Die Schwertlilie im Garten: Schön aber giftig

Die auch als Schwertlilie bezeichnete Iris wird von vielen Gärtnern als relativ pflegeleichte Blühpflanze im Garten geschätzt. Sie trägt zwar keine in Versuchung führenden Früchte, stellt aber aufgrund ihrer Giftigkeit trotzdem ein gewisses Gefahrenpotenzial für Kinder und Tiere dar.

Iris giftig
Halten Sie Ihre Kinder von Schwertlilien fern, denn sie ist giftig!

Medizinische Nutzung verschiedener Schwertlilienarten

In der Medizin früherer Jahrhunderte wurden bestimmte Teile der Schwertlilie früher für folgende Zwecke verwendet:

  • als Wundheilmittel
  • zur Schmerzlinderung bei zahnenden Kindern
  • als Schleimlöser

Spezialisten verarbeiten die Wurzelrhizome bestimmter Schwertlilienarten noch heute zu natürlichen Brechmitteln und Halsbonbons. Ohne Spezialwissen sollten Sie dies aber nicht in Eigenregie tun, da es bei einer falschen Dosierung zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen kann.

Vorsicht: Giftigkeit der Schwertlilie

Werden Blätter, Blüten oder Wurzeln der Iris verzehrt oder in Form verarbeiteter Produkte eingenommen, so kann es zu Erbrechen, Brennen in Rachenraum oder sogar zu blutigem Durchfall kommen. Außerdem sind die Blätter und Wurzeln auch giftig für Pferde, Kaninchen und andere Haustiere. Kinder sollten Sie nicht unbeaufsichtigt neben Schwertlilien spielen lassen.

Tipps & Tricks

Wenn Sie für Ihre Haustiere Futter schneiden und dieses als Heu trocknen, dann achten Sie auf das Aussortieren jeglicher Irisblätter. Da sich das Gift auch beim Trocknen in den Blättern hält, kann es auch beim Verfüttern in getrockneter Form zu Vergiftungen führen.

Text: Alexander Hallsteiner

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