Schwertlilie pflanzen und pflegen

Ihre opulente Blütenfülle verlangt nur scheinbar nach umfangreicher Pflege. Wie bescheiden sich die anmutige Iris in ihren Ansprüchen tatsächlich erweist, vermitteln die praxisrelevanten Antworten zu oft gestellten Fragen. So gelingt das fulminante Farbenfestival von Schwertlilien selbst der ungeübten Hand.

Iris
Schwertlilien brauchen nicht viel Dünger; ein wenig Kompost im Frühjahr genügt

Schwertlilie richtig pflanzen

Ende Juli öffnet sich das Zeitfenster, um Schwertlilien im Beet zu pflanzen. Bis in den Oktober hinein setzen Sie die Knollen an einem sonnigen, geschützten Standort in die nährstoffreiche, gut durchlässige Erde. In diesen Schritten gehen Sie dabei vor:

  • Im Abstand von 25 bis 40 Zentimetern kleine Gruben anlegen mit 2-3 Zentimetern Tiefe
  • Den Aushub anreichern mit Kompost oder Guano
  • Je ein Rhizom mit abwärts gerichteten Wurzeln einsetzen
  • Die Knolle muss zur Hälfte noch sichtbar sein

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Verdichten Sie mit den Händen die Erde und gießen an. Pflanzen Sie Iris in einer kreisförmigen Anordnung ins Beet, setzt sich die Blume besonders dekorativ in Szene.
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Pflegetipps

Fachgerecht gepflanzt am optimalen Standort, verlangt die Blume nur wenig Pflege. Eine gut verwurzelte Iris begnügt sich mit dem natürlichen Regenaufkommen und einer minimalen Menge an Nährstoffen. Die Einzelheiten im Überblick:

  • Die Blume gießen bei sommerlicher Trockenheit
  • Im März/April zum Saisonstart mit Kompost, Hornspänen (6,39€ bei Amazon*) oder Guano (13,35€ bei Amazon*) düngen
  • Bei Mangelerscheinungen nochmals organisch düngen
  • Eine verwelkte Blüte bis 10 cm über dem Boden abschneiden
  • Die Blätter erst im Herbst entfernen

Alle 3 bis 4 Jahre ist eine Verjüngung mittels Teilung empfehlenswert, damit jede einzelne Blume noch lange Zeit ihre Vitalität behält.

Welcher Standort ist geeignet?

Zentrales Kriterium der Standortwahl für alle Iris-Arten ist eine sonnige, windgeschützte Lage mit möglichst zahlreichen Sonnenstunden pro Tag. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie die Sibirische Wiesen-Schwertlilie, die einen halbschattigen Platz bevorzugt. Daran schließen sich die Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit an, die adäquat zur favorisierten Sorte zu bestimmen sind. So liegen Sie richtig:

  • Frisch-feuchter bis sandig-trockener Boden
  • Reich an Nährstoffen und Humus
  • Guter Wasserabzug
  • Neutraler bis leicht kalkhaltiger pH-Wert

Aufgrund ihrer voluminösen Knolle eignet sich die elegante Blume nur dann für den Kübel, wenn es sich um eine Zwerg-Schwertlilie handelt. Verwenden Sie in diesem Fall eine hochwertige Kübelpflanzenerde auf Kompostbasis als Substrat, angereichert mit Sand oder Blähton.(17,49€ bei Amazon*)
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Die beste Pflanzzeit für Schwertlilien erstreckt sich von Juli bis September. Im sonnenwarmen Boden etabliert sich die Knollenpflanze im Handumdrehen, sodass sie sich rechtzeitig vor dem Winter im Erdreich tief verwurzelt hat.
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Wann ist Blütezeit?

Die zentrale Blütezeit von Schwertlilien erstreckt sich von Anfang Mai bis Mitte/Ende Juni. Zu dieser Zeit zeigt vor allem die Bart-Iris (I. barbata-elatior), welche Blütenpower in ihr steckt, gefolgt von der Japanischen Pracht-Iris (I. kaempferi) im Juni und Juli. In den Wochen zuvor reckt im April bereits die Klein-Iris (I. barbata-nana) ihre Blüten der Sonne entgegen.
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Schwertlilie richtig schneiden

Schneiden Sie die Blume in zwei Etappen. Zunächst kappen Sie den verwelkten Blütenstiel bis 10 Zentimeter über dem Rhizom. Die Blätter verweilen bis zum Winter an der Pflanze, damit die restlichen Nährstoffe verwertet werden können. Nach dem ersten Frost schneiden Sie das Laub bodennah ab.
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Schwertlilie richtig düngen

