Gartenboden fräsen – so wird die Erde locker und luftig

Je intensiver eine Gartenfläche genutzt wird, umso mehr wird sie dadurch verändert. So kann die Erde beispielsweise stark verdichten. Damit der Boden wieder brauchbar wird, muss er aufgelockert werden. Am einfachsten, schnellsten und effektivsten kann das mit einer Fräse geschehen.

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Eine motorisierte Fräse spart Arbeit, ist aber nicht besonders umweltfreundlich

Verschiedene Modelle

Die klassische Gartenfräse (279,95€ bei Amazon*) für den Hobbygarten ist mit sich drehenden Hacksternen bestückt. Dadurch wird der Boden in grobe Schollen zerteilt. Sie wird mit der Hand betrieben, was je nach Größe der zu fräsenden Fläche anstrengend und zeitraubend sein kann. Dafür gehört sie zu den kleinsten und preislich erschwinglichsten Fräsen.

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Wer eine größere Fläche fräsen oder diese Arbeit regelmäßig verrichten muss, darf sich auf dem Markt nach einer elektrischen oder benzinbetriebenen Fräse umsehen.

Tipps

Sollte Sie der hohe Kaufpreis einer Fräse abschrecken, ist das Mieten eine günstige Alternative. Fragen Sie in Ihrem Baumarkt danach.

Optimaler Zeitpunkt

Die Verfügbarkeit der Fräse und eigene freie Zeitpotenziale sind zwei Faktoren, die den Zeitpunkt des Fräsens bestimmen können. Doch wann immer möglich, sollten Sie sich nach dem Lauf der Natur richten und das Auflockern des Bodens zeitlich sinnvoll integrieren.

  • zukünftige Rasenflächen werden vor der Aussaat gefräst
  • im Frühjahr oder alternativ im Spätsommer
  • Gemüsebeete werden im Herbst nach dem Abernten gefräst
  • alternativ auch im Frühjahr vor der Pflanzung

Ablauf

Das Fräsen mit einer Handfräse ist einfach. Die gesamte Fläche wird Bahn für Bahn damit abgefahren. Dabei darf leichter Druck ausgeübt werden, damit die Zähne der Fräse tief genug im Boden eindringen.

Bei großen, motorisierten Fräsen sollte unbedingt die Bedienungsanleitung gründlich studiert werden, da eine unsachgemäße Anwendung auch Verletzungsgefahren birgt. Achten Sie vor allem darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere nicht in unmittelbarer Nähe sind.

Bevor Sie mit dem Fräsen loslegen, sollten Sie zuvor noch große Steine, störende Pflanzenreste oder anderweitige Gartengerätschaften entfernen.

Nacharbeiten

Wenn Sie die gesamte Fläche mit der Fräse komplett bearbeitet haben, ist die Arbeit damit womöglich noch nicht abgeschlossen:

  • für feinere Erdkrümel ggf. ein zweites Mal fräsen
  • freigelegte Wurzelreste einsammeln und entfernen
  • große, zutage geförderte Steine einsammeln

Gartenboden sanden

Wenn Sie einen lehmigenGartenboden verbessern wollen, können Sie das ebenfalls mit Hilfe der Fräse tun. Streuen Sie vor dem Fräsen großzügig Sand aus. Er wird beim Fräsen automatisch mit der oberen Schicht der Erde vermischt.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Kudryashova Vera/Shutterstock

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