Pampasgras pflanzen: So geht’s

Pampasgras pflanzen kann man vom Frühjahr bis zu den ersten Bodenfrösten im Winter. Wichtig ist ein durchlässiges Substrat, um Staunässe zu vermeiden. Bei der Pflanzung im Topf sollte auf ein ausreichendes Volumen geachtet werden, damit sich die Wurzeln ausbreiten und sich somit die Blüten bilden können.

Pampasgras wird im Garten gepflanzt

Das Wichtigste in Kürze

  • Pampasgras frühestens im Mai ein- oder umpflanzen, um Frostschäden an der Pflanze zu vermeiden.
  • Pflanzloch oder Kübel mit einer Drainageschicht aus Kies oder Blähton (19,00€ bei Amazon*) vorbereiten und idealerweise spezielle Gräsererde für die Pflanzung verwenden.
  • Beachten Sie bei der Auswahl der anzupflanzenden Sorte die heimischen Standortbedingungen und den notwendigen Pflanzabstand.
  • Nach der Pflanzung benötigt das Pampasgras eine gleichbleibende Pflegeroutine aus Bewässerung, Düngung und Rückschnitt.

Pampasgras pflanzen

Die Grundlage für ein gesundes Höhenwachstum und die Ausbildung der markanten Blütenrispen ist die richtige Pflanzung des Pampasgrases. Hierbei spielen neben dem korrekten Zeitpunkt auch der Standort und der Pflanzabstand eine entscheidende Rolle. Welche Besonderheiten sich zudem bei Kübelpflanzen ergeben, finden Sie im nachfolgenden Abschnitt.

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Wann Pampasgras pflanzen?

Die ideale Zeit für die Pflanzung vom Pampasgras ist das Frühjahr bzw. der Frühsommer. Ob es sich hierbei um die erste Auspflanzung oder eine Umsetzung handelt, ist unerheblich. Mit dem Ende der Frostperiode nach den Eisheiligen kann bedenkenlos mit den Arbeiten begonnen werden.

Von einer frühzeitigen Setzung sollte im Hinblick auf die sich erst entwickelnde Winterhärte abgesehen werden. Für einen umfänglichen Frostschutz benötigt das Ziergras eine gute Verwurzelung, die mehrere Monate Wachstum benötigt. Ein- und Umpflanzungen im Herbst sollten Sie vermeiden. Das Pampasgras befindet sich zu dieser Zeit bereits am Ende der Wachstumsperiode und wird kaum noch neue Wurzelstränge ausbilden.

Pampasgras einpflanzen

Unabhängig von der Kultivierungsform sind einige wesentliche Hinweise vor der Einpflanzung zu beachten. Insbesondere die ersten Monate nach der Pflanzung entscheiden über ein sicheres Angehen vom Pampasgras in der neuen Umgebung. Zudem sorgt erst das richtige Angehen der Wurzeln für einen umfangreichen Winterschutz über die Frostzeit.

Es empfiehlt sich daher vorab:

  • Wurzelballen ausgiebig in einem Eimer tränken
  • Kübel: Mindesttiefe von 45 Zentimetern, Bodendurchmesser mindestens doppelt so breit wie der Wurzelstock,
  • Beet: Lochtiefe von mindestens 45 Zentimetern, Lochdurchmesser mindestens doppelt so breit wie der Wurzelstock

Beet

Die Vorbereitung der zukünftigen Pflanzstelle ist für das spätere Wachstum des Grases unerlässlich.
Das gleichmäßige Ablaufen des Gieß- und Regenwassers ist auch bei Beetpflanzen von entscheidender Bedeutung, um ein Verfaulen zu verhindern.

  • Pflanzloch gemäß den vorgenannten Eckdaten ausheben
  • Aushub seitlich lagern
  • 10 bis 15 Zentimeter hohe Schicht aus Kies oder Blähton als Drainage anlegen
  • Setzling mittig in das Loch stellen
  • ausgehobene Erde mit Sand vermischen und einfüllen
  • alternativ spezielle Gräsererde für die Verfüllung nutzen
  • Jungpflanze gut festtreten

Das zusätzliche Einbringen eines Holzstabes zur Stabilisierung des Pampasgrases ist in der Regel nicht notwendig. Durch das kräftige Festtreten zum Abschluss der Arbeiten wird die nötige Stabilität hergestellt.