Düngen Sie Ihre Iris nach dem Minimalprinzip. Das bedeutet, dass sich die Nährstoffversorgung auf eine organische Startdüngung mit Kompost, Hornspänen oder Guano im März beschränkt. Offenbaren sich Mangelerscheinungen, wie gelbliche Blätter oder eine kümmerliche Blüte, verabreichen Sie eine weitere Portion Kompost. Mineralische Volldünger sind nicht geeignete für die Nährstoffversorgung, da der hohe Salzgehalt den empfindlichen Knollen schadet.
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Schwertlilie vermehren

Die Schwertlilie lässt sich problemlos vermehren durch Teilung. Wählen Sie hierzu einem Termin zwischen Ende Juli und Anfang Oktober. So machen Sie es richtig:

  • Die Knolle mit dem Spaten vollständig ausgraben
  • Das Rhizom mit einem scharfen Messer in mehrere Segmenten zerteilen
  • Die Fächerblätter mit einer Schere so zurechtschneiden, dass sie ein spitz zulaufendes Dreieck bilden
  • Zusätzlich die Wurzeln einkürzen

Ohne weitere Zeitverzögerung die Knollenteile am neuen Standort dergestalt einpflanzen, dass das Rhizom zur Hälfte sichtbar ist.
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Wie pflanze ich richtig um?

Es wirkt wie eine Verjüngungskur, wenn Sie die Iris alle 3-4 Jahre umpflanzen. Bestens geeignet für die Maßnahme ist ein Tag zwischen Ende Juli und Anfang Oktober. So hat sich der Ablauf bewährt:

  • Die Blume mit dem Spaten oder der Grabegabel vollständig ausgraben
  • Mit dem Messer junge Rhizomstücke vom alten Teil abschneiden
  • Ein Knollensegment muss über mindestens einen Blattfächer verfügen
  • Die Wurzeln einkürzen und die Blätter in Keilform stutzen

Selektieren Sie nun alle prallen, kräftigen Knollenstücke aus, um diese am neuen Standort einzupflanzen. Wichtigstes Kriterium ist wiederum, dass ein Rhizom nach dem Umpflanzen noch sichtbar ist. Das Laub belassen Sie bis zum ersten Frost an der Iris, damit die Nährstoffe noch eingezogen werden können.
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Ist Schwertlilie giftig?

Geht es um die Beurteilung des Giftgehaltes, rückt die Gelbe Schwertlilie, auch bekannt als Sumpf-Schwertlilie, in das Zentrum des Interesses. Diese Art ist in freier Natur entlang von Gewässern häufiger anzutreffen und steht unter Naturschutz. Das ist auch gut so, denn es befinden sich Scharfstoffe in ihren Pflanzenbahnen, die bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen können. Da diese Blume indes nicht sonderlich gut schmeckt, sind vor allem Hunde, Katzen, Pferde und Weidevieh betroffen.
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Schwertlilie blüht nicht

Will die Iris nicht mehr blühen, verleiht ihr die folgende Vitalisierungskur frische Kräfte:

  • Zwischen Juli und Oktober die gesamte Blume ausgraben
  • Vom alten Rhizom nachgewachsene, junge Teile abschneiden
  • Ein Teilstück verfügt über mindestens ein Fächerblatt
  • Die Blätter in Keilform einkürzen und zu lange Wurzeln abschneiden
  • Den Boden optimieren mit Kompost und Hornspänen (kein Volldünger)

Die ausgelaugten Knollenstücke werden auf dem Kompost entsorgt. Die frischen Teile pflanzen Sie in der Weise ein, dass diese ein Stück über der Erde stehen.
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Die Schwertlilie im Garten

Im Garten gibt eine Iris ihr Bestes, wenn Sie der Blume einen sonnenverwöhnten, luftumspülten Standort zuweisen. Das Erdreich sollte leicht kalkhaltig, humos und gut durchlässig sein. Pflanzen Sie eine Knolle zwischen Juli und Oktober in eine 3 Zentimeter tiefe Grube. Ist das Rhizom anschließend noch zu sehen, haben Sie alles richtig gemacht. So pflegen Sie die Blume im Garten mit Sachverstand:

  • Bei Trockenheit gießen
  • Im März/April düngen mit Kompost und Hornspänen
  • Einen verwelkten Blütenstängel bis auf 10 cm abschneiden
  • Das Laub bis zum Winter am Rhizom stehen lassen
  • Winterschutz ist nicht erforderlich

Will die Blume im Beet nicht mehr blühen, graben Sie die Knolle aus und teilen die jungen Segmente mit mindestens einem Fächerblatt ab. Anschließend pflanzen Sie die Iris am neuen Standort wieder ein.
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Die Iris einpflanzen

Als Knollenpflanze erfordert die Iris ein Umdenken, wenn Sie die Blume richtig einpflanzen möchten. Setzen Sie das Rhizom nur so tief in die Erde, dass es zur Hälfte oder zu einem Drittel noch sichtbar ist. Diese Prämisse gilt ebenfalls für die Pflanzung im Kübel. Drücken Sie abschließend das Substrat mit den Händen fest und gießen an.
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Schwertlilie teilen

Teilen einer Schwertlilie geht ganz unkompliziert von der Hand. Die Wochen von Ende Juli bis Anfang Oktober gelten als idealer Zeitkorridor für diese Maßnahme. Graben Sie das Rhizom der Blume vollständig aus, um es mit dem Spaten zu zerteilen. Daran anschließend schneiden Sie die Fächerblätter keilförmig zurecht und kürzen zu lange Wurzelstränge ein.

