Pflegeleichten Garten anlegen – so gelingt das erholsame Refugium

Der sich selbst erhaltende Garten wird auf absehbare Zeit eine Illusion bleiben. Mit ein wenig planerischem Geschick, gestalten Sie ein blühendes Paradies, das ganz einfach zu pflegen ist. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der richtigen Mischung aus anspruchslosen Pflanzen, pflegeleichten Gestaltungselementen und einer guten Portion Gelassenheit.

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Ein Unkrautvlies erspart das Unkrautjäten

Unkrautjäten ade – so gelingt es

Ab und zu mit der Gießkanne patrouillieren oder hin und wieder Kompost zu verteilen, schreckt einen Gärtner nicht ab. Wenn jedoch unablässig hartnäckiges Unkraut sprießt, zerrt tägliches Jäten extrem an den Nerven. Mit einem pflegeleichten Garten verbinden wir daher primär ein Unkraut-freies, grünes Reich. Wenn Sie einen Garten neu anlegen oder gestalten, sollten Sie sich daher die folgenden Optionen nicht entgehen lassen:

  • Unter Mutterboden und Pflanzenerde ein stabiles Unkrautvlies verlegen
  • Beete bepflanzen mit Bodendeckern, wie Teppichmispel (Cotoneaster dammeri) und Immergrün (Vinca minor)
  • Wege und Terrassen pflastern mit Unkraut-abweisendem Fugensand
  • Beete als Kiesbeet anlegen

Kombinieren Sie ein Unkrautvlies mit einem Maulwurfgitter, bleibt Ihr pflegeleichter Garten zugleich verschont von Hügel-hebenden Maulwürfen und gefräßigen Wühlmäusen.

Die besten pflegeleichten Pflanzen für den Garten – eine Auslese

Geben Sie einheimischen Stauden im Pflanzplan den Vorzug. In jedem Herbst ziehen sie sich selbstständig zurück ins Erdreich, überdauern den Winter unbeschadet und erscheinen im nächsten Frühling wie von Zauberhand in ihrer ganzen Pracht. Kombinieren Sie als Gerüstgeber Ziergehölze hinzu, die nicht oder lediglich aus optischen Gründen zu schneiden sind. Die folgende Auslese stellt Ihnen empfehlenswerte Pflanzen vor für den pflegeleichten Garten:

  • Zwiebelblumen für den Frühlingsgarten, wie Schneeglöckchen (Galanthus) und Krokusse (Crocus)
  • Wildstauden, wie Glockenblumen (Campanula carpatica) oder Busch-Windröschen (Anemone nemorosa)
  • Stauden mit langer Blütezeit, wie Storchschnabel (Pelargonium) und Sonnenhut (Echinacea)
  • Immergrüne Blütengehölze, wie Rhododendron und Feuerdorn (Pyracantha coccinea)
  • Einfach zu pflegende Ziergräser, wie Diamantgras (Calamagrostis brachytricha) und Berg-Reitgras (Calamagrostis varia)
  • Zierbäume mit wenige Schnittaufwand, wie Fächer-Ahorn (Acer palmatum) oder Zierkirsche (Prunus)

Im pflegeleichten Garten müssen Sie nicht auf verschwenderisch blühende Blumenkästen verzichten. Der zeitintensive Aufwand resultiert in der Regel aus dem täglichen Ausputzen verwelkter Blüten. Indem Sie einfach sich selbst reinigende Balkonblumen pflanzen, reduziert sich die Pflege auf Gießen bei Trockenheit. Empfehlenswert sind Hänge-Petunien und Geranien, die eigenständig alles Verwelkte und Verblühte abwerfen.

Tipps

Rasen zählt zu den anspruchsvollsten Komponenten im Pflegeprogramm eines Gartens. Wöchentliches Mähen genügt bei Weitem nicht für einen samtig-grünen Teppich. Erst wenn Sie regelmäßig düngen, mindesten ein Mal im Jahr vertikutieren, sanden, kalken und aerifizieren, ist die Pflege komplett. Ziehen Sie daher einen Garten ohne Rasen in Betracht, wenn Sie das nächste Mal Ihr Grundstück neu gestalten.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: vaivirga/Shutterstock

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