Zinnie

Zinnien überwintern: So gelingt die frostfreie Pflege

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Zinnien sind zwar nicht winterhart, doch mit etwas gärtnerischem Geschick können Sie die farbenfrohen Blumen im nächsten Jahr wieder in Ihrem Garten begrüßen. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Zinnien im Haus überwintern oder durch Samengewinnung selbst vermehren können.

Zinnie Frost
Zinnien sind nicht frosthart

Sind Zinnien winterhart?

Zinnien sind äußerst frostempfindlich und nicht winterhart. Sie sterben ab, sobald die ersten Bodenfröste auftreten. Nachdem die Samen gereift sind, können die Pflanzen im Freien nicht überwintern. Lediglich die Samen überdauern den Winter und ermöglichen im nächsten Jahr eine neue Aussaat.

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Überwinterung von Zinnien im Haus

Obwohl Zinnien nicht winterhart sind, können sie im Haus überwintert und im nächsten Jahr wieder gepflanzt werden. Diese Schritte sind wichtig für eine erfolgreiche Überwinterung:

Auswahl geeigneter Zinnien

Nur gesunde und kräftige Zinnien, die frei von Krankheiten und Schädlingen sind, eignen sich für die Überwinterung. Jüngere Pflanzen sind dabei widerstandsfähiger als ältere Exemplare.

Vorbereitung der Zinnien

Vor den ersten Nachtfrösten müssen die ausgewählten Zinnien vorsichtig ausgegraben werden, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Entfernen Sie im Anschluss abgestorbene Blätter und Blütenstände.

Auswahl des Überwinterungsortes

Der ideale Ort zur Überwinterung sollte frostfrei, kühl und hell sein. Geeignete Orte sind:

  • Kühle Kellerräume: Halten Sie den Raum gut belüftet, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Unbeheizte Wintergärten oder Gewächshäuser: Diese bieten gute Lichtverhältnisse und passende Temperaturen.
  • Helle Treppenhäuser oder Flure: Achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht unter den Gefrierpunkt fällt.

Eintopfen der Zinnien

Pflanzen Sie die Zinnien in ausreichend große Töpfe mit guter Drainage und handelsüblicher Blumenerde. Setzen Sie die Pflanzen nicht zu tief ein.

Pflege während der Überwinterung

Während der Überwinterung benötigen Zinnien nur wenig Pflege. Gießen Sie sparsam, sodass der Wurzelballen nicht austrocknet, und vermeiden Sie Staunässe. Eine Düngung ist während der Winterruhe nicht notwendig.

Rückschnitt im Frühjahr

Schneiden Sie die Zinnien im Frühjahr, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, zurück. Entfernen Sie alle abgestorbenen Triebe und kürzen Sie die Pflanzen um etwa ein Drittel.

Auspflanzen ins Freie

Nach den Eisheiligen Mitte Mai können die überwinterten Zinnien wieder ins Freie gepflanzt werden. Ein sonniger, windgeschützter Standort mit durchlässigem Boden ist optimal.

Vermehrung von Zinnien durch Samen

Eine weitere Möglichkeit, Zinnien im nächsten Jahr wieder im Garten zu haben, ist die Vermehrung durch Samen. So sammeln Sie Zinniensamen:

Auswahl geeigneter Blüten

Einfache, ungefüllte Blüten eignen sich am besten für die Samengewinnung, da gefüllte Blüten meist unfruchtbar sind. Lassen Sie einige Blütenstände an den Pflanzen stehen.

Samenstände trocknen

Warten Sie, bis die Samenstände vollständig vertrocknet sind, normalerweise im Spätherbst. Schneiden Sie die trockenen Samenstände ab und legen Sie sie an einem trockenen und luftigen Ort zum Nachtrocknen aus.

Samen ernten

Sobald die Samenstände vollständig trocken sind, reiben Sie die Samenstände vorsichtig zwischen den Fingern, um die Samen zu lösen.

Samen lagern

Lagern Sie die Samen trocken und kühl in Papiertüten oder Schraubgläsern. Beschriften Sie die Behälter mit dem Namen der Sorte und dem Erntejahr. Zinniensamen sind bei guter Lagerung etwa vier Jahre lang keimfähig.

Aussaat im nächsten Jahr

Im Frühjahr können die Samen im Haus oder direkt im Freiland ausgesät werden. Die Saattiefe sollte etwa einen halben Zentimeter betragen. Beachten Sie die Aussaathinweise auf der Samenpackung, um optimale Keimbedingungen zu gewährleisten.