünger versorgt werden. Außerdem sollte der Wasserabfluss gewährleistet sein, da die Pflanze Staunässe nicht gut verträgt.

Pampasgras nach dem Winter und im Frühjahr

Sobald es im Frühling wärmer wird, beginnt das Pampasgras zu sprießen. Lange, breite Blätter wachsen in frischem Grün aus dem Horst und strecken sich je nach Sorte 100-250 cm in die Höhe. Die ersten Blüten bilden sich ab Juli oder August und ziehen selbst im vertrockneten Zustand die Blicke auf sich.

Entwicklung von Pampasgras im Jahresverlauf mit Blütezeitpunkt

Alle Jahre wieder! Mit der richtigen Technik überwintert Pampasgras in heimischen Gefilden. Im späten Frühling wartet dann der neue Austrieb.

Im Herbst wird das frostempfindliche Herz der Pflanze mit dem eigenen Laub geschützt. Dazu bindet man die Blätter zu einem Schopf zusammen und fixiert den Bund mit einem Seil und mehreren Knotenpunkten unter den Blüten. Als zusätzlichen Winterschutz erweisen sich Tannenreisig und Laub, die um den Fuß des Schopfes dicht verteilt werden. So übersteht das Pampasgras jeden Winter.

Pampasgras Wedel abschneiden, ernten und trocknen

Getrocknet sind die Blüten des Pampasgrases ein ideales Dekorelement für Wohnzimmer und Co. Die länglichen Wedel wirken zum einen voluminös und zum anderen federleicht. Lose oder in einer Vase leisten sie einen ästhetischen Beitrag zur Wohlfühlatmosphäre in den eigenen vier Wänden. Dabei gibt es nur ein paar Dinge zu beachten.

  1. Auswahl: Nicht alle, sondern nur die schönsten Exemplare zum Sammeln wählen, um die Pflanze zu schonen.
  2. Ernte: Die Blütenstängel an sonnigen Tagen bodennah abschneiden. (Vorsicht: scharfkantige Blattränder – Handschuh-Pflicht!)
  3. Trocknen: Die Stängel in der Mitte zusammenbinden und kopfüber im Freien aufhängen. Der Standort sollte trocken und dunkel sein. Dauer: 1-3 Wochen.
  4. Zurechtschneiden: Halme auf die gewünschte Länge zurechtschneiden. Mit Haarspray oder Floristen-Konservierungsspray kann das Gras zusätzlich versiegelt werden.

FAQ

Wann treibt Pampasgras aus?

Pampasgras treibt recht spät aus. Je nach Anhalten und Härte des vorangegangenen Winters findet der Austrieb manchmal erst im Mai statt.

Pampasgras noch grün, trotzdem schneiden?

Wenn das Pampasgras die Frostperioden gut überstanden hat, dann müssen die grünen Halme nicht geschnitten werden. Ausputzen und das Schneiden von vertrockneten Blattspitzen genügt.

Muss man Pampasgras zurückschneiden?

Nein, Pampasgras muss nicht zwingend zurückgeschnitten werden. Da die vergilbten Halme jedoch nicht schön aussehen, empfiehlt sich ein Rückschnitt aus ästhetischen Gesichtspunkten.

Wie schneidet man Pampasgras?

Pampasgras schneidet man bodennah mit einer Grasschere oder mit einer elektrischen Heckenschere im späten Frühjahr. Da die Blattränder messerscharf sind, sollten bei der Arbeit Handschuhe getragen werden.

Wann wird Pampasgras zurückgeschnitten?

Pampasgras sollte erst dann geschnitten werden, wenn kein Frost mehr erwartet wird. Das ist in der Regel im März oder April der Fall. Zu frühes Schneiden kann die Pflanze nachhaltig schaden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbilder: Daniel Beckemeier/Shutterstock, Beekeepx/Shutterstock, laslandes/Shutterstock
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