Funkie pflanzen und pflegen

Mit atemberaubender Präsenz verwandeln Funkien schattige bis halbschattige Gartenlagen in grüne Inseln der Opulenz. Gesellt sich im Sommer die duftende Blüte hinzu, lassen die Blattschmuckstauden keine Wünsche offen. Sollten Ihnen noch ungeklärte Fragen zu Pflege und Pflanzen von Hosta durch den Kopf gehen, gibt es hier die Antworten zum Nachlesen.

Hosta
Funkien gedeihen am besten im Schatten oder Halbschatten

Funkie richtig pflanzen

Mit der fachgerechten Pflanzung dirigieren Sie die Kultivierung von Funkien vom Start weg auf Erfolgskurs. Der halbschattige bis schattige Standort sollte eine humose, tiefgründig-lockere und frisch-feuchte Erde aufweisen. Da Hosta in kleinen Gruppen ausgezeichnet zur Geltung kommen, legen Sie im Abstand von mindestens 50 cm mehrere Pflanzgruben an. Dem Aushub mischen Sie Kompost, Hornspäne oder Lauberde unter. Vorteilhaft ist das Auslegen der Grube mit Brennnesselblättern. Während dieser Vorbereitungsarbeiten wird der noch eingetopfte Wurzelballen in einem Gefäß mit weichem Regenwasser getränkt. Anschließend verläuft die Pflanzung so:

  • Die junge Herzblattlilie austopfen, mittig im Pflanzloch positionieren und mit dem Erdgemisch pflanzen
  • Nach dem Angießen mit kalkfreiem Wasser eine Mulchschicht ausbreiten aus Laub oder Rindenmulch
  • In den folgenden Tagen regelmäßig und großzügig bemessen gießen

Im Kübel entfalten Hosta ihren dekorativen Blattschmuck gleichermaßen. Fügen Sie in diesem Fall ergänzend eine Drainage aus Tonscherben ein, die zwischen Substrat und Wasserablauf etwa 5 cm hoch ausgebreitet wird. Damit das Material nicht sogleich wieder verschlämmt, legen Sie über die Tonscherben ein luft- und wasserdurchlässiges Stück Vlies.
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Pflegetipps

Das Pflegeprogramm einer Funkie verlangt dem Gärtner nur wenig ab. Alle wichtigen Maßnahmen haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt:

  • Das Substrat konstant feucht halten, vorzugsweise mit weichem, kalkfreiem Wasser
  • Im Beet organisch düngen im März und Juni, im Topf alle 30 Tage mit Flüssigdünger
  • Verwelkte Blüten zeitnah abschneiden, verdorrtes Laub einfach auszupfen
  • Vollständiger Rückschnitt wahlweise im Herbst oder Spätwinter

In den ersten beiden Standjahren sind Hosta noch darum bemüht, sich im Erdreich fest zu etablieren. Da die Winterhärte zu dieser Zeit noch nicht vollständig entwickelt ist, bedecken Sie die Wurzelscheibe mit Laub, Rindenmulch oder Nadelreisig. Das eingezogene Laub verweilt vorzugsweise bis Februar/März als Wintermantel an der Funkie.

Welcher Standort ist geeignet?

Wer Hosta in das enge Korsett reiner Schattenpflanzen zwingt, tut den verschwenderischen Stauden Unrecht. Tatsächlich erreichen die prachtvoll gezeichneten Blätter eine unvergleichliche Leuchtkraft, je mehr Sonnenstrahlen darüber streichen. Einzig pralle Mittagssonne lässt das schmucke Laub verbrennen. So sollte der Standort für Funkien beschaffen sein:

  • Sonnig ohne Prallsonne, halbschattig bis schattig
  • Gerne mit Sonne in den Morgen oder Abendstunden
  • Frisch-feuchter Boden ohne Gefahr von Staunässe
  • Humos, locker, nahrhaft und leicht sauer bis neutral

Im lichten Schatten unter dem hohen Laubdach mächtiger Gehölze fühlt sich eine Funkie bestens aufgehoben. Am Rand Ihrer privaten Wasserwelt halten Hosta gerne dekorative Zwiesprache mit hohen Ziergräsern und Farnen, die pralle Sonnenstrahlen abfangen.