Die Knollensegmente pflanzen Sie wieder ein, sodass sie zur Hälfte oder zumindest zu einem Drittel über der Erdoberfläche stehen. Wichtig zu beachten ist, dass die Wurzeln abwärts gerichtet sind. Sie bieten einer geteilten Schwertlilie ausgezeichnete Wachstumsbedingungen, wenn der Aushub des Pflanzlochs mit Kompost oder Guano angereichert wird.
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Die Blüte der Iris

Die malerische Schönheit einer Iris-Blüte beruht auf einer einzigartigen Kombination aus Blütenblättern:

  • Drei aufrecht stehende Domblätter
  • Drei elegant herabhängende Hüllblätter, teils mit gerüschten oder gefransten Rändern
  • Bei einigen Arten im hinteren Blütenteil ein haariger Bart
  • Ein Griffel mit drei kleinen Ästen formiert mit den Staubbeuteln den Stempel

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Die Samen der Schwertlilie zum Keimen bringen

Um die Samen einer Schwertlilie zur Keimung zu motivieren, ist zunächst die Samenhülle bis zum Embryo abzuschneiden. Daran anschließend unterziehen Sie die Lichtkeimer einer 4-5 Wochen andauernden Kältebehandlung im Kalthaus oder im Gemüsefach des Kühlschranks. Am halbschattigen Standort setzt bei Zimmertemperatur dann die Keimung ein. Bis zur ersten Blüte vergehen zwischen 3 und 6 Jahre.

Iris-Samen aussäen

Die Samen einer Iris können während des gesamten Jahres ausgesät werden. Wer als Hobbygärtner die Herausforderung nicht scheut, geht in diesen Schritten zu Werke:

  • Die Samen 4-5 Tage in Wasser quellen lassen
  • Anschließend mit einer Rasierklinge die Samenschale einschneiden bis zum Embryo
  • Kleine Töpfe mit Vermiculite oder Sand füllen
  • Darin die Samen mit dem sichtbaren Embryo einsetzen
  • Im Gemüsefach des Kühlschranks aufstellen für 4-5 Wochen

Stellen Sie die Aussaat anschließend bei Zimmertemperatur, dürfen Sie sich nach wenigen Tagen über die ersten Keimlinge freuen.
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Die Iris im Herbst

Warten Sie im Herbst ab, bis die Blätter einer Iris vollkommen verwelkt sind. Bis dahin zieht die Knolle die restlichen Nährstoffe ein, um daraus ein Depot anzulegen für die nächste Saison. Daran anschließend entfernen Sie alles Laub mit der Gartenschere. Bedecken Sie die Blume im Herbst nicht mit Vlies oder Laub. Die Schwertlilie ist vollkommen winterhart.
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Ist die Schwertlilie winterhart?

Eine Schwertlilie ist vollkommen winterhart. Es bedarf keiner besonderen Vorkehrungen zum Schutz vor Frost und Schnee. Eine Abdeckung verursacht vielmehr Schäden an der Blume, da das Rhizom faulen könnte.
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Die schönsten Sorten

  • Champagne Elegance: gerüschte Blütenblätter in zartem Apricot und elfenbeinfarbenem Dom strahlen unnachahmliche Eleganz aus
  • Fuji’s Mantle: besticht mit blau gesäumten Hängeblättern und leuchtend weißem Dom im Mai und Juni
  • Jazz Festival: zweifarbige, gewellte Blüten in Creme und Purpurrosa umringen einen orangefarbenen Bart
  • Superstition: eine Hohe Bart-Iris mit spektakulären, schwarzblauen Farbtönen für ein Höchstmaß an Extravaganz
  • Diamant: die reinweiße Blume für feuchte Standorte und große Kübel
  • Florentina: eine traditionsreiche Blume, deren hellblaue Blüte einen zarten Veilchenduft verströmen
  • Argentea Variegata: die Sorte überrascht mit weiß gestreiftem Laub und lavendelblauen Duftblüten
  • Berlin Tiger: sensationelle Blume im Tiger-Look, dank gelb-braun geaderter Blüten
  • Little Rosy Wings: prächtige Zwerg-Schwertlilie für Beet und Kübel mit rubin-roten Blüten ab April
Text: Paula Jansen

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