Gartenboden anreichern
Guter Gartenboden ist die wichtigste Voraussetzung für gutes Gedeihen der Gartenpflanzen

Boden gut, alles gut!?

Aber gibt es ihn überhaupt, den idealen Boden, den alle Ihre Lieblingspflanzen mögen und wenn ja, wie würde der aussehen? Rein vom optischen und physikalischen Aspekt sollte der ideale Boden für ein gesundes Pflanzenwachstum diese Eigenschaften besitzen:

  • krümelig und locker,
  • durchlässig,
  • mittelschwer und
  • speicherfähig für Wasser, Luft und sämtliche Nährstoffe

Mit der händischen Methode findet man das schnell heraus. Während ein leichter Boden beim Durchkneten mit der Hand nicht zusammenhält, sind schwere Böden in der Regel extrem einfach, ähnlich der Knete, formbar. Der besondere Vorteil leichter Böden ist ihr hoher Sandgehalt, der viel Luft aufnimmt und dazu beiträgt, dass sie sich in den Frühlingsmonaten rasch erwärmen. Dafür ist die Speicherfähigkeit dieser Erde zur Aufnahme von Nährstoffen recht gering. Schwere Böden enthalten meist eine größere Menge an Ton bzw. Lehm, lassen aber Feuchtigkeit nur schwer durch. Die goldene Mitte für den Garten wäre von daher mittelschwere Erde, bei der die Anteile von Luft, Wasser, Mineralien und anderer Nährstoffe im Mittelfeld liegen.

Ebenso wichtig ist der Anteil organischer Substanzen im Erdreich, die von besonderer Bedeutung für das Pflanzenwachstum und spätere hohe Erträge ist. Einen ersten Überblick darüber liefert ein ziemlich einfacher Test:

Gartenboden testen
  1. Ein Schraubglas wird zu einem Viertel mit Gartenerde gefüllt.
  2. Jetzt wird bis ein Zentimeter unter den Deckelrand mit frischem Leitungswasser aufgefüllt.
  3. Deckel mit dem Glas fest verschrauben, kräftig durchschütteln und ungefähr 30 Minuten stehen lassen.
  4. Bleibt das Wasser über längere Zeit trüb, handelt es sich um einen schweren Boden. Die Sandpartikel von leichten Böden würden sich viel schneller absetzen.

Pflanzen und ihre Ansprüche an den Gartenboden

Bodenarten Gehölze Stauden & Blumen
Sandige und leichte Böden Essigbaum, Felsenbirne, Sanddorn, Wacholder, Zierquitte Arnika, Gartensalbei, Kornblume, Lavendel, Katzenminze, Schwertlilie
Tonhaltige und schwere Böden Holunder, Goldregen, Flieder, Weißdorn, Stechpalme, Lebensbaum Pfennigkraut, Eisenhut, Goldkolben, Taglilien, Chinaschilf
Saurer Boden (pH-Wert zwischen 4,0 und 4,5) Ginster, Hortensie, Magnolie, Rhododendron, Heidelbeere, Kamelie Arnika, Fleißiges Lieschen, Primel, Lilie, Bergenie, Heidenelke
Alkalischer Boden (pH-Wert höher als 7,2) Zierkirsche, Zierapfel, Obstgehölze, Schmetterlings-Strauch, Berberitze Blaukissen, Mohn, Pfingstrose, Wicke, Zinnie, Rose, Aster, Chrysantheme

Tipps zur Bodenpflege:

  • Regelmäßige Bodenanalysen mit pH-Testern aus der Apotheke oder dem Gartenfachhandel bringen Klarheit über den Säuregehalt der Gartenerde. Zu saurer Boden lässt sich mithilfe einer Kalkung regulieren.
  • Rigoroses Umgraben im Herbst hilft bei ton- und lehmhaltigen Böden, dass sie über die Wintermonate lockerer und krümelig werden. Leichten Gartenboden sollten Sie mit einer Grabegabel lediglich ein wenig lockern und ihm damit Luft zuführen, damit die Mikroorganismen nicht allzu sehr gestört werden.
  • Sandigen und besonders leichten Böden setzen Sie einmal jährlich Betonit zu, da Tonminerale die Speicherfähigkeit für Mineralien, Nährstoffe und Wasser auf natürliche Weise erhöhen.

