Sommerblume mit Designer-Qualität – so gedeiht die Zinnie prachtvoll

Einem fantasievollen Bauerngarten verleihen Zinnien den letzten Schliff. Die verschwenderischen Sommerblumen mit den leuchtenden Farben und dem straff aufrechten Habitus fungieren als dekorative Strukturpflanzen, augenfällige Topfpflanzen und prächtiger Lückenfüller im Staudenbeet. Auf welche Pflege die einjährigen Zinnia Wert legt, beleuchten diese Antworten auf oft gestellte Fragen.

Zinnia
Die Zinnie bringt Farbe ins Sommerbeet

Zinnie richtig pflanzen

Pflanzen Sie Ihre vorgezogenen oder fertig erworbenen Zinnien nicht vor Mitte/Ende Mai ins Beet. Ein Kälteeinbruch wirft die Blume im Wachstum gewaltig zurück. Bereiten Sie den Boden am vollsonnigen Standort so vor, dass er locker und gut durchlässig strukturiert ist. Im Zweifel arbeiten Sie lehmhaltiger Erde einige Handvoll Sand oder Splitt unter. So gelingt die Pflanzung selbst der ungeübten Hand:

  • Abgestimmt auf die gewählte Sorte, im Abstand von 25-40 cm geräumige Gruben ausheben
  • Dem Aushub ein wenig Kompost mit Hornspänen (12,66€ bei Amazon*) beigeben
  • In jedes Pflanzloch eine ausgetopfte Jungpflanze unter Beibehaltung der bisherigen Pflanztiefe einsetzen
  • Das Erdreich mit den Händen andrücken und gießen

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In den ersten Tagen und Wochen gießen Sie Ihre Zinnia regelmäßig, um die Verwurzelung zu forcieren. In der Folge reduziert sich der Wasserbedarf auf ein niedriges Niveau.

Pflegetipps

Wir sind immer wieder überrascht, mit welch geringem Pflegeaufwand sich die Zinnie zufrieden gibt. So gehen Sie auf die bescheidenen Ansprüche richtig ein:

  • Adulte Blumen einzig gießen bei sommerlicher Trockenheit
  • Von Juni bis zum Ende der Blütezeit alle 14 Tage düngen mit Kompost im Beet und Flüssigdünger im Topf
  • Ergänzend ein Mal im Monat den Boden mit Brennnessel- und Beinwelljauche überbrausen
  • Verwelkte Blütenköpfe alle paar Tage ausputzen
  • Hoch aufragende Blütenstängel mit einem Stab stützen

Die in unseren Regionen kultivierten Zinnia-Arten und Sorten sind nicht winterhart. Im Spätherbst holen Sie die Pflanzen aus dem Boden und entsorgen sie auf dem Kompost.

Welcher Standort ist geeignet?

Die Zinnie verlangt nach einem vollsonnigen, warmen Standort. Unter Lichtmangel oder bei kühlen Temperaturen bleibt die Blütenfülle weit hinter den Erwartungen zurück. Kombinieren Sie dazu einem durchlässigen, eher mageren Boden, der gerne sandig-lehmig und nicht allzu feucht beschaffen ist.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Pflanzen Sie die sonnenverliebten Zinnia ausschließlich in magere, humusarme und gut durchlässige Erde. Ein mäßig trockener Feuchtigkeitsgehalt ist von höchster Relevanz, denn zuviel Nässe setzt dem Blumenleben ein rasches Ende. Für die Kultivierung im Kübel bedeutet dies, dass zwar normale Blumenerde verwendet werden kann; freilich einzig unter der Voraussetzung, dass Sie Sand, feinen Splitt, Lavagranulat (13,76€ bei Amazon*) oder Perlite (32,90€ bei Amazon*) hinzufügen.

Wann ist Blütezeit?

Findet die Zinnie einen sonnigen, warmen und durchlässig-mageren Standort vor, bringt sie von Juli bis Oktober unermüdlich leuchtende Blüten hervor. Putzen Sie die verwelkten Korbblüten konsequent aus, denn darunter warten bereits die nächsten Knospen, um mit der Sonne um die Wette zu strahlen.

Zinnie richtig schneiden

Die aufrechten Blütenstängel laden ein zur Verwendung als Vasenschmuck oder im sommerlichen Blumenstrauß. Schneiden Sie soeben erblühte Zinnien am frühen Morgen ab, nachdem der Tau verdunstet ist. Belassen Sie einige Blätter an der Pflanze, damit sie hieraus wieder austreiben kann. Fernerhin empfehlen wir, die verwelkten Blüten zeitnah abzuschneiden. So investiert die Zinnie ihre florale Energie in das Wachstum neuer Blüten, statt sie für das Wachstum von Samenständen zu verschwenden.

