Die Samen der Iris: Ernte und Anbau

Eigentlich ist es bei der oft auch als Schwertlilie bezeichneten Iris üblich, die Pflanzen durch Teilung des Rhizoms zu vermehren. Sie können aber auch nach der Blütezeit die reifen Samen sammeln und diese gezielt zur Keimung bringen.

Iris säen
Werden die Iris-Blüten nicht abgeschnitten, bilden sich die Samenstände

Wissenswertes rund um die Samen der Schwertlilie

Wenn Sie die Samenkapseln der Schwertlilie nach dem Verwelken der Blüten nicht abschneiden, dann wird im Laufe der Jahre in der Regel eine natürliche Ausbreitung der Pflanzen im Garten durch Selbstaussaat stattfinden. Im Inneren der sich von grün auf braun umfärbenden Pflanzen reifen im Spätsommer die kleinen, bräunlichen Samenkörner. Diese können im Herbst im Freiland ausgesät werden oder ganzjährig für die Anzucht auf der Fensterbank benutzt werden. Wenn Sie verschiedene Arten der Schwertlilie in Ihrem Garten angepflanzt haben, dann kann es bei der Vermehrung durch Samen durchaus auch zu interessanten Farbkreuzungen kommen.

Die Samen zum richtigen Zeitpunkt ernten

Auch wenn die verwelkten Blütenstände der Schwertlilie im Blumenbeet nicht gerade eine Zier darstellen, so dürfen Sie diese vor der Samenreife nicht abschneiden, wenn Sie reife und keimfähige Samen ernten möchten. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Blütezeit der jeweiligen Unterart ab, sollte aber je nach Witterung im betreffenden Jahr zwischen Spätsommer und Herbst erreicht sein. Nachdem sich die Saatkapseln an den Enden der Blütenstiele braun verfärbt haben, öffnen sich diese mit zunehmendem Trocknungsgrad. Anschließend sollten Sie die Samen dann noch etwas an der Luft trocknen lassen, bevor Sie diese für die Lagerung verpacken oder direkt für die Aussaat nutzen.

Die idealen Bedingungen für die Keimung der Iris-Samen

Grundsätzlich dauert es bei einer Aussaat der Iris-Samen bis zu drei oder vier Jahre bis zur ersten Blüte, während sich bei der Vermehrung durch Rhizomteilung schon im Folgejahr Blüten bilden können. Allerdings bildet der Anbau aus Samen die einzige Möglichkeit zum Erhalt neuer Farbvarianten durch Kreuzung. Die Samen der Iris sind:

  • Dunkelkeimer
  • Kaltkeimer
  • nach einer Stratifizierung des Saatguts besser keimfähig
  • während der Keimphase gleichmäßig feucht zu halten

Tipps & Tricks

Da die zarten Pflänzchen der Iris bei der Anzucht aus Samen im Freiland leicht von Unkraut überwuchert werden können, ist eine Anzucht im Topf in Bezug auf die Pflege in der Regel leichter.

Text: Alexander Hallsteiner
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