Kübel

Analog zum Aufbau des Pflanzloches ist auch eine entsprechende Vorbereitung des Kübels erforderlich. Dies dient vor allem der Vermeidung der für das Gras gefährlichen Staunässe, die zu einem Absterben der gesamten Pflanze führen kann. Das Mindestfüllvolumen des Topfes sollte bei 40 Litern liegen, um ein entsprechendes Wachstum zu ermöglichen.

Pampasgras im Kübel als Illustration

Der optimale Pflanzgefäßaufbau stellt die Grundlage für ein stetiges Wachstum dar.

  • Kübel gemäß der Pflanzengröße auswählen
  • ebenfalls 10 bis 15 Zentimeter hohe Schicht aus Kies oder Blähton einfüllen
  • Sprössling mittig in das Gefäß setzen
  • Kübel mit Gräsererde auffüllen
  • Setzling gut festdrücken

Die Bambus- und Gräsererde von frux eignet sich aufgrund der enthaltenen Naturtonanteile sehr gut für die Pflanzung von Ziergräsern in Beeten und Kübeln. Darüber hinaus gewährleisten die enthaltenen Materialien eine gleichmäßige Feuchtigkeits- und Nährstoffabgabe. Dies unterbindet eine Über- oder Unterdüngung des Gewächses und verhindert das Auftreten der gefährlichen Staunässe.

Pflanzabstand

Aufgrund der dichten Wurzelverzweigungen, die das Pampasgras ausbildet, ist ein ausreichender Pflanzabstand zu anderen Gewächsen einzuhalten. Dies gilt sowohl für andere Gräser als auch artfremde Gewächse und Blumen.

Pflanzabstand beim Einpflanzen von einem Meter zwischen den Pampasgräsern als Illustration

Bei kleinwüchsigen Sorten empfiehlt sich ein Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Pflanzen, bei großwüchsigen Arten sogar von mindestens 1,3 Metern. Eine zu gering gewählte Entfernung schränkt das Wachstum Ihres Pampasgrases ein und führt zudem zu einer verminderten Blütenausbildung. Zusätzliche Anregungen zum Pflanzabstand finden Sie im verlinkten Artikel .

Standort

Das Pampasgras stammt ursprünglich aus Südamerika und ist dort in den tropischen Zonen vorzufinden. Dementsprechend sollte auch der ausgewählte Standort an einer sonnigen Stelle gelegen sein. Idealerweise bietet sich sowohl für Beet- als auch Topfpflanzen eine Südausrichtung an. Darüber hinaus sollten Sie auf einen ausreichenden Schutz vor Witterungseinflüssen wie Wind und Regen achten. Diese knicken die zierlichen Halme bereits bei mäßiger Stärke um. Den einzelnen Stielen ist es aus eigener Kraft dann nicht mehr möglich, sich selbst wiederaufzurichten.

Einen zu schattigen Standort, zum Beispiel in Nord- oder Ostausrichtung quittiert das Gras mit einem kümmerlichen Wuchs und ausbleibenden Blütenwedeln. Infolge dessen zeigt sich das Immunsystem der Pflanze geschwächt und damit deutlich anfälliger für weitere Erkrankungen. Sollte Ihr Pampasgras nicht in der gewünschten Pracht erstrahlen, kann dies an einer ungeeigneten Pflanz- bzw. Standstelle liegen.

Pampasgras Wurzel in Kübel und Beet

Das Pampasgras zeichnet sich neben seinen Wedeln auch durch das Wurzelwerk aus. Neben der Versorgung mit Feuchtigkeit und Nährstoffen sorgt es in jedem Frühjahr für ein neuerliches Austreiben des Grases. Mehrjährige Pflanzen breiten ihre Wurzeln gerne über bis zu einem Meter in die Breite und auch in die Tiefe aus horstartig aus. Vor allem großwüchsige Arten gewährleisten über ein breites Wurzelwerk die notwendige Stabilität der Pflanze.

Pampasgras Wurzel im Kübel und im Beet als Vergleich illustriert

Das Wurzelwerk vom Pampasgras breitet sich bereits innerhalb kürzester Zeit im gesamten Kübel aus, weshalb dieser nicht zu klein gewählt werden sollte.

In Kübeln verpflanzte Exemplare sind in ihrem Wurzelwachstum äußerlich beschränkt, sodass das Gras nicht vollkommen ungehindert gedeihen kann. Der Wuchs der Wurzeln korreliert direkt mit dem Höhenwachstum des Pampasgrases. Ein zu klein gewählter Pflanztopf führt dementsprechend auch zu einem verminderten Größenwachstum. Weitere Tipps zur Pflege der Wurzeln von Kübelpflanzen finden Sie hier .