Der richtige Pflanzabstand

Die facettenreiche Hosta-Gattung beschenkt uns mit prachtvollen Arten in den unterschiedlichsten Wuchshöhen und -breiten. Zur besseren Orientierung haben wir hier für die gängigsten Funkien empfehlenswerte Pflanzabstände aufgelistet:

  • Miniatur-Hosta mit Höhen von 10-15 cm: Pflanzabstand 10 cm
  • Klassiker mit Höhen von 40-80 cm: Pflanzabstand 90 cm
  • Hosta-Giganten mit Höhen von 100-150 cm: Pflanzabstand 150 cm

Bitte bedenken Sie bei der Entscheidung für die Distanzen, dass langsam wachsende Funkien im Laufe der Jahre an Volumen zunehmen und raumgreifend gedeihen. Wählen Sie daher im Zweifel einen größeren Pflanzabstand, als diesen zu knapp zu bemessen.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Um die fulminante Biomasse an Schmuckblättern hervorzubringen, bedarf es eines nährstoffreichen, tiefgründig humosen Bodens, reich besiedelt von vitalen Bodenorganismen. Darüber hinaus ist ein ausgewogener Feuchtigkeitsgehalt von höchster Relevanz, um Hosta zu Bestleistungen zu motivieren. Nicht zuletzt schenken Sie bitte dem Bodensäurewert Ihre Aufmerksamkeit, denn ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert rundet die optimalen Rahmenbedingungen sinnvoll ab.

Wann ist Blütezeit?

Abhängig von der gewählten Hosta-Art und Sorte, gedeihen die Glocken- oder Blütenrispen von Juni bis Juli oder von Juli bis Oktober. Wenngleich die Blüten in ihrer optischen Wirkung hinter die Schmuckblätter zurücktreten, eignen sie sich ausgezeichnet für den Vasenschnitt. Bei kreativen Floristen sind Funkien-Blüten und Blätter heiß begehrt, um daraus phantasievolle Sträuße und Gestecke zu zaubern.

Funkie richtig schneiden

Auf einen Form- und Erhaltungsschnitt im eigentlichen Sinn insistieren Hosta nicht. Hobbygärtner mit knapp bemessener Zeit lassen Funkien einfach freie Hand. Gleichwohl trägt die fachgerechte Verwendung der Schere zum richtigen Zeitpunkt zum spektakulären Habitus bei. Zu diesen Gelegenheiten sollten Funkien geschnitten werden:

  • Soeben erblühte Stängel schneiden für die Vase oder Gestecke
  • Verwelkte Blüten regelmäßig herausschneiden, um das Samenwachstum zu unterbinden
  • Einzelne verdorrte Blätter besser auszupfen statt abzuschneiden
  • Bodennaher Rückschnitt im Februar/März, rechtzeitig vor dem neuen Austrieb

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Funkie gießen

Zu den fundamentalen Faktoren einer sachkundigen Hosta-Pflege zählt die konstante Wasserversorgung. Lassen Sie eine Herzblattlilie zu keiner Jahreszeit dürsten, wenn Sie sich nicht ihren Unmut zuziehen möchten. Idealerweise geben Sie weiches Regenwasser unmittelbar auf die Wurzelscheibe. Gießen Sie das Wasser nicht in das Pflanzenherz, da sich ansonsten Fäulnis ausbreitet.

Funkie richtig düngen

Die pflegeleichte Handhabung einer Funkie basiert nicht zuletzt auf der unkomplizierten Nährstoffversorgung. Düngen Sie das Prachtstück im März und Juni mit Kompost. Einige Handvoll Hornspäne liefern den nötigen Stickstoff. Kultiviert im Kübel, verwöhnen Sie Hosta von April bis Juli alle 30 Tage mit einem handelsüblichen Flüssigdünger.

Überwintern

In jedem Winter ziehen Hosta ihre Schmuckblätter ein, um Kräfte zu sammeln für einen frische Austrieb im nächsten Jahr. Das verwelkte Laub verbleibt bis Februar/März als natürlicher Winterschutz an der Funkie. In den ersten beiden Standjahren empfehlen wir, die Pflanzstelle zusätzlich anzuhäufeln mit Lauberde, Torf oder Tannenreisig bis zum Wurzelhals. Es ist nicht zwingend erforderlich, die Pflanzenreste abzuschneiden. Wen der Anblick stört, kappt die Staude knapp über dem Boden und entsorgt sie auf dem Kompost.

Hosta im Kübel erhalten alljährlich einen Schutz vor frostigen Temperaturen. Umhüllen Sie das Gefäß mit Luftpolsterfolie und stellen es auf einen Holzblock. Das Substrat wird bedeckt mit Herbstlaub oder Tannennadeln. Gießen Sie die Staude bei winterlicher Trockenheit, damit der Wurzelballen keinen Schaden erleidet.
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Funkie vermehren

Wen die Hosta-Leidenschaft packt, wünscht sich weitere Exemplare dieser imposanten Blattschmuckstaude. Wie gut, dass die Vermehrung ohne Mühen von der Hand geht. Die beste Zeit ist im Februar/März, nach dem Rückschnitt und bevor der neue Austrieb erscheint. So machen Sie es richtig:

  • Die Herzblattlilie weiträumig aus dem Boden heben
  • Vergreiste, kümmerliche Stellen herausschneiden
  • Auf eine feste Unterlage legen, um den Wurzelstock in zwei oder mehr Teile zu zerschneiden

Unter Wahrung der bisherigen Pflanztiefe, setzen Sie jedes Hosta-Segment am halbschattigen bis schattigen Standort in die mit Kompost angereicherte Gartenerde. In den folgenden Wochen ist eine regelmäßige Wasserversorgung essenziell für das Wurzelwachstum.

