Prachtspiere
Die Astilbe verzaubert mit ihren buschigen Blütenständen

Astilbe

Mit der Prachtspiere heimst auch der Einsteiger neidische Blicke über den Gartenzaun ein. Damit die Astilbe absonnige, halbschattige bis schattige Lagen in ein sommerliches Blütenmeer verwandelt, stellt die Staude nur wenige Ansprüche. Welche das sind und weitere nützliche Infos vermitteln die folgenden Antworten auf häufige Fragen.

Pflegetipps

Findet die Prachtspiere einen halbschattigen Standort vor mit frisch-feuchter, nahrhafter und leicht saurer Erde, ist die Hälfte des Weges zum vitalen Wachstum bereits geschafft. So verläuft das Pflegeprogramm in geregelten Bahnen:

  • Die Erde konstant feucht halten mit kalkfreiem Wasser
  • Von April bis August alle 3-4 Wochen organisch düngen oder im April und Juni Langzeitdünger applizieren
  • Bodennaher Rückschnitt wahlweise im Herbst oder zeitigen Frühjahr

Gedeiht die Astilbe im Beet, ist einzig im Pflanzjahr ein Winterschutz empfehlenswert in Form einer Schicht aus Laub, Stroh oder Reisig. Kübel werden demgegenüber alljährlich mit Luftpolsterfolie umwickelt und auf Holz gestellt.
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Welcher Standort ist geeignet?

Ein Blick auf ihr natürliches Verbreitungsgebiet führt uns vor Augen, dass sich die Prachtspiere ausgesprochen wohl fühlt im halbschattigen Schutz mächtiger Laub- und Nadelgehölze. Sonnige Lagen toleriert die üppige Staude unter der Voraussetzung, dass der Boden gut feucht und dennoch ohne Staunässe beschaffen ist. Siedeln Sie die Astilbe in Tuffs an entlang des Gehölzrandes, am Teichrand oder entlang eines Bachlaufs, wo die Staude von praller Mittagssonne verschont bleibt.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Die Prachtspiere stellt immer dann ihren Ruf als Paradebeispiel einer Schattenstaude unter Beweis, wenn ihr diese Bodenbeschaffenheit zur Verfügung steht:

  • Nährstoffreich und humos
  • Frisch bis feucht, ohne Gefahr von Staunässe
  • Gut durchlässig, gerne lehmig, ohne hohen Sandanteil
  • Neutraler bis leicht saurer pH-Wert von 5,5 bis 6,0

Als Substrat im Topf empfehlen wir eine qualitativ hochwertige Blumenerde auf Kompostbasis, mit geringem oder keinem Torfanteil. Die Zugabe einer Handvoll Perlite oder Lavagranulat verbessert die Durchlässigkeit und beugt Verdichtungen vor.
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Wann ist Blütezeit?

Die gewählte Sorte definiert die Blütezeit einer Prachtspiere. Populäre Arten, wie die Astilbe japonica und daraus hervorgegangene Sorten, blühen von Juni bis Juli. Publikumslieblinge, wie die zierliche Astilbe chinensis, präsentieren die farbenfrohen Blütenrispen von August bis September. Die besonders wertvolle Gruppe der Arendsii-Hybriden tut es ihnen gleich und hält bei milder Witterung mitunter durch bis in den Oktober hinein.
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Astilbe richtig schneiden

Schneiden Sie die Staude nach der Blüte im Herbst bodennah zurück, erspart ihr diese Maßnahme den Kraftakt der Samenbildung. An dieser Stelle darf indes nicht unerwähnt bleiben, wie dekorativ sich die Samenstände einer Prachtspiere im frühwinterlichen Garten in Szene setzen. Wer sich diese Augenweide nicht entgehen lassen möchte, nimmt der Rückschnitt erst im Spätwinter vor.
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Astilbe gießen

Als oberste Prämisse für den perfekt regulierten Wasserhaushalt gilt, den Wurzelballen einer Prachtspiere zu keinem Zeitpunkt austrocknen zu lassen. Kontrollieren Sie daher insbesondere während der sommerlichen Blütezeit täglich per Daumenprobe den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens. Fühlt sich das Substrat an der Oberfläche trocken an, wird gegossen. Geben Sie weiches Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser unmittelbar auf die Wurzelscheibe. Einen gezielten Beschuss mit dem Gartenschlauch wird Ihnen die Blütenschönheit dagegen übel nehmen.
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Astilbe richtig düngen