Pflege nach dem Einpflanzen

Mit dem richtigen Einpflanzen von Cortaderia sellonana ist der erste Schritt für ein prächtiges Wachstum getan. Daran anschließend gewinnt die Pflege des Ziergrases eine immer größere Bedeutung. Neben der artgerechten Bewässerung und Düngung gehört auch der regelmäßige Beschnitt zu den gängigen Aufgaben.

Gießen

Das Ziergras bevorzugt eine gleichmäßige Bewässerung und verträgt sowohl anhaltende Trockenheit als auch Feuchtigkeit nur sehr schlecht. Eine unausgeglichene Flüssigkeitsbilanz führt zu zusätzlichem Stress, der das pflanzeneigene Immunsystem schwächt.

Um den Feuchtigkeitsgehalt des Substrates festzustellen, empfiehlt sich die Fingerprobe. Bei dieser wird ein Finger rund drei Zentimeter tief in die Erde gesteckt. Ist der Boden in dieser Tiefe bereits vollständig trocken, ist eine Bewässerung erforderlich. Sollte das Substrat feucht an Ihrem Finger kleben bleiben, steht der Pflanze noch ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung.

Der Wasserbedarf unterscheidet sich je nach Kultivierungsform und Wetterbedingen. Während Kübelpflanzen aufgrund des begrenzten Platzangebotes vor allem im Sommer häufig gegossen werden müssen, können Beetpflanzen sich bei milden Temperaturen auch nahezu selbst über ihr Wurzelwerk versorgen. Zusätzliche Hinweise zur angemessenen Bewässerung finden Sie hier .

Düngen

Das Pampasgras zählt zu den Starkzehrern und benötigt daher während der gesamten Wachstumsperiode eine gleichbleibende Nährstoffmenge. In der Praxis hat sich daher die Gabe eines organischen Volldüngers bewährt, der alle notwendigen Mineralstoffe enthält. Zu diesem gehören unter anderem Hornspäne (26,00€ bei Amazon*) und Kompost. Neben der Bereitstellung der Spurenelemente fördert der organische Dünger zudem die Güte der Bodenbeschaffenheit, indem er diesen mit Nützlingen anreichert. Darüber hinaus ist die Beschaffung bzw. Herstellung deutlich kostengünstiger und umweltschonender.

Das ausgewählte Material wird im Zuge der Düngung rund um die Pflanze verteilt und anschließend mithilfe eines Spatens und einer Harke in das Substrat eingearbeitet. Um die Nährstoffdichte auf einem gleichbleibend hohen Niveau zu halten sollte zwischen Mai und Oktober in einem monatlichen Rhythmus gedüngt werden. Weitere Tipps zum Düngen in Beet und Kübel finden Sie hier .

Schneiden

Das Pampasgras bildet im Vergleich zu vielen anderen Pflanzen einen Horst aus, aus dem jährlich der Neuaustrieb stattfindet. Ein regelmäßiger Rückschnitt der alten Triebe ist zwingend erforderlich. Durch die Auslichtung werden neue Freiräume für die nächste Triebgeneration freigegeben. Das Gras wird hierbei büschelweise mit einer Gartenschere oder einer Sichel auf eine Höhe von ca. 20 Zentimetern eingekürzt. Von der Nutzung einer elektronischen Schere sollten Sie absehen. Diese führt zu unschönen Ausfransungen an den Schnittstellen.

Pampasgras wird zur Pflege mit einem Sichel geschnitten als Illustration

Für einen graden Schnitt sollten Sie das Gras büschelweise zusammenhalten und mit einer Sichel oder Gartenschere abschneiden. Wichtig: Wegen der scharfen Blätter Handschuhe tragen!

Der optimale Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das zeitige Frühjahr. Aufgrund der erst späten Blüte des Ziergrases haben sich zwischen März und Mai in der Regel noch keine neuen Triebe ausgebildet, die potenziell verletzt werden könnten. Ein weiterer Vorteil des Rückschnitts im Frühjahr ist der natürliche Frostschutz des Pflanzenherzes. Durch die dicht angeordneten Halme werden sowohl Kälte als auch Feuchtigkeit abgehalten. Bei besonders eisigen Temperaturen von < -20 Grad Celsius ist dennoch ein gesonderter Schutz zu empfehlen.

Wie groß wird Pampasgras?

