Wilde Wiese in Rasen umwandeln – So wird’s gemacht

Sie sind vielleicht gerade in Ihr neues Haus gezogen und fragen sich, wie Sie dem Wildwuchs im Garten Herr werden können? Zwar hat eine schöne Wiese auch ihren optischen Reiz, allerdings auch den Nachteil, dass man sie nicht betreten sollte - als Spiel- oder Liegefläche ist sie also ungeeignet. Mit unseren Tipps wandeln Sie Ihre Wildwiese in einen schönen, grünen Rasen um.

Wiese in Rasen umwandeln

Boden für eine Neuaussaat vorbereiten

Bevor Sie sich allerdings ans Aussäen machen können, müssen Sie den Boden entsprechend vorbereiten. Wollen Sie einen gleichmäßigen, grünen Rasen erzielen, ist das bloße Umgraben der Wiese leider nicht ausreichend – durch die immer noch im Boden enthaltenen Rhizome und Samen würden die Unkräuter immer wieder durchkommen. Deshalb sollten Sie zunächst einmal die Wiese so tief wie möglich mähen, um anschließend die Narbe mit einem flachen Spaten abzuheben. Danach gehen Sie wie folgt vor:

  • Boden gründlich umgraben und dabei Steine und Wurzeln entfernen.
  • falls nötig, eine Bodenverbesserung durchführen: Sandigen Böden fügen Sie Torf und eher lehmigen Sand hinzu.
  • Arbeiten Sie reifen Kompost, am besten mit Sand oder Torf vermischt, als Grunddünger unter.
  • Lassen Sie den Boden etwa zwei bis drei Wochen ruhen.
  • Entfernen Sie jetzt aufgelaufenes Unkraut, danach wird der Boden aufgerissen und fein zerkrümelt (z. B. mit einem Rechen).
  • Bei Bodentemperaturen ab 10 °C beginnen Sie mit der Aussaat.
  • Säen Sie möglichst gleichmäßig aus und rechen Sie das Saatgut flach aus.
  • Rechen ist besser als die feinen Samen platt zu walzen.
  • Düngen Sie nun mit einem speziellen Starter-Dünger für Rasen.
  • Decken Sie das Saatgut locker mit Torf ab, um es vor gefräßigen Vögeln zu schützen.
  • Wichtig: Wässern Sie den Rasen regelmäßig, denn die empfindlichen Samen dürfen nicht austrocknen!

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Ab einer Halmlänge von etwa 10 Zentimetern können Sie Ihren jungen Rasen das erste Mal vorsichtig mähen.

Unkraut mit Roundup totspritzen?

So mancher Gärtner schwört darauf, lästiges Unkraut einfach mit Roundup abzuspritzen. Allerdings ist der Wirkstoff dieses Unkrautvernichtungsmittels, Glyphosat, in letzter Zeit stark in Verruf geraten – völlig zu Recht, denn Glyphosat gilt als hochgradig krebserregend. Lassen Sie sich nicht von der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit oder vom deutschen Bundesamt für Risikobewertung hinsichtlich der Gefährlichkeit des Mittels in die Irre führen. Zahlreiche Wissenschaftler haben bereits gegen deren falsche Einschätzung Stellung genommen.

Tipps & Tricks

Der beste Zeitpunkt, um mit der Rasenneuanlage zu beginnen, ist das zeitige Frühjahr. Bearbeiten Sie den Boden in einer trockenen Phase im März, um die Samen schließlich ab ca. Mitte bis Ende Mai ausbringen zu können.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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