Der Nährstoffbedarf einer Prachtspiere steht dem hohen Wasserbedarf in nichts nach. Damit die Staude das opulente Blüten- und Blätterkleid hervorbringen kann, darf ihr die Energie nicht ausgehen. Düngen Sie die Astilbe daher von Mai bis August alle 3-4 Wochen organisch mit Kompost, Hornspänen oder Pferdedung. Alternativ verabreichen Sie Ende April/Anfang Mai einen Langzeitdünger, der – je nach gewähltem Präparat – im Juli nochmals aufgefrischt wird.
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Überwintern

Eine adulte Prachtspiere ist vollkommen winterhart, sodass besondere Vorkehrungen für die gesunde Überwinterung nicht zu treffen ist. Dessen ungeachtet empfehlen wir im Pflanzjahr einen leichten Winterschutz, da eine junge Astilbe sich die Frosthärte zunächst noch erarbeiten muss. Decken Sie daher die Pflanze vor dem ersten Frost ab mit Laub, Stroh, Nadelreisig oder Gartenvlies. Im Kübel ist der Wurzelballen aufgrund seiner exponierten Lage auch in späteren Jahren gefährdet. Hüllen Sie das Gefäß vorsorglich ein in Noppenfolie. Damit sich die Kälte keinen Weg von unten in den Wurzelballen bahnt, schieben Sie noch einen Holzblock unter. Das Substrat erhält eine Lage aus Herbstlaub oder Torfmull.
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Astilbe vermehren

Für den ambitionierten Hobbygärtner ist es Ehrensache, die Vermehrung seiner Stauden in Eigenregie durchzuführen. In dieser Hinsicht gibt sich die Prachtspiere erfreulich unkompliziert. Um weitere Exemplare zu züchten, graben Sie im Herbst oder Frühjahr den Wurzelballen aus und legen ihn auf eine stabile Unterlage. Mit einem frisch geschärften Messer oder dem Spaten zerteilen Sie das kräftige Rhizom in zwei oder mehr Segmente. Am neuen Standort pflanzen Sie das Wurzelstück unter Beibehaltung der bisherigen Pflanztiefe ein. Solange ein Teilstück über mindestens 2 Augen verfügt, verwandelt es sich zügig in eine vitale Jungpflanze.
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Wie pflanze ich richtig um?

Spätestens wenn eine Prachtspiere von innen her verkahlt, kommen Sie um eine Umpflanzung nicht mehr herum. Zu diesem Zweck graben Sie im Frühling oder Herbst den Wurzelballen aus. Mit einem scharfen, desinfizierten Messer schneiden Sie die verkahlten Teile ab. Die verbliebenen Segmente werden wahlweise am bisherigen Standort oder am neuen Platz so tief eingepflanzt wie zuvor.
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Ist Astilbe giftig?

Die Prachtspiere ist nicht nur eine Augenweide für Groß und Klein, sondern bereitet Hummeln, Bienen und Schmetterlingen einen reich gedeckten Pollen- und Nektartisch. Im Pflanzplan für den Familiengarten und das naturnah gestaltete grüne Reich, hat die Astilbe somit einen Stammplatz verdient. Dies gilt umso mehr, als dass sich in ihren Pflanzenteilen keinerlei giftige Stoffe befinden.
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Gelbe Blätter

Färben sich die Blätter einer Prachtspiere gelb, handelt es sich in der Regel um eine Reaktion auf zu hartes Gießwasser. Sammelt sich Kalk im Boden an, verhindert dies die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Das Resultat ist eine Blattchlorose, die sich in gelben Blättern zeigt. Stellen Sie unverzüglich die Wasserversorgung um auf gesammeltes Regenwasser, entkalktes Leitungswasser oder Teichwasser.
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Schöne Sorten

  • Brautschleier: Prachtspiere in Premium-Qualität mit weißen Blütenbüschen und straff aufrechtem Habitus bis 100 cm
  • Fanal: Besticht mit dramatischer Optik dank blutroter Blütenrispen über gefiedertem, glänzend grünem Laub; 60-70 cm
  • Astary Pink: Prächtige Zwergsorte, die ihr rosafarbenes Blütenfestival im Kübel und kleinen Garten entfaltet; 25-30 cm
  • Weiße Gloria: Charmante Prachtspiere, ideal für halbschattige bis schattige Lagen; schöner Vasenschmuck; 60-80 cm
  • Younique Salmon: Die edle Schönheit punktet mit lachsfarbenen Blüten über schimmerndem Laub; 40-50 cm
Text: Paula Jansen

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