Zinnie gießen

Der Wasserbedarf einer Zinnie bewegt sich auf niedrigem Niveau. Die Sommerblume arrangiert sich mit kurzzeitiger Trockenheit sehr viel besser, als mit Dauernässe. Gießen Sie daher eine gut angewachsene Pflanze einzig bei sommerlicher Trockenheit. Im Beet kommt die Gießkanne erfahrungsgemäß seltener zum Einsatz, als an Topfblumen. Verwenden Sie normales Leitungswasser, das Sie unmittelbar auf die Wurzelscheibe geben.

Zinnie richtig düngen

Im Beet freut sich die Sommerblume über eine Portion Kompost alle 14 Tage. Harken Sie das organische Material oberflächlich ein und gießen nach. Ergänzend dazu überbrausen erfahrene Hobbygärtner den Boden ein Mal im Monat mit einem Mix aus Brennnessel- und Beinwelljauche. Gedeiht die Zinnie im Topf oder Balkonkasten, verabreichen Sie alle 2 Wochen einen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Überwintern

Die wärmeverliebte Zinnie macht bereits bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius schlapp. Für eine Überwinterung ist die empfindliche Sommerschönheit folglich nicht geeignet. Holen Sie im Spätherbst die Wurzelballen aus der Erde, um diese auf dem Kompost zu entsorgen.

Zinnie vermehren

Für die Vermehrung sammeln Sie im Herbst die 5-8 mm langen Samenstände ein, bevor die Blumen sie auf eigene Faust im Garten verteilen. Trocken aufbewahrt im Schraubglas im kühlen Keller, halten Sie ab Ende Februar ausreichend Saatgut für die Aussaat in Händen. Säen Sie die Samen auf Torf-Sand oder Saaterde aus, übersieben diese dünn und befeuchten mit feiner Brause. Aufgestellt im beheizbaren Zimmergewächshaus, ist für die Keimung eine konstante Temperatur von 18-22 Grad Celsius erforderlich. Pikieren Sie die kräftigsten Keimlinge mit mindestens 2 Blattpaaren in Einzeltöpfe. Bis Mitte/Ende Mai die Pflanzzeit beginnt, halten Sie am sonnigen, warmen Fensterplatz die Erde leicht feucht.

Zinnie im Topf

Im Topf verlangt die Zinnie ihrem Gärtner ebenso wenig ab, wie im Beet. Achten Sie insbesondere darauf, dass die Blume keine nassen Füße bekommt. Ein luftig-leichtes Substrat mit Tonscherben als Drainage beugt Staunässe effektiv vor. Gießen Sie erst dann, wenn die Erde gut angetrocknet ist. Großzügiger gehen Sie in Puncto Nährstoffversorgung vor. Von Juni bis Oktober verabreichen Sie alle 2 Wochen einen Flüssigdünger oder geben im Juni und August einen Langzeitdünger in Stäbchenform. Versäumen Sie nicht, die verwelkten Blüten auszuputzen. Diese Umsicht wird belohnt mit einem gepflegten Erscheinungsbild und einer durchgängigen Blütenfülle.

Ist Zinnie giftig?

Die Zinnie wird den leicht giftigen Zierpflanzen zugeordnet. Im Pflanzensaft tummeln sich verschiedene Alkaloide und andere Stoffe, die bei Kontakt Hautallergien auslösen können. Tragen Sie daher bei allen Arbeiten rund um Ihre Sommerblumen schützende Handschuhe.

Schöne Sorten

  • Cherry Red: Preisgekrönte Sorte, die sich mit gefüllten kirschroten Blüten um eine gelbe Mitte in Szene setzt; 30-40 cm
  • Envy: Eine prächtige Zinnia elegans, deren dahlienähnliche Blüten in leuchtendem Gelb erstrahlen; 70-90 cm
  • Crystal White: Die weiß-gelben Blüten erinnern an Margeriten und blühen von Juni bis zum ersten Frost; 45-50 cm
  • Scarlet Flame: Die 13 cm großen, satt-roten Blütenbälle ziehen im Beet und Kübel alle Blicke auf sich; 90-100 cm
  • Oklahoma Rosa: Eine rosa blühende Zinnie mit straff aufrechtem Habitus; sehr schöne Schnittblume mit 70 cm Wuchshöhe
  • Senorita Aztec: Schöne Kaktus-Zinnie mit gerüschten und spitz zulaufenden Blütenblättern in Rot; 80-100 cm
Text: Paula Jansen

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