Die maximale Wuchshöhe vom Pampasgras resultiert aus der gewählten Sorte. Ein Ziergras der Zwergsorten wird niemals eine Größe von zwei Metern erreichen. Je größer das Pampasgras in der Theorie werden kann, desto üppiger sollte der Freiraum bemessen sein. Bei der Auswahl der für Sie passenden Sorte sollten Sie daher das Platzangebot gut vor Augen haben. Weiterführende Informationen erhalten Sie hier . Erst ein ausreichender Pflanzabstand zu anderen Gewächsen bzw. ein ausreichend großer Pflanzkübel ermöglichen ein artgerechtes Wachstum in Ihrem Garten.

Neben den nachstehenden Arten finden Sie hier weitere populäre Sorten.

Zwerg- oder Mini-Pampasgras. Zwerg- oder Mini-Pampasgräser werden höchstens bis zu einem Meter hoch. Zu den beliebtesten Sorten gehören Silber Mini (silberne Blütenstände), Mini Goldpampas (goldene Blütenstände) und Tiny Pampa (weiße Blütenstände).

Mittelhohes Pampasgras. Als mittelhohes Pampasgras werden jene Sorten bezeichnet, die eine Wuchshöhe zwischen 80 und 150 Zentimetern aufweisen. Zu den gängigsten Arten zählen Pumila (weiße Blütenstände), Patagonia (rote Blütenstände), Compacta (weiße Blütenstände) und Evita (hellgelbe Blütenstände).

Hohes Pampasgras. Die hohen Pampasgräser werden zwischen 150 und 200 Zentimetern groß und benötigen dementsprechend auch in der Breite ordentlich Platz. Zu den bekanntesten großwüchsigen Sorten gehören Rosea (rosa Blütenstände), Sunningdale Silver (silberne Blütenstände), Citaro (gelbe Blütenstände) und Silver Comet (hellgelbe Blütenstände).

FAQ

Wie groß wird Pampasgras?

Die maximale Wuchshöhe von Cortaderia selloana hängt mit der ausgewählten Sorte zusammen. Während eine Pflanze der Gattung Mini-Pampasgras in der Regel eine Höhe von einem Meter nicht überschreiten wird, werden Gewächse der hochwüchsigen Arten mindestens 1,5 Meter hoch. Achten Sie daher bereits beim Kauf auf die zu erreichende Größe des Ziergrases.

Welcher Standort für Pampasgras?

Das Pampasgras bevorzugt einen sonnigen und warmen Standort. Dieser sollte zudem vor Witterungseinflüssen wie Wind und Regen geschützt sein. Darüber hinaus ist auf einen ausreichenden Pflanzabstand zu anderen Gewächsen zu achten.

Wie tief Pampasgras pflanzen?

Das Pflanzloch bzw. der Kübel sollten eine Mindesttiefe von 45 Zentimetern aufweisen. Das Wurzelwachstum von Cortaderia sellonana erfolgt überwiegend in die Tiefe, weshalb ein entsprechendes Platzangebot für ein prächtiges Gedeihen unerlässlich ist.

Welche Erde für Pampasgras?

Das verwendete Substrat sollte eine durchlässige, aber gleichzeitig auch humose und nährstoffreiche Struktur aufweisen. Aus normaler Erde, die mit Sand gemischt wird, können Sie sich ihr eigenes Substrat herstellen. In der Praxis hat sich jedoch der Einsatz einer speziellen Gräsererde bewährt. Diese weist bereits die richtige Struktur sowie alle benötigten Nährstoffe auf.

Wann Pampasgras pflanzen?

Der optimale Zeitpunkt für die Pflanzung des Pampasgrases ist das späte Frühjahr. Mit Beendigung der Frostperiode im Mai kann das Ziergras draußen angepflanzt werden. Bis zum Winter ist es der Pflanze selbständig möglich, eine entsprechende Winterhärte aufzubauen. Für eventuell notwendige Umpflanzungen empfiehlt sich ebenfalls das Frühjahr.

Wie Pampasgras pflanzen?

Zuerst sollte das Pflanzloch bzw. der Kübel mit einer Drainageschicht aus 10 bis 15 Zentimetern Kies oder Blähton befüllt werden. Der Setzling wird daraufhin auf dieser mittig platziert und mit Erde umgeben. Zum Abschluss wird diese kräftig festgedrückt oder -getreten, um die notwendige Stabilität zu erhalten.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: JuliaWozniak/Shutterstock
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