Wie pflanze ich richtig um?

Nehmen Hosta ein unerwünschtes Volumen an oder haben Sie den Pflanzen einen Standortwechsel verordnet, lässt sich der Plan im Februar/März problemlos in die Tat umsetzen. Lockern Sie zunächst den Wurzelballen mit der Grabegabel, um ihn anschließend mit dem Spaten aus der Erde zu heben. Jetzt ist die ideale Gelegenheit für eine Teilung und Verjüngung. Schneiden Sie verkahlte Stücke ab und zerschneiden bei Bedarf den Wurzelballen in zwei Hälften. Am neuen Standort heben Sie die Pflanzgrube so tief aus, dass die bisherige Pflanztiefe beibehalten werden kann. Das Erdreich wird optimiert mit Kompost und Hornspänen, bevor Sie die verjüngte Hosta einsetzen und gießen.
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Funkie im Topf

Bis auf die Hosta-Giganten, demonstrieren alle gängigen Funkien ihre dekorative Präsenz im großen Topf. Damit Sie über viele Jahre Ihre Freude an der Blattschmuckstaude haben, kommt ein halbschattiger Standort auf dem Balkon in erster Linie infrage. Eine strukturstabile Kübelpflanzenerde gibt der mächtigen Pflanze ausreichend Halt, während eine Drainage aus Tonscherben schädlicher Staunässe vorbeugt. In der Pflege sind folgende Aspekte von maßgeblicher Relevanz:

  • Trocknet das Substrat an, wird durchdringend gegossen
  • Einen Untersetzer spätestens nach 20 Minuten entleeren
  • Von April bis Juli alle 4 Wochen flüssig düngen
  • Verwelkte Blüten abschneiden, verdorrte Blätter auszupfen
  • Bodennaher Rückschnitt wahlweise im Herbst oder Februar/März

Hält der Winter Einzug, wickeln Sie den Topf ein in Luftpolsterfolie oder Jute und stellen ihn auf Holz. Das Substrat wird bedeckt mit Laub oder Tannennadeln. Gießen Sie die Herzblattlilie auch im Winter, damit der Wurzelballen nicht vertrocknet.

Ist Funkie giftig?

Die botanische Zuordnung von Hosta zu den Spargelgewächsen signalisiert bereits die Unbedenklichkeit. Von Funkien geht weder für Menschen noch für Tiere eine Gefahr aus. Im Gegenteil erfreuen sich die Blüten in Asien großer Beliebtheit als kulinarischer Snack für zwischendurch. Dieser Aspekt bedeutet zugleich, dass Sie auf das Tragen von Arbeitshandschuhen getrost verzichten können.

Schöne Sorten

Aus den mehr als 40 prachtvollen Funkien-Arten generierten kundige Züchter mehr als 4.000 bezaubernde Sorten. Der folgende Überblick zeigt eine Selektion ausgesuchter Hosta-Schätze für das private grüne Reich.

  • Super Sagae: Grüne Schmuckblätter, wie gemeißelt mit cremegelbem Rand und lilafarbener Rispenblüte; Wuchshöhe 75-85 cm
  • Abba Dabba Do: Majestätische Goldrand-Funkie mit hell-lavendelfarbenen Blüten, die Sonne verträgt; Wuchshöhe 50-90 cm
  • Duftende Herzblattlilie: Sie ziert den Duftgarten an halbschattigen bis schattigen Lagen mit betörendem Duft; Wuchshöhe 30-70 cm
  • Elegans: Blaublatt-Hosta der Extraklasse mit weiß-violetten Glockenblüten und blau-grünem, geadertem Laub; Wuchshöhe 70 cm
  • Blue Cadet; Zierliches Gegenstück zu Elegans, das in halbkugeligen Kissen gedeiht; ideal für den Kübel; Wuchshöhe 30-40 cm
  • Empress Wu: Hosta-Koloss mit bis zu 2 m Spannweite, riesigen Schmuckblättern und zart-lila Blüten; Wuchshöhe 120-150 cm
  • El Nino: Premium-Sorte, die keine Wünsche offen lässt mit Blättern in kühlem Blau und weiß-lila Blüten; Wuchshöhe 40-50 cm
  • Gold Standard: Unübertroffene Leuchtkraft mit gold-grünen Blätter unter violetten Glockenblüten im Juni; Wuchshöhe 30-80 cm
Text: Gartenjournal.net

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