Gartenboden auflockern – diese Möglichkeiten haben Sie

Dass es erstrebenswert ist, einen lockeren Gartenboden zu haben, darin sind sich alle Hobbygärtner einig. Ein derartiger Boden wird besser mit Sauerstoff versorgt und neigt weniger zu Staunässe. Auch Pflanzenwurzeln können sich durch lockere Erde besser ihren Weg bahnen. Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, unerwünschte Verdichtungen zu beseitigen.

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Für das Auflockern des Gartenbodens kommen verschiedene Werkzeuge infrage

Verschiedene Vorgehensweisen

Einem verdichteten Boden lässt sich auf unterschiedlichen Wegen wieder mehr Lockerheit abringen. Hier sind die Möglichkeiten im Überblick:

  • Boden mit verschiedenen Geräten umgraben/lockern
  • Zusammensetzung mit Sand verbessern
  • Pflanzen mit bodenauflockernden Wurzeln einsetzen

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Tipps

Welche der Methoden die besten Erfolgsaussichten bietet, hängt auch von der sonstigen Beschaffenheit des Bodens und der Schwere der Bodenverdichtung ab.

Umgraben

Das Umgraben abgeernteter Beete im Herbst wird schon seit Jahrhunderten praktiziert. Während das früher ausschließlich mit Spaten in mühevoller Handarbeit geschah, können Sie heutzutage größere Flächen mit motorbetriebenen Gerätenfräsen. Die großen, umgedrehten Erdschollen werden durch den Winterfrost in feinkrümelige Erde verwandelt.

Inzwischen wird jedoch von dieser Art des Umgrabens immer mehr Abstand genommen. Denn dabei werden die verschiedenen Erdschichten förmlich auf den Kopf gestellt. Viele nützliche Bodenorgansimen leiden darunter.

Stechen Sie lieber in regelmäßigen Abständen mit einem Spaten Löcher in den Boden oder verwenden Sie eine Kralle, die sich seitlich drehen lässt, und so die Erdschichten nicht durcheinander bringt.

Sand einarbeiten

Ein sehr verdichteter Boden hat oft zur Ursache, dass seine Zusammensetzung sehr lehmlastig ist. Damit er auf Dauer etwas lockerer wird, können Sie ihn mit grobem Sand oder Kies verbessern. Der Sand bzw. Kies wird zuerst auf die Oberfläche großzügig ausgestreut und anschließend mit einem Rechen etwa 10-15 cm tief eingearbeitet.

Pflanzen einsetzen

Manche Pflanzen haben ein reich verzweigtes Wurzelwerk. Dieses hat die Kraft, verdichtete Erde aufzulockern. Setzen Sie solche Pflanzen gezielt ein. Zum Beispiel:

  • Kartoffelpflanzen
  • Kapuzinerkresse
  • Tagetesblumen

Sie können jährlich ihren Standort wechseln. So kann schließlich der gesamte Gartenboden nach und nach davon profitieren.

Tipps

Achten Sie zudem darauf, den Gartenboden ökologisch zu düngen. Die Würmer im Gartenboden können so besser überleben und ihrerseits zur Auflockerung des Bodens beitragen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Denis Pogostin/Shutterstock

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