Dünger und wie er auf Ihre Pflanzen wirkt

  1. Organischer Dünger: wird von den Mikroorganismen im Boden zu Nährstoffen verarbeitet (Kompost, Pferde- oder Kuhmist, Hornspäne, Knochenmehl).
  2. Mineralischer Dünger: wirkt in der Regel sehr schnell, dafür aber nur für kurze Zeit. Eine Düngung sollte äußerst gezielt und nur mit der erforderlichen Menge erfolgen, um eine Überdüngung auszuschließen.
  3. Organisch-mineralischer Dünger: sehr empfehlenswerte Mischung, da die enthaltenen Nährstoffe den Pflanzen sofort und für eine längere Zeit zur Verfügung stehen.
  4. Flüssigdünger: meist in Wasser lösbare Konzentrate, die ebenfalls sehr verantwortungsbewusst eingesetzt werden müssen. Keine Langzeitwirkung, da die Aufnahme sofort erfolgt, daher von Zeit zu Zeit nachdüngen.
  5. Langzeitdünger: wirken aufgrund ihrer Zusammensetzung so, dass eine allmähliche, aber dauerhafte Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen erfolgen kann.

Tipps & Tricks

Eine organische Düngung des Bodens, zum Beispiel mit selbst erzeugtem Humus aus dem Komposter, sollte immer Vorrang haben, denn sie ist für die Bodenfruchtbarkeit von existenzieller Bedeutung.

Beiträge aus dem Forum

  1. Das ineinandergreifende Räderwerk der Natur

    Liebe Foristen, dies wird kein fröhlicher Beitrag über Blümchen, Bienchen und Vögelchen, obwohl es genau diese betrifft! Dieser Beitrag ist ein Blick in unsere Zukunft, vor der wir unsere Augen nicht verschließen dürfen, wichtig für uns alle, ob Gärtner oder Hobbygärtner. Man muß kein Wissenschaftler sein, nur mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen um zu sehen und zu hören, was sich um uns herum so tut. Gestern, am späten Abend las ich auf t-online-Seite einen Beitrag, erstellt von wissenschaftlichen Mitgliedern der Virginia Commonwealth University/USA, der mich total wegen seines Inhalts schockierte und den ich hier sinngemäß wiedergeben möchte: []

  2. Der Frühling naht

    Liebe Mitforisten, balzende Wildvögel an der Futterstelle heute morgen, läßt die Ahnung auf einen baldigen Frühling zu. Bitte, füttern Sie die gefiederten Freunde trotzdem weiter! Es ist bitter notwendig. LG Bateman

  3. Schlechten Geruch und Schimmel bekämpfen

    Hallo zusammen, wie jeden Winter habe ich auch dieses Jahr wieder das Problem, dass es in der Laube etwas muffig riecht. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht oft in der Laube bin und somit nicht richtig lüften kann, zum anderen ist auf Grund der niedrigen Temperaturen die Luftfeuchtigkeit ziemlich hoch. Da ich ganz gern Schimmel vermeiden, den Geruch loswerden und gleichzeitig aber nicht dauernd die Heizung laufen lassen will, habe ich mich mal ein bisschen umgeschaut und auf Ebay einen sogenannten Solar-Luftkollektor von Oscar gefunden. Wenn ich das richtig verstanden habe, montiert man das Teil an die Hauswand []

  4. Longan Frucht

    Habe heute eine Doku gesehen über die Longan Frucht,gegessen oder aber auch im Kaufladen gesehen habe ich diese Frucht aber noch nie :oops: Kennt jemand von euch sich mit dieser Frucht aus ?zuhause ist Longan wohl eher im Mittelmeer raum

  5. Bohnenkraut auf Balkon?

    Hallo meine Lieben, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. Ich hatte bislang mein Bohnenkraut immer im Garten, doch habe ich leider keinen Platz mehr dafür. Nun meine Frage, kann man das Bohnenkraut (wer nicht genau weiß, was das ist, hier habe ich einen interessante Artikel entdeckt) auch problemlos auf dem Balkon anpflanzen / ziehen?

  6. Geranien aus dem Winterschlaf holen

    Pelargonium ist der botanische Name unserer so heißgeliebten Geranie. Sie ist Ende des 17. Jahrhundert aus Südafrika nach Mitteleuropa gekommen und geblieben, also quasi als "Einwanderer mit Bleibestatus". Sie gehört zur Gattung der Storchenschnabelgewächsen. Einige Zeitlang wurde sie als spießig angesehen, ist nun aber wieder voll im Trend und wurde mehrmals als Pflanze des Jahres ausgezeichnet. Sie verschönert unsere Balkone, Schalen und Töpfe mit einer riesiger Anzahl von Blüten in prachtvollen Farben, es gibt sie stehend, hängend, auch mit gefüllten, mehrfarbigen Blüten. Ich lebte mit meiner Familie lange Jahre im Alpenvorland, unsere Ausflüge erfolgten in fast sämtliche Alpenregionen